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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist Vollkorn immer gut? Buch: Axel Bolland Vollkorn- und Glutenintoleranz



Samia
21.07.09, 12:52
Hallo :)

Ich habe mir auf einen Tipp hier im Forum das folgende Buch gekauft:

Axel Bolland
Pro Gesundheit - Contra Gluten
Die Bedeutung der Gluten- und Vollkornintoleranz in der integralen Medizin

Er geht davon aus, dass wir nicht richtig an Gluten angepasst sind und viele Menschen Probleme mit Gluten (und Vollkorn) haben.

Ich denke im Moment bei Vielen im Forum, ob Gluten nicht eine Rolle spielen könnte. Scheinbar kann es auch einen Zusammenhang mit der Entstehung von Hashi geben - und zwar gibt es fast zwei Seiten über Folgen einer "GSE"=glutensensitive Gastro-Enteropathie (wobei mir nicht ganz klar ist, ob das gleichbedeutend mit Glutenunverträglichkeit ist) und darunter stehen auch: Thyreoidits und Typ-1-Diabetes.

Des Weiteren Chronischer Schnupfen (früher Brotschnupfen genannt), häufige Infekte mit insbesondere Mittelohrentzündungen, Ekzeme, BurnOut, Chronic Fatigue Syndrom, Fibromyalgie und noch vieles andere.

Die Symptome seien meist eben nicht typisch mit Durchfall und Übelkeit, sondern könnten auch ganz anders aussehen.
Ich denke es könnte vielleicht interessant sein, das bei sich zu überlegen. Bei mir war es ein Volltreffer.

Die typische Karriere einer Glutenintoleranz ginge so: Als Baby Koliken, Grundschule viele Infekte (evt. Nasenpolypen), Pubertät Konzentrationsstörungen und Gräserallergien, als Erwachsener Migräne. Später eine Hypertonie durch Zerstörung der Niere, Depressionen und Panikattacken.

Quelle: "Axel Bolland - Pro Gesundheit - Contra Gluten
Die Bedeutung der Gluten- und Vollkornintoleranz in der integralen Medizin"

Teil 2 über Vollkorn folgt gleich.

Samia
21.07.09, 12:54
Vollkorn - especially für Seele zur Diskussion

Quelle wie eben, im Anhang ganz hinten wird dann auf die "Vollkornintoleranz" weiter eingegangen.

Vollkornbrote seien ungesünder als Weißmehlprodukte, da:

1. im Vollkorn ist zuviel Gluten - im Vollkorn (17% Eiweiß) mehr als im Weißmehl (maximal 11,5% Eiweiß)

2. es gäbe Allergien gegen Vollkorn (IgG4-Raster: 45,1% gegen Weizen, 38,4% gegen Roggen)

3. in der Schale des Korns, die für Weißmehl abgemahlen wird, können "Fraßgifte" enthalten sein, die unseren Stoffwechsel negativ beeinflussen.
Ganz interessant hierbei: Phytinsäure - kann Zink, Eisen, Calcium und Magnesium (kommt einem bekannt vor, nicht?) unlöslich binden und zu Mangel führen, zB Rachitis als Folge von Vollkornernährung.
Im Rattenversuch: Hyperinsulinämie und Schilddrüsenunterfunktion als Folge (ohje...) Im Sauerteigbrot ist Phytinsäure abgebaut, laut Seele ist diese auch in Kaffee enthalten.
Weiteres: Mykotoxine, also Rückstände von Schimmelpilzen - zB Aflatoxine, Ocratoxin A, Deoxynivalenol (DON), T2-Toxin (-> Mundbrennen, Gastroenteritis).
"NSP" - zB Pentosane und Glucane
Alkylresorcine - stören die Eiweißverdauung

Enzyme - Alpha-Amylase-Hemmer (Mehlstauballergien, Entstehung von Typ-1-Diabetes), Lipase-Hemmer, Protease-Hemmer.

Ballaststoffe würden nach einer großen Metastudie auch doch nicht gegen Darmkrebs schützen.

Ich finde das Buch ganz großartig und möchte es auch gerne weiterempfehlen.

LG
Samia

Versatile
21.07.09, 12:57
Hallo Samia,

spannendes Thema, allgemein hierzu hab ich heut auch einen Thread eröffnet:

http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1118147


Hab neulich mal wo gelesen, daß der "moderne" Weizen überzüchtet ist und erheblich mehr Gluten enthält als noch vor einigen Jahrzehnten. Und wenn man überlegt, daß unser täglich Brot ja bei den meisten einen Großteil der täglichen Ernährung ausmacht ..... wie oft ißt man nicht nur Brötchen oder Brot, sondern auch Kekse, ein Teilchen, eine Brezel, Salzstangen, Kuchen usw...

Ich backe mein Brot ja meist selber, ohne Mehl oder Hefe, und das vertrage ich sehr gut. Wie in meinem Thread geschrieben vermute ich auch bei mir eine Glutenunverträglichkeit sowie weitere Intoleranzen ..... werde meine ganze Ernährung unter die Lupe nehmen und ändern müssen.
Aber anders geht's leider nicht fürchte ich.

Liebe Grüße
Versatile

Seele
21.07.09, 13:31
Samia,

jetzt war ich gerade etwas erschrocken, nachdem ich mich gerade über den Extrathread gefreut hatte.


Im Sauerteigbrot ist Phytinsäure abgebaut, laut Seele ist diese auch in Kaffee enthalten.

Dies hatte ich nämlich gar nicht so gemeint, sondern ich wollte sagen, dass auch in Kaffee und Tee Substanzen enthalten sind, die Kationen komplexieren, sodass sie nicht resorbiert werden können.
Jetzt habe ich jedoch gerade nachgeschaut und Kaffee enthält ebenfalls Phytinsäure, allerdings in weitaus geringeren Konzentrationen als Getreide.


"NSP" - zB Pentosane und Glucane

Steht irgendwo erklärt, was mit NSP gemeint ist?

Weiteres später, wenn ich mehr Zeit habe :).

Liebe Grüße
Seele

Samia
21.07.09, 14:05
NSP sind Nicht-Stärke-Polysaccharide.

Gruß
Samia

irlandfan
21.07.09, 14:54
Hallo Samia,

danke für den Buchtipp. ich bin auch als langjährige Anhängerin der Vollwerternährung mittlerweile auf dem "Trip", dass die Ernährung durch vollkornmehl garnicht so gesund ist wie sie propagiert wird. Mir hat sie nämlich beim Gegensteuern gegen meine Unterzuckerungen überhaupt nicht geholfen.

Bei einem Versuch von mir, mich längere Zeit glutenfrei zu ernähren, konnte ich in mancher Hinsicht gesundheitlich Verbesserungen erkennen. Bin gespannt auf das Buch, habe es gerade bestellt;).

@Versatile: Verrätst du mir dein Rezept vom Brot ohne Mehl:)?

LG
Martina

panna
21.07.09, 14:59
daß der "moderne" Weizen überzüchtet ist und erheblich mehr Gluten enthält
Genau. Dinkel enthält zwar Gluten, aber wesentlich weniger. Mir wurde bei der Darmreinigungsdiät Weizen überhaupt verboten, ich esse heute noch Dinkelbrot, obwohl ich nicht müsste.
Nachteil: in der Regel teuerer.

Samia
22.07.09, 14:17
@Martina: Das freut mich :)
Dann können wir ja heiß diskutieren *g*

@Panna: Das erscheint mir so halb.. weniger Gluten, aber trotzdem weiter. Wenn Du es nicht verträgst, warum dann trotzdem? Reicht eine solche Reduzierung?

Was ich übrigens auch total seltsam finde - in dem Buch steht auch, dass der moderne überzüchtete Weizen mehr Gluten enthielte, auch durch die Nitrat(?)-Düngung.
Aber vor kurzem habe ich in der Zeitung gelesen, dass das Getreide immer weniger Gluten enthielte :confused:

LG
Samia

Samia
22.07.09, 14:18
@Versatile: Verrätst du mir dein Rezept vom Brot ohne Mehl:)?
Ich könnte Dir mein Rezept für glutenfreies Brot erzählen :biggrin:
Aber das ist mit Mehl, halt glutenfreiem.

Bin auch mal gespannt :)

Möwemöwe
22.07.09, 14:28
Seit bei mir Anfang des Jahres eine Glutenunverträglichkeit festgestellt wurde, habe ich deutlich gemerkt, daß meine ehedem gräuslichen Verdauungsbeschwerden in kürzester Zeit verschwunden waren.
An dem Punkt habe ich - so hoffe ich - die hier geschilderte "Glutenkarriere", die auf mich absolut passen würde, durchbrochen.

Jetzt werden meine Frau und unser Sohn auch getestet. Unser Kleiner hat nämlich ein ziemliches Stuhlgangproblem und bereits mit drei Jahren auffällige Hautprobleme.

Ich stelle fest, daß das Leben ohne Gluten qualitativ nach einer Eingewöhnungsphase nicht schlechter ist, als mit Gluten. Man isst halt nur ander(e)s und auch wenn das glutenfreie Mehl Backprodukte mit anderer Konsistenz und etwas anderem Geschmack erzeugt, ist es keinen Deut schlechter. Vieles kann man über die Zutaten wieder beeinflussen.

panna
22.07.09, 14:33
Ich vertrage Gluten. Deinkel habe ich mir angewöhnt seit der Darmreinigung, genauso wie ich mir angewöhnt habe, statt normalen Zucker Fruchtzucker zu benutzen. Einfach um weniger Weizen zu essen.

Ich verwende auch oft (für mich in letzter Zeit nur) Nudeln aus Mais(mehl)
statt Weizenmehl. Und das ist lecker.

irlandfan
22.07.09, 14:46
Bei mir haben all die glutenfreien Nahrungsmittel leider den großen Nachteil, dass sie meine Unterzuckerungssymptomatik noch verschlechtern. Von daher bin ich mit dem glutenfrei im Moment auch überhaupt nicht glücklich.

LG
Martina

Samia
22.07.09, 21:00
Seit bei mir Anfang des Jahres eine Glutenunverträglichkeit festgestellt wurde, habe ich deutlich gemerkt, daß meine ehedem gräuslichen Verdauungsbeschwerden in kürzester Zeit verschwunden waren.
An dem Punkt habe ich - so hoffe ich - die hier geschilderte "Glutenkarriere", die auf mich absolut passen würde, durchbrochen.
Mir gehts auch so dass mir das so massiv bekannt vorkommt - Gräserallergien, Migräne, Infekte... was hast Du alles mitgenommen?

Ich finde ja die Angst- und Panik am Ende recht erschreckend :eek: und hoffe auch, dass ich da noch den Absprung geschafft habe.
Ich frage mich, ob das auch mit Progesteronmangel irgendwie zusammenhängt (und ja, das ist auch für Männer ein Thema *g*)


Ich stelle fest, daß das Leben ohne Gluten qualitativ nach einer Eingewöhnungsphase nicht schlechter ist, als mit Gluten. Man isst halt nur ander(e)s und auch wenn das glutenfreie Mehl Backprodukte mit anderer Konsistenz und etwas anderem Geschmack erzeugt, ist es keinen Deut schlechter. Vieles kann man über die Zutaten wieder beeinflussen.
Also mir gehts besser und ich wollte das nicht mehr missen - und was ich auch sehr gut finde, ist das viel mehr selbst kochen und backen und mehr Frisches essen.
Aber so richtig den Geschmack... ich vermisse Erdbeerkuchen und Brötchen massiv :mad:

LG
Samia

Samia
22.07.09, 21:04
Ich vertrage Gluten. Deinkel habe ich mir angewöhnt seit der Darmreinigung, genauso wie ich mir angewöhnt habe, statt normalen Zucker Fruchtzucker zu benutzen. Einfach um weniger Weizen zu essen.

Ich verwende auch oft (für mich in letzter Zeit nur) Nudeln aus Mais(mehl)
statt Weizenmehl. Und das ist lecker.
Mir zerfallen die manchmal im Topf.. *Mist*

Muss man mit normalem Zucker auch aufpassen wegen Gluten?


Bei mir haben all die glutenfreien Nahrungsmittel leider den großen Nachteil, dass sie meine Unterzuckerungssymptomatik noch verschlechtern. Von daher bin ich mit dem glutenfrei im Moment auch überhaupt nicht glücklich.

Was?!? Wie kann das denn passieren...

Übrigens würde ich bei Unterzuckerungen sofort nach Progesteronmangel gucken, das habe ich heute bei Dr. Platt gelesen. Das fängt schon in der Kindheit an, erhöht Insulin und führt zu Unterzuckerungen. Hast Du schon?

Irgendwie bin ich heute nicht so richtig beim Thema Vollkorn *nochmal Mist...*
Aber irgendwie scheint das ja auch keinen zu schockieren so richtig mit dem ungesunden Vollkorn *g*

LG
Samia

irlandfan
22.07.09, 21:56
Hi Samia,

in vielen glutenfreien Nudeln und Broten ist Maismehl enthalten. Mais hat einen rel. hohen glykämischen Index, das scheint es bei ir zu sein.

Ich ahbe Progesteronmangel, den ich aber auch durch die einnahme von Utrogest behebe. Aber interessant, dass du mich darauf hinweist. Wenn ich so zurücküberlege, habe ich ungefähr seit gleicher Zeit Probleme mit PMS und den unteruckerungen bekommen. Muss ich mal weiter drüber nachdenken.

Als ich eine zeitlang Cortison genommen habe, waren die Unterzuckerungen viel besser geworden.

LG
Martina

Samia
22.07.09, 22:08
Hi Samia,

in vielen glutenfreien Nudeln und Broten ist Maismehl enthalten. Mais hat einen rel. hohen glykämischen Index, das scheint es bei ir zu sein.

Aber ich vermute doch niedriger als Weißmehl? Warst Du vorher mehr bei Vollkorn?


Ich ahbe Progesteronmangel, den ich aber auch durch die einnahme von Utrogest behebe. Aber interessant, dass du mich darauf hinweist. Wenn ich so zurücküberlege, habe ich ungefähr seit gleicher Zeit Probleme mit PMS und den unteruckerungen bekommen. Muss ich mal weiter drüber nachdenken.
Na das passt ja aufs erste perfekt :)


Als ich eine zeitlang Cortison genommen habe, waren die Unterzuckerungen viel besser geworden.

Das ist mir jetzt noch nicht klar, wie das dahin kommt. Außer dass Cortison ja allgemein den BZ erhöht.

Spannend :)

LG
Samia

irlandfan
22.07.09, 22:33
Hi Samia,

ich habe sehr sehr lange versucht nur Vollkornprodukte zu essen. Hatte dann immer mehr Darmprobs (Völlegefühl, Blähungen) bekommen und musste trotzdem rel. schnell wieder etwas essen, um den Unterzuckerungen entgegen zu wirken. So viel Vollkorn konnte mien Darm garnicht verkraften.

Dann habe ich auch hin und wieder Weißmehlprodukte gegessen und mich besser damit gefühlt. Klar haben die auch nicht lange vorgehalten.

LG
Martina

gypsy
23.07.09, 01:08
Hallo Martina,


Bei mir haben all die glutenfreien Nahrungsmittel leider den großen Nachteil, dass sie meine Unterzuckerungssymptomatik noch verschlechtern. Von daher bin ich mit dem glutenfrei im Moment auch überhaupt nicht glücklich.

Heißt bei Dir glutenfrei = weizen- oder KH-frei? Hast Du Zoliakie bzw. Sprue?

Wenn nicht, bzw. selbst wenn, dann gibt es eventuell Alternativen: Es gibt alte Getreidearten wie Kamut, Emmer, Rot- oder Urkorn, die zwar Gluten enthalten, aber Allergiker trotzdem verwenden können. Wenn es interessiert, kann ich gern mehr darüber schreiben. Ich interviewe gerade für ein Buchprojekt Bäcker in ganz Deutschland, die sich teilweise u.a mit dieser Thematik auseinandersetzen (erst gestern war ich einer Bäckerei, die aufgrund eigener Betroffenheit dieses Thema genau untersuchen und auch schon Lösungsansätze gefunden haben) und da auch innovativ tätig sind.


Kamut
Kamut enthält Gluten, wie alle Weizenarten. Allergiker, die Probleme mit Weizeneiweiß haben, können versuchsweise ihre Ernährung auf Kamut umstellen. Es wird berichtet, dass in einigen Fällen allergische Reaktionen ausbleiben. Dies gilt aber nicht für Menschen, die an Zöliakie oder Sprue erkrankt sind. Quelle: Wikipedia

Liebe Grüße,

Karina

P.S.: Ernährungstechnisch bin ich nicht ganz unerfahren, wenn Du willst, können wir uns da auch gern per pn austauschen.

Versatile
23.07.09, 08:22
Hallöö,

für das Brotrezept bitte hier lang:

http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1118297

;)

Liebe Grüße
Versatile

Möwemöwe
23.07.09, 08:30
Mir gehts auch so dass mir das so massiv bekannt vorkommt - Gräserallergien, Migräne, Infekte... was hast Du alles mitgenommen?

Alles. Als Gott die Krankheiten verteilte, habe ich ganz laut HIER geschrien. Als es um den Reichtum ging, war ich noch mit dem Einpacken der Krankheiten beschäftigt... :biggrin:


Also mir gehts besser und ich wollte das nicht mehr missen - und was ich auch sehr gut finde, ist das viel mehr selbst kochen und backen und mehr Frisches essen.
Aber so richtig den Geschmack... ich vermisse Erdbeerkuchen und Brötchen massiv :mad:

Tortenboden aus GF-Mehl habe ich noch keinen leckeren gegessen, das stimmt. Aber Brötchen vermisse ich nicht. Alles in allem ernähre ich mich jetzt viel bewusster - nur das sorglose Besuchen von Restaurants, das fehlt mir wirklich. :(

irlandfan
23.07.09, 11:04
Hallo Karina,

danke für deine Ausführungen und dein Angebot. Bekommst von mir dann eine PN.

LG
Martina

Samia
23.07.09, 13:36
nur das sorglose Besuchen von Restaurants, das fehlt mir wirklich. :(
Mir auch - und Feiern und Partys. Wobei ich da immer selbst etwas passendes mitbringe, aber trotzdem.

@Versatile: Das Rezept klingt toll.

Wo bekommt man denn das Braunhirsemehl, bei Querfood?

LG
Samia

Michael D'Angelo
23.07.09, 14:07
Hallo Samia!

Mir geht es wie Udo Pollmer: Mich bläht das Vollkornzeugs immer so arg!
Am besten vertrage ich noch Dinkelvollkorn-Produkte, aber mir ist normales Dinkelmehl Typ 605 am liebsten.

Vollkorn ist eben nicht immer gut und das hat seine biologischen Grund: Die Pflanzen produzieren ihre Samen ja nicht umsonst oder einfach so, sondern sie wollen, daß sie Pflanzenfressen essen, aber dennoch Keimlinge übrigbleiben, die dann mit dem Dung an anderer Stelle auskeimen können. Dazu darf natürlich das Pflanzenkorn (hier Getreidepflanzen) nicht verdaut worden sein, sondern es muss noch keimfähig sein. Damit es nicht verdaut wird, hat das Korn einen Fraßschutz, die dicke Hülle um das Korn. Und dieser Fraßschutz soll die Verdauung verhindern, in dem es Enzyme enthält, die Verdaungsenzyme behindern.

Die Blähungen komme nicht von ungefähr:
DAS VOLLKORN WEHRT SICH VERDAUT ZU WERDEN!

Jahrhunderte lang haben die Menschen versucht, diese Vollkorn vom Eiweißkörper zu trennen. Jetzt seit ein paar Jahrzehnten soll das, was man jahrhunderte lang haben wollte, falsch sein und nur das volle Korn soll gesund sein???

Früher haben nur die Armen das Vollkorn gegessen, weil das ohne Vollkorn zu teuer war! Und alt sind leider die armen Menschen trotz Vollkornernährung nie geworden, trotz der angeblich gesunden Bestandteile im Vollkorn!

Also lasst Euch nicht für dumm verkaufem! Wenn ihr merkt, ihr vertragt das Vollkornzeugs nicht, lasst es sein! Euer Körper sagt Euch schon, ob er es verträgt oder nicht.
Aber meistens wird Vollkorn nicht gut vertrage, weil es biologische Gründe hat.

http://www.testschmecker.de/2008/11/04/die-vollkornluge-und-andere-ernahrungsmarchen/

Liebe Grüße

Michael D'Angelo

Samia
23.07.09, 14:13
Ja, das klingt wirklich logisch mit dem Fraßschutz. Ernährung des armen Mannes :biggrin:

Also kurz - Deutschland, armes Land.

Ich ergänze nochmal aus dem Buch:

4. Prinzip der Ganzheit: Im Vollkorn kommen Gluten, Allergie und Gift zusammen.

LG
Samia

Seele
23.07.09, 14:59
Was ich übrigens auch total seltsam finde - in dem Buch steht auch, dass der moderne überzüchtete Weizen mehr Gluten enthielte, auch durch die Nitrat(?)-Düngung.
Aber vor kurzem habe ich in der Zeitung gelesen, dass das Getreide immer weniger Gluten enthielte

Der Weizen ist eigentlich nicht überzüchtet, sondern entsprechend den Bedürfnissen der Backwarenindustrie gezüchtet. Und da Gluten nun mal maßgeblich an der Ausbildung des Klebernetzwerkes beteiligt ist und dieses wiederum für die Back- bzw. Broteigenschaften (v.a. Volumen, Frischhaltefähigkeit) verantwortlich ist, werden Getreidearten mit viel Gluten gezüchtet.
Den Artikel in der Zeitung hat vielleicht ein Vertreter der Bioethanolsparte geschrieben und darin sein Wunschdenken geäußert ;). Möchte man nämlich Bioethanol produzieren, ist ein hoher Glutengehalt hinderlich. Ehrlich gesagt, denke ich nicht, dass das stimmt.


Damit es nicht verdaut wird, hat das Korn einen Fraßschutz, die dicke Hülle um das Korn. Und dieser Fraßschutz soll die Verdauung verhindern, in dem es Enzyme enthält, die Verdaungsenzyme behindern.

Das ist ja fast schon niedlich geschrieben ;).
Fraßschutz und die Inhibitoren der Verdauungsenzyme sind allerdings fast zwei paar verschiedene Schuhe.
Der Fraßschutz ist überwiegend ein Schutz vor Insekten und weniger für Säugetiere. Die Inhibitoren selbst sind keine Enzyme, sondern sie inhibieren Enzyme – die, die Samia auf Seite 1 aufgeführt hat.

LG, Seele

Samia
06.08.09, 16:03
Aber so richtig den Geschmack... ich vermisse Erdbeerkuchen und Brötchen massiv :mad:
Inzwischen esse ich übrigens jeden Morgen die glutenfreien Kaisersemmeln und für den Erdbeerkuchen haben wir so glutenfreie Törtchen selbst belegt.
Ich denke nächstes Mal kommt dann auch noch Pudding drunter wie bei dem, den man kaufen kann.

LG
Samia

Fjord
06.08.09, 18:49
spannendes Thema :).

Neben Gluten sind im Vollkorn noch weiter schädliche Antinutrienten enthalten, die die Darmwand schädigen und somit durchlässig für Bakterien machen. Je nach Disposition kann es dann zu den Ausbruch von Autoimmunerkrankungen kommen.

Sehr gut beschreibt das Loren Cordain in seinem Buch : "Das Getreide zweischneidiges Schwert der Menschheit".

LG; Fjord

Samia
06.08.09, 18:52
Hallo Fjord, finde ich auch!

Welche weiteren Antinutrienten sind das denn? Seele will das bestimmt auch wissen.

LG
Samia

Michael D'Angelo
06.08.09, 20:23
:biggrin:
Das ist ja fast schon niedlich geschrieben ;).
Fraßschutz und die Inhibitoren der Verdauungsenzyme sind allerdings fast zwei paar verschiedene Schuhe.
Der Fraßschutz ist überwiegend ein Schutz vor Insekten und weniger für Säugetiere. Die Inhibitoren selbst sind keine Enzyme, sondern sie inhibieren Enzyme – die, die Samia auf Seite 1 aufgeführt hat.

LG, Seele

Hallo Seele!

Danke für die Aufklärung!

Ich habe mir ganz allgemein diesen "Fraßschutz von Pollmer" gemerkt.
Du kannst natürlich auch genauer für uns sagen: Verdauungsschutz! Aber Pollmer redet auch von Enzymen im Körn, die die verdauung behindern, da erinnere ich mich genau. Nunja, mir egal.
Auf alle Fälle will das Korn nicht verdaut werden und das bereitet den allermeisten Menschen einfach Probleme, wie massive Blähungen und Durchfall.

Und dann ist es einfach logisch, daß es mit Gesundheit des Vollkorns doch massive Grenzen gibt.

Ich vertrage es definitiv nicht so gut, wenn ich es öfters esse!

Was nach meiner Meinung besonders empfehlenswert wäre, wenn man sich als eigener Biogasproduzent als die Städtische Gassystem anschließen will: Das Essen von zuvor in Wasser gequollenem und hinterher kurz angebrantenem Vollkornetreide!!!

Mein Gott!!! Die Wirkung ist durchschlagend! Man könnte damit wirklich sein Geschäfte damit machen, wenn man sich als Biogaslieferant selber betätigt!!!


Liebe Grüße

Michael D'Angelo

Fjord
06.08.09, 21:57
Welche weiteren Antinutrienten sind das denn? Seele will das bestimmt auch wissen.

Hallo Samia,

folgende Antinutriente nennt Cordain in seinem Buch:

- Alkylresorcinole
sind Phenolverbindungen, von denen Roggen (97mg pro 100mg meist enthält, gefolgt von Weizen (67mg pro 100mg). Kleiner Mengen kommen in anderen Getreiden vor (Hafer, Hirse, Mais) . Die Substanzen befinden sich konzentriert in den Schalen.Vormutet wird auch hier, dass sie Krankheiten abwehren sollen.

mögliche gesundheitliche Auswirkungen:
Veränderungen der Durchlässigkeit von Zellmembranen der roten Blutkörperchen und Liposome (Fettkörperchen, das dem Nährstoffttransport durch die Zellmembranen dient)

Es haben bisher aber Experimente stattgefunden, um festzustellen, ob durch Verzehr von Vollkorngetreide aufgenommene Alkylresorcinole entzündungsfördernde Wirkungen dieser Art beim Menschen auslösen.

- Alpha-Amylase-Hemmer
Es gibt verschieden Alpha-Amylase-Hemmerim Getreide. Sie sind spalten Stärke und Glykogen.
Sind auch als starke Allergene bekannt. (z.B. Bäckerasthma)


- Protease-Hemmer
sind Proteine, die bestimmte Enzyme an der Spaltung von Eiweissen hindern könne, sind im Reich der Pflanzen weit verbreitet, besonders unter Hülsenfrüchten.
Auch hier besteht die Hauptaufgabe Fressfeinde abzuwehren, die Art zu erhalten.
Es gibt auch Hinweise nützlicher Wirkung, etwa die Hemmung von Tumorwachstums.

- Lektine (u.a.Gluten)
Proteine, binden Moleküle die Kohlenhydrate enthalten.
Sind enthalten in Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais und Reis, aber nicht in Sorghum und Hirse.
Alle Lektine binden sich im Darm am Bürstensaum(Dünndarmepithel, Zellauswüchse, die der Oberflächenvergrösserung der Dünndarmhaut dienen).
Es kommt zur VErhinderung der Nährstoffaufnahme aus dem Nahrungsbrei und es verändert die Darmflora, sowie den Immunstatus des Darms.

aus dem Buch "Getreide" , nur ein paar Anhaltspunkte.

LG, Fjord

Samia
06.08.09, 22:01
Schön :) - vor allem gleich die Verbindung mit den AI, die finde ich für mich so wichtig. Nachdem ich da schon bald am Sammeln bin...

Die ersten drei sind ja schon aufgeführt, aber viel kürzer. Die Lektine stehen noch nicht da, ich vermute mal dass die vielleicht zu diesen NSP gehören mit Glucanen und so?

LG
Samia

Fjord
06.08.09, 22:50
Hallo Samia, ob NSP zu den Lektinen gehört ? Dazu schreibt Cordain nichts.

Was ich noch gefunden habe:
Im Kapitel Lektine schreibt er, da am besten untersuchte Getreide-Lektin ist das Weizenkorn-Agglutinin (WGA).
WGA kann sich an fast jede Zelle im Körper und fast jede Substanz im Raum zwischen den Zellen binden, das die zuckerspezifischen Rezeptoren beinah überall vorkommen.

Interessant für uns ist folgende Aussage:

Sobald WGA den Blutkreislauf erreicht, kann es das Hormongleichgewicht des Körpers stören, sowie Stoffwechsel und Gesundheit beeinträchtigen.

Es gibt auch ein ganzes Kapitel über AI's und Getreide. Die SD wird auch erwähnt.

Ich gehe schon lange davon aus,dass Gluten AI's triggern. Wenn dann weitere genetische Dispositionen und Infektionen hinzukommen, dann brechen häufig AI's aus. Bei mir war's zumindest vor Jahrzehnten so mit dem Rheuma.

LG, Fjord :)

Seele
07.08.09, 00:01
Also Lectine gehören nicht zu den NSP, weil sie Proteinverbindungen sind, also eine ganz andere Stoffklasse, auch wenn sie einen Zuckerrest besitzen können.

Dass Lektine in relevanten Mengen in Getreide enthalten sind, ist mir neu. Ich kannte sie nur aus den Leguminosen bzw. Hülsenfrüchtlern (Bohnen etc.)

http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=179

Das habe ich gerade gefunden und nur kurz überflogen, fand es jedoch interessant, dass auf Cordain Bezug genommen wird und die Sache von der anderen Seite her kritisch "beleuchtet" wird.

LG, Seele

Versatile
08.08.09, 09:08
Huuh, das klingt ja alles sehr wissenschaftlich, aber dennoch ein sehr spannendes Thema, mit dem ich mich z. Zt. auch befasse.

Da ich im Moment wieder eine für mich neue Entdeckung bezüglich Ernährung gemacht habe interessiert mich mal, wie es mit anderem Getreide, bzw. "Getreideersatz" aussieht, z.B. Buchweizen.

Habe in einem Buch gelesen, daß Übergewicht meistens durch Mangelernährung auftritt, weil man sich von zu vielen raffinierten Produkten ernährt, wie eben Auszugsmehl und Zucker usw.....
Dort wird zu Frischkost geraten, unter andrem auch zu gequollenem Brei aus Getreide, da er viele Mineralien enthält. Man solle ihn täglich verzehren.
Nun möchte ich nicht unbedingt ganze Körner verspeisen, eben wegen dem Gluten und den oben genannten Bedenken bezüglich der unverdaulichen Enzyme usw....
Aber was ist eigentlich mit: Buchweizen, Hirse, Amaranth, Quinoa?
Meint ihr, diese Sorten könnte man durchaus auch ungekocht (nur eingeweicht) verzehren?

Liebe Grüße
Versatile

Seele
08.08.09, 09:42
Hallo Versatile,

Gluten enthalten die von dir genannten Sorten ja nicht, aus dieser Sicht dürfte das gehen.

Was spricht denn dagegen, die Körner zu kochen? Solange du das Kochwasser nicht wegschüttest, bleiben zumindest die Mineralien enthalten, der Rest ist dann eben etwas thermisch geschädigt, um es lapidar auszudrücken.

Ansonsten würde ich sagen, dass du es einfach ausprobierst und schaust, ob es dir bekommt. Wenn es das gibt, würde ich allerdings die ungespelzte Variante wählen.

Noch eine Frage: Schmeckt und riecht gekochter Amaranth auch muffig und nach Keller?

Liebe Grüße
Seele

Versatile
08.08.09, 09:51
Hallo Seele,

danke dir für die Info.

Bei der empfohlenen Kost geht es darum, mindestens 1/3 seiner täglichen Nahrung so unverarbeitet wie möglich zu essen, eben weil dann alle guten Sachen noch enthalten sind und man dadurch sein Nährstoffdefizit wieder auffüllen kann.
Beim Buchweizen klappt das ganz gut, wenn man ihn über Nacht in kaltem Wasser einweicht (das möglichst so bemessen ist, daß man nichts weggiessen muß). Er ist zwar noch kau-intensiv, aber mit einem Schuß Sahne und Zimt schmeckt's sogar ganz gut und macht satt.

Bei Hirse ist das schon etwas anders ... die mag ich zwar gekocht sehr gerne, aber ich fand sie kalt eingeweicht eher nicht genießbar. Ich denke, bei Hirse werde ich wohl doch auf die gekochte Variante ausweichen, zumal die ja auch nicht ewig köchelt sondern nur kurz aufgekocht wird und dann nur noch ohne weitere Hitzezufuhr aufquillt.

Amaranth habe ich bisher noch nicht gekocht, kann leider nichts sagen ob's nach Keller schmeckt. ;)

Liebe Grüße
Versatile

Seele
08.08.09, 10:03
Ist es denn nicht so, dass gegarte, nicht totgekochte, Lebensmittel viel bekömmlicher sind und für den Körper auch besser verwertbar, weil sie teilweise schon aufgeschlossen sind? Ich stelle mir das immer ähnlich zu den fettlöslichen Vitaminen vor. Davon kann ich so viele essen, wie ich mag, wenn das Fett fehlt, werden sie auch nicht aufgenommen.

Nicht dass Rohkost schlecht ist, 1/3 klingt zunächst auch nach nicht so viel, doch ich kann mir nicht vorstellen, dass das so einfach funktioniert, wie es dort beschrieben wird.
Du kannst uns ja mal berichten, wenn du Erfolge erzielst oder hast du gerade erst damit angefangen?

LG, Seele

Versatile
08.08.09, 10:22
Hallo Seele,

Du hast Recht, ich war bisher auch eher skeptisch der Rohkost gegenüber.
Es gibt sogar welche die behaupten, daß "militante" Rohköstler enorme Probleme bekommen können, sogar Leberschäden durch Fuselalkohole die sich durch Gärung roher Nahrung im Darm bilden. Wow.

Fakt ist, daß ich abends keine rohen Sachen wie Obst oder Salat vertrage, und gegartes Gemüse ist tatsächlich besser verdaulich.
Es ist aber wohl auch so, daß halt beim rohen Gemüse deutlich mehr Vitalstoffe erhalten sind, vor allem die Vitamine die hitzeempfindlich sind.
Ich denke, da bleibt wirklich nur, es auszuprobieren und für sich selbst herauszufinden.
Mein Plan ist, morgens einen dieser Frischkornbreie mit den von mir genannten Sachen zu essen, mittags dann die rohen Sachen (zubereitet mit gutem Öl) und abends kurz gegartes Gemüse.

Aaaaber ... momentan hapert es noch stark an der konsequenten Umsetzung, und die "guten" Mahlzeiten gönne ich mir eher sporadisch als regelmäßig. :redface:
Habe dazu auch im Metabolic-Typing-Thread geschrieben.

Nun denn. Wenn ich es irgendwann schaffe mit der Disziplin und Erfahrungswerte habe, berichte ich auf jeden Fall davon.

Liebe Grüße
Versatile

Heiderose
08.08.09, 12:29
Hallo Versatile,


sogar Leberschäden durch Fuselalkohole die sich durch Gärung roher Nahrung im Darm bilden. Wow.

Ich gehe regelmäßig in ein Vollwertrestaurant zum Essen und habe dort eine Ärztin, die sich vor 20 Jahren als HP selbständig gemacht hat kennengelernt.
Und auch die hat genau den Satz, den Du geschrieben hast so artikuliert und auch heftig mit den Männern am Tisch diskutiert, die alle von ihrem gesunden Morgenmüsli sprachen. Ich glaube aber, sie hat es eben auch in Verbindung mit Obst gemeint, denn dann gärt das ganze noch mehr.

Ich vertrage fast gar keine rohen Salate und esse immer nur gekochtes Gemüse. Auch wenn es nicht soviele Vitamine hat, es muss mir schon gut gehen dabei.

Liebe Grüße
Heiderose

Susanne E.
08.08.09, 13:16
hier nochmal ein interessanter Link zum Thema TCM Rohkost, Verdauungsbeschwerden und Gesundheit: http://members.chello.at/reni/nahrung/rohkost.htm

Ich kann aus meinen eigenen Erfahrungen bestätigen, dass Vollkorn, Rohkost etc. in größerem Ausmaß nicht jedem Menschen gut tun, im Gegenteil. ich esse mittlerweile nur noch das, was mir schmeckt und bekommt und nicht das, was irgendwelche "Hinze" und "Kunzes" als allgemeingültig gesund propagieren. Das Geschehen ist so komplex und hängt mit so vielen eigenen Faktoren zusammen, dass eigentlich nur jeder für sich selbst die geeignete Ernährung herausfinden kann. Ich esse z.B. sowohl selbst gemachtes Müsli mit saisonalem Obst wie auch mein Baguettebrot oder Vollwertbrot etc. Eigentlich esse ich alles wonach mein Körper Appetit hat und wenn es ihm dann bekommt ist es für mich richtig.
Ich fahre damit sehr gut. Habe Normalgewicht 63 kg bei 165 cm Größe, keine Verdauungsprobleme etc. Meine ganzen Ernährungsbücher, die ich seit zig Jahren gesammelt habe, kann ich eigentlich mehr oder weniger in die Tonne kloppen, denn keine Ernährungsform hat langfristig das gehalten, was versprochen wurde:(. Ich höre nur noch auf mich selbst und meinen Körper und alles andere tangiert mich nicht mehr.

LG
Susanne E.

Versatile
10.08.09, 09:32
Hallo Susanne,

das klingt wirklich super was Du schreibst. Du scheinst einen guten Instinkt zu haben für die für Dich richtige Nahrung, und der Erfolg gibt Dir ja anscheinend recht. :)

Auf dieser Erkenntnis basiert ja auch das Metabolic Typing, wo individuell rausgearbeitet wird für den einzelnen, was er essen und was er lassen sollte.
Hätte jeder ein natürliches Gespür dafür, dann wäre so eine Methode wohl überflüssig. Ich fürchte nur, daß bei vielen dieses Gespür abhanden gekommen ist - bei mir anscheinend auch, weil mein Körper vermehrt nach Eis, Kuchen und Süßigkeiten verlangt .... und das kann irgendwie nicht richtig sein :(
Wäre vielleicht interessant herauszufinden, was dahinter steckt, was dem Körper fehlt, weil er nach diesen Dingen giert.
Ich bin auch dabei herauszufinden, was mir tatsächlich bekommt und was mein Körper wirklich braucht, und dabei helfen mir manche Bücher schon.
So z.B. das Buch von Dr. Bruker, das mir sehr einleuchtet, denn er schreibt, daß Übergewicht meistens ein Zeichen für Mangelernährung ist, weil man über lange Zeiträume in erster Linie "tote" Nahrungsmittel gegessen hat.
Und das trifft bei mir leider zu .....

Ich habe das Gefühl, daß durch die ganze sch*** Industriekost bei mir alles durcheinander geraten ist und sich Defizite gebildet haben, die dringend aufgefüllt werden müssen.
Deshalb ist mein oberstes Credo: Back to nature! ;)
Denn ich glaube, wenn ich mich endlich wieder "natürlich" ernähre, ohne stark verarbeitete Lebensmittel und ohne Zusatzstoffe, dann wird sich langfristig auch wieder das Gespür für die für mich passende Nahrung einstellen.
Irgendwie glaub ich, wenn erst mal der ganze Wohlstandsmüll aus meinem Körper ist, wird sich alles wieder einpendeln. Für mich ist natürlich auch das Gewicht (will mind. 15 kg weniger haben) irgendwie wichtig, aber in erster Linie geht es mir darum, wieder fit und gesund zu werden und mich in meinem Körper wohl zu fühlen.

Übrigens finde ich interessant daß Bruker schreibt, daß sich durch diese Art von Kost jedes Gewicht wieder einpendelt - auch das bei untergewichtigen.
Der Körper reguliert sich dadurch selber und gleicht sowohl nach unten als auch nach oben das Gewicht aus.

Was ich auch noch gut finde ist, daß er nicht pauschal von einem Idealgewicht spricht, sondern auch verschiedene Körperbau-Typen betrachtet. Das was die meisten Ernährungsberater einem sagen ist viel zu pauschal und norm-mäßig, so wie eigentlich alles heutzutage.

Liebe Grüße
Versatile

Samia
10.08.09, 11:12
@Susanne: Wie gehst Du dabei mit Süßem um, wenn Du darauf Lust hast? Schließt Du das von Vorneherein aus oder klappt es auch dabei?

Ich kenne Leute, die können das. Sie essen selten Süßes, brauchen es dann auch und es ist kein Problem.

Ich habe irgendwie den ganzen Tag nur Bedarf nach Süßigkeiten und schnellen Kohlenhydraten - ich denke aus hormonellen Gründen. Wenn ich mich danach ernähren würde, ich kann mir nicht vorstellen, dass das gut wäre?

LG
Samia

Seele
10.08.09, 11:42
Samia, mir geht es genauso und ich kenne solche Menschen auch, bei denen es klappt, dass sie einfach nur nach Bedarf essen.

Ich muss es für mich leider von vornherein ausschließen.

LG, Seele

Samia
10.08.09, 11:48
Hallo Seele :)

Mein Gedanke ist halt, wenn ich Süßigkeiten und schnelle KH von vorneherein ausschließe, und mich bei dem Rest danach richte? Ich denke manchmal, dass wir von Natur aus einfach nicht so auf die Süßigkeiten ausgerichtet sind, und dass es nur bei denen nicht klappt.

Wobei es ja auch so ist, dass ich jahrzehntelang eine Sucht nach Milch hatte, und dabei gerade Milch nicht vertrug.
Bei allem was ich jetzt so gerne esse, wie zur Zeit Paprika, frage ich mich erneut, ist das wieder so eine Form von Sucht auf etwas, das ich eigentlich nicht vertrage, oder etwas das ich brauche? :confused:

PS: Bei Gluten hat es übrigens gepasst, seit meiner Kindheit "suche" ich nach glutenfreien Produkten und mag es ohne.

sola
10.08.09, 11:58
Ich habe irgendwie den ganzen Tag nur Bedarf nach Süßigkeiten und schnellen Kohlenhydraten - ich denke aus hormonellen Gründen. Wenn ich mich danach ernähren würde, ich kann mir nicht vorstellen, dass das gut wäre?

LG
Samia

Hallo Samia,

hast du schon einmal versucht für 1-2 Tage komplett auf Kohlehydrate zu verzichten, bzw diese stark einzuschränken?

Normalerweise habe ich genau dein Problem, also ständig Hunger auf Süßes. Für mich bringt es die Wende (experimentiere aber erst seit 2 Wochen damit), wenn ich mich eiweißreich (Fleisch, Milchprodukte, Eier, Fisch) + viele Obst und Gemüse und eben kohlehydratarm ernähre. Allso sozusagen im weitesten Sinne nach LowCarb, Atkins, LOGI, Glyx oder wie auch immer man das nennen mag.
Ich bin lange satt, zufrieden, kein Heißhunger mehr und etwas abgenommen habe ich auch. Für mich ist das ziemlich verblüffend, dass das einmalige weglassen von Kohlehydraten am Morgen dafür sorgt, dass ich bis mittags satt bin und man gar nicht erst in diesen Teufelskreis aus Kohlehydrate/Zucker - Insulin - Unterzuckerung - Heißhunger - wieder Süßes - usw,usw gerät.

Bin gespannt, ob das wohl für mich auf dauer die Lösung sein könnte.

LG
Sola

Samia
10.08.09, 12:38
Hallo Samia,

hast du schon einmal versucht für 1-2 Tage komplett auf Kohlehydrate zu verzichten, bzw diese stark einzuschränken?

Normalerweise habe ich genau dein Problem, also ständig Hunger auf Süßes. Für mich bringt es die Wende (experimentiere aber erst seit 2 Wochen damit), wenn ich mich eiweißreich (Fleisch, Milchprodukte, Eier, Fisch) + viele Obst und Gemüse und eben kohlehydratarm ernähre. Allso sozusagen im weitesten Sinne nach LowCarb, Atkins, LOGI, Glyx oder wie auch immer man das nennen mag.
Ich bin lange satt, zufrieden, kein Heißhunger mehr und etwas abgenommen habe ich auch. Für mich ist das ziemlich verblüffend, dass das einmalige weglassen von Kohlehydraten am Morgen dafür sorgt, dass ich bis mittags satt bin und man gar nicht erst in diesen Teufelskreis aus Kohlehydrate/Zucker - Insulin - Unterzuckerung - Heißhunger - wieder Süßes - usw,usw gerät.

Bin gespannt, ob das wohl für mich auf dauer die Lösung sein könnte.

LG
Sola
Hallo Sola :)

Da bin ich ja auch gespannt!

Was isst Du denn am Morgen? Und was für ein Typ bist Du, dieser Sympathikus-Typ auch?

Ich versuche gerade so eine Art Schlank im Schlaf, mit morgends vielen Kohlenhydraten, mittags wenig und abends keinen nach Möglichkeit. Allerdings habe ich das jetzt mit meinem Diabetes noch nicht so richtig aufgefangen und dadurch gerade nachmittags und abends mehr Unterzuckerungen und muss dann eben etwas Süßes essen, aber das ist ja ein lösbares Problem mit richtiger Einstellung.

Ich habe morgends normal gar keinen Hunger und weiß nicht, ob ich da Fleisch und Eiweiß hinunterkriege? Außerdem merke ich auch, wenn ich morgends nichts esse, also gar nichts (ich habe ja auch keinen Hunger), dass es dann abends besonders schlimm ist mit der Sucht nach Süßigkeiten.

Es gab mal eine Zeit vor Hashi, da habe ich arbeitsbedingt jeden Morgen gut gefrühstückt, mit 2 Brötchen und so weiter, bis ich satt war, viele KH. Zu der Zeit habe ich ganz von alleine abgenommen.

Woher weiß ich, ob ich morgends ganz verzichten sollte? Mein DiaDoc meinte auch, dass morgends KH wichtig seien, ich weiß allerdings nicht wieso.

Ansonsten versuche ich übrigens genau diese Mischung wie Du schreibst, wie auch immer man sie nennen soll *g*, LowCarb eben.

LG
Samia

Susanne E.
10.08.09, 14:34
@versatile und samia

Hallo,

also ich gehe das Ganze schon seit geraumer Zeit nicht mehr so wissenschaftlich an:rolleyes:.
Wie gesagt, jeder Mensch ist ganz individuell und ich denke, was auf den einen passt, passt auf den anderen noch lange nicht. Egal was Bruker, Strunz, Sautter, Lutz, Despeghel und wie sie alle heißen, sagen. Es gibt mit Sicherheit Erkenntnisse, die auf viele zutreffen, aber man sieht es ja auch hier im Forum, dass nicht alle unter einen Hut passen. Egal ob das Kind "Ernährung" oder "LT-Einstellung" heißt.

Ich esse tatsächlich nur noch worauf ich Appetit habe und wenn es mir bekommt, ist es richtig. Ich esse jeden Tag mein Stück dunkle Schokolade abends zum Espresso. Samstag und Sonntag esse ich meine zwei Stücke Kuchen, ein- bis zweimal im Monat muss es eine leckere Pizza sein.
Jeden Tag trinke ich zum ganz natürlichen Nachmittagstief meinen Cappuccino und esse entweder eine Scheibe Knäcke oder eine kleine Schnitte Brot mit Bioquark (20 %) und Fruchtaufstrich oder Marmelade dazu. Ich esse jeden Tag frischen gemischten Salat und/oder knackig gedünstetes Gemüse, in kleineren Mengen Reis, Nudeln, Kartoffel. Bei Fleisch lege ich Wert auf Qualität und gebe lieber mal ein wenig mehr aus und kaufe es beim Biobauern entweder direkt oder im Vierlinden Biosupermarkt. Allerdings gibt es dreimal die Woche fleischlose Gerichte. Und wir essen hauptsächlich Abends (auch wenn das angeblich nicht gut ist, aber wir halten es eben wie die Südeuropäer;)) , Mittags mache ich mir nur ein bis zwei Scheiben gutes Brot mit gekochtem oder rohen Schinken, leckerem Käse und Tomate o.ä.
In der Woche essen mein Mann und ich Morgens unser selbst gemachtes Haferflockenmüsli mit verschiedenen Kernen und/oder Nüssen, Rosinen, ungeschwefelten Trockenfrüchten (Aprikosen, Kirschen, Cranberries etc.) und immer frischen Apfel, 1/2 Banane und ein anderes Obst je nach Saison dazu. Samstag und Sonntag gibt´s Brötchen, Rosinenbrötchen, Ei, Süßes, Aufschnitt und Käse. Wobei ich Morgensfrüh eher die "Süße" bin. Freitag bis Sonntag gibt es dann abends auch noch Salzstangen oder auch mal Käsestangen dazu. Allerdings kann ich mich hier auch bremsen, wenn ich an meine Gesundheit und Aussehen denke.

So, das war mal ein kleiner Überblick und man sieht, wir essen ziemlich normal und gut. Wir zählen weder Kalorien, noch gibt es absolut "Verbotenes" oder "schlechtes Gewissen", weil wir z.B. Butter essen etc. Ansonsten nehmen wir bestes Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl. Für unsere asiatischen Gerichte auch noch Erdnuss- und Sesamöl.

Allerdings bewegen wir uns auch anständig. Nicht zu viel und nicht zu wenig, aber jeden Tag jeder von uns 1 1/2 Stunden guten Schrittes bei Wind und Wetter mit dem Hund unterwegs, 2 x Kieser Training, mein Mann 2 x 10 km Joggen und Volleyball, ich 2 x Ergometertraining. Das dürfte dann für zwei Mitte Fünfzigjährige reichen, dass man eine gute Alltagsfitness behält. Ich bin übrigens nicht dünn und habe Kleidergröße 40 (manchmal je nach Schnitt nehme ich auch 42). Trotzdem sieht meine Figur und für ihr Alter (56)noch relativ straff und gut proportioniert aus. Und nicht zu unterschätzen, dies bei genussvollem Essen ohne größeren Verbote. Mein Mann hätte allerdings auch nichts daran auszusetzen, falls ich zulegen würde. Er mag Frauen mit Körper. Er steht auf dem Standpunkt, Frau kann auch mit größerer Kleidergröße gut aussehen, wenn sie gepflegt, richtig angezogen, Ausstrahlung hat und authentisch zu sich steht;). Miesepetrige Frauen, die nur an der Rohkost knabbern, ständig von Diäten und "zu viel essen" jammern und jeden schief anschauen, der genießen kann und (oh Graus) mehr als 38 trägt sind bei uns absolut out.

Ich weiß übrigens wovon ich rede, denn ich bin selbstständig in der Schönheits- und Wellnessbranche tätig.

LG:)
Susanne

Samia
10.08.09, 14:55
*seufz*

Das klingt ja wie eine Traumvorstellung :)

sola
10.08.09, 14:59
@versatile und samia

Hallo,

also ich gehe das Ganze schon seit geraumer Zeit nicht mehr so wissenschaftlich an:rolleyes:.
Wie gesagt, jeder Mensch ist ganz individuell und ich denke, was auf den einen passt, passt auf den anderen noch lange nicht. Egal was Bruker, Strunz, Sautter, Lutz, Despeghel und wie sie alle heißen, sagen. Es gibt mit Sicherheit Erkenntnisse, die auf viele zutreffen, aber man sieht es ja auch hier im Forum, dass nicht alle unter einen Hut passen. Egal ob das Kind "Ernährung" oder "LT-Einstellung" heißt.
...


LG:)
Susanne

Genau, so wissenschaftlich, dogmatisch, angestrengt und bierernst gehe ich das auch nicht an.
Es ist einfach ein Versuch ob evt. für mich eine kohlehydratarme Ernährung passig sein könnte oder nicht und seltsamerweise ist es für mich scheinbar wirklich so, dass diese ständige Gier (ja, wirklich Gier!:rolleyes:) nach Süßem durch eiweißreiches kohlehydratarmes Essen verschwindet.

@samia: Was meinst du mit Sympathikus-Typ?
Ich wache morgens schon immer hungrig auf, muss auf jeden Fall dann was essen. Bisher habe ich morgens immer Vollkorn-Flakes mit Milch gegessen (um 6:30 Uhr). Um 8:00 war ich dann schon wieder leicht hungrig, zumindest so ein nagendes Appetitgefühl.
Zur Zeit esse ich morgens eine große Portion Quark mit Obst und das reicht dann problemlos bis zum Mittag um 11:30 Uhr.

Für mich ist es zur Zeit auf jeden Fall OK fast ganz und gar auf Brot und Co. zu verzichten, nur ab und an ein bisschen Reis, Kartoffel, Nudeln.
somit stellt sich die Vollkorn-nicht-Vollkorn-Frage, um die es in diesem Thread ja eigentlich geht, gar nicht :biggrin:

Finde übrigens einen Restaurantbesuch gar nicht sooo schwierig, oft gibt es doch ohnehin eher fleischlastige Gerichte und die "Sättigungsbeilage" bleibt dann einfach liegen. Letzte Woche habe ich das erste Mal seit langem bei einer Grillparty so richtig zugelangt, alle Salate außer den Nudel-, bzw. Kartoffelsalaten durchprobiert, Unmengen an Käse, Tomate-Mozzarella und Grillgut verspeist. Beim Grillen habe ich sonst immer nur wenig Fleisch, aber dafür reichlich Brot und andere kohlehydrathaltige Beilagen gefuttert. Da hatte ich eher das Gefühl, mich einzuschränken als jetzt.

Die Frage bleibt für mich im Augenblick, ob so eine Ernährung, die in unserem Kulturkreis eher unüblich ist überhaupt (auch mit Familie) dauerhaft funktioniert.

Das Schlank-im Schlaf-Konzept wäre für mich, denk ich, ungeeignet, weil es so zu sein scheint, dass ein kohlenhydratreiches Frühstück bei mir dazu führt, dass ich den ganzen Tag mehr esse, als mir gut tut (oder zumindest ständig etwas essen wollen würde und mich zurückhalten müsste).

LG
Sola

sola
10.08.09, 15:04
Halo Samia,


Hallo Sola :)


Woher weiß ich, ob ich morgends ganz verzichten sollte? Mein DiaDoc meinte auch, dass morgends KH wichtig seien, ich weiß allerdings nicht wieso.

Ansonsten versuche ich übrigens genau diese Mischung wie Du schreibst, wie auch immer man sie nennen soll *g*, LowCarb eben.

LG
Samia

Hängt das vielleicht mit deinem Typ-I-Diabetes zusammen? Weiss gar nicht, wie das da mit LowCarb ist...Der Insulinbedarf müsste bei LowCarb ja extrem sinken.
Tja, weiss auch nicht..

LG
Sola

Samia
10.08.09, 15:11
Sympathikus-Typ hat letztens jemand geschrieben http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?p=1876166&postcount=71 - also hohes Adrenalin und Noradrenalin, Stress-Typ, Insulin geht hoch, dadurch viel Gier nach Zucker - so stelle ich mir den vor. Weiß aber nicht wie der offiziell funktioniert.

Bei mir ist es eher so, dass wenn ich morgends genug KH habe und dann mittags EW und F, dann ist die Gier weg. Nur noch bei Unterzuckerungen habe ich Heißhunger, was ja sinnvoll ist.

Was mir zu schaffen macht, ist das Gefühl von der Psyche, "Diät" zu halten wenn ich irgendwie so esse nach Vorgaben, mich einschränken zu müssen. Das macht mir Existenzängste und dann will ich dauernd zur Sicherheit essen. Ich glaube das hängt damit zusammen, dass ich durch meine jahrzehntelang unentdeckte Laktose- und Glutenintoleranz immerzu Mangelzustände hatte und damit wirklich eine Existenzbedrohung bestand. Und dann hatte ich auch noch früher diese übliche Diätlaufbahn mit übertrieben abnehmen, im Mangelzustand allerorten zu sein und dann ordentlich Jojo. Früher habe ich durch jede Diät ordentlich zugenommen.
Das kriege ich nicht geregelt, deshalb versuche ich normalerweise auch nie Diät zu halten und mich an mein Körpergefühl zu halten. Klappt nur überhaupt nicht mehr und ich rolle durch die Gegend. Ich suche nach dem hormonellen Gleichgewicht und achte auf Bewegung so gut es geht, aber es hilft nicht.

Das Thema Vollkorn sollte ich wohl jetzt wirklich noch ins Spiel bringen aber durch meine glutenfreie Diät kann ich da im Moment auch nicht so viel mitreden. Ich habe jedenfalls für meine Familie jetzt wieder vermehrt auf Nicht-Vollkorn umgestellt zu aller Begeisterung ;)

LG
Samia

Samia
10.08.09, 15:23
Hängt das vielleicht mit deinem Typ-I-Diabetes zusammen? Weiss gar nicht, wie das da mit LowCarb ist...Der Insulinbedarf müsste bei LowCarb ja extrem sinken.
Bzw. sich verändern, denn auch das Eiweiß wird dann zu Kohlenhydraten umgebaut, und auch Fett braucht Insulin. Die Einstellung muss angepasst werden, aber das ist machbar.

Ich denke auch dass es wegen Typ 1 ist. Low Carb geht wohl, aber aus irgendeinem Grund könnten KH morgends wichtig sein. Ich werde nochmal nachfragen :)

LG
Samia

Samia
10.08.09, 15:25
Ist eigentlich auch Vollkornreis entsprechend ungesünder und hat einen solchen Fraßschutz? :confused: Gluten fällt da ja schon einmal weg.

Susanne E.
10.08.09, 16:06
*seufz*

Das klingt ja wie eine Traumvorstellung :)


Samia, der Weg zu dieser "Erkenntnis" war aber trotzdem ganz schön weit und lang und von vielen Misserfolgen begleitet:rolleyes:. Irgendwie bin ich nur dahin gekommen, weil ich mich intensiv und konstruktiv mit dem "Älterwerden" beschäftigt habe, ohne einem Jugendwahn anheim fallen zu wollen. Und da ich in meinem Beruf so genannt "ganzheitlich" arbeite, muss ich mich mit solchen Sachen allein schon professionell auseinandersetzen.

LG:)
Susanne

Susanne E.
10.08.09, 16:17
[QUOTE]Genau, so wissenschaftlich, dogmatisch, angestrengt und bierernst gehe ich das auch nicht an.
Es ist einfach ein Versuch ob evt. für mich eine kohlehydratarme Ernährung passig sein könnte oder nicht und seltsamerweise ist es für mich scheinbar wirklich so, dass diese ständige Gier (ja, wirklich Gier!:rolleyes:) nach Süßem durch eiweißreiches kohlehydratarmes Essen verschwindet./QUOTE]


Versuch macht klug, Sola:).

Ohne Versuche geht es natürlich nicht, nur so kann man herausfinden, was zu einem passt und auch noch langfristig (ist das Schlüsselwort;))wirkt. Insofern ist das Studieren der Thesen der einzelnen Ernährungsgurus wirklich sinnvoll. Irgendwann merkt man dann hoffentlich, dass es keine allgemeingültige Ernährungsform für jeden gibt und fängt wieder an, sich von Ernährungsdogmen zu befreien.

Es gibt nichts Ungünstigeres fürs Abnehmen als Stress und ein schlechtes Gewissen sowie Verbote:sad:.

LG
Susanne

Versatile
10.08.09, 16:21
Hallo Susanne,

die Beschreibung Deines Eßverhaltens klingt super - da will ich auch mal hin. ;)

Problem bei mir ist halt, daß ich noch am ausprobieren und "rumeiern" bin - weniger, um irgendwelche Ernährungsphilosophien aus Büchern umzusetzen, sondern eher, um mein persönliches Wohlfühl-Essen zu finden.

So habe ich z.B. schon gemerkt, daß für mich einfache Kohlenhydrate nicht gut sind, ich von zu viel Süßem oder Kuchen Herzrasen bekomme teilweise, sowie Blähungen und weiteren unstillbaren Heißhunger auf noch mehr KHs...
:(
Oder Rohkost (Salat) am Abend bekommt mir überhaupt nicht, daher esse ich rohes Obst und Gemüse eher am Mittag.

Beim lesen der verschiedenen Bücher geht es mir nicht darum, mich sklavisch an die Vorgaben zu halten, dafür sind mir die meisten viel zu einseitig und dogmatisch (vor allem Atkins .... das viele Fleisch, Fisch und Eier ...würgs).
Ich interessiere mich halt für die verschiedenen Denkansätze, Theorien und Erkenntnisse der diversen Methoden, und gepaart mit meinen persönlichen Vorlieben, Abneigungen und Schlussfolgerungen will ich mir meine ganz eigene Wohlfühlkost kreieren, mit der ich auf Dauer gut leben kann.
Dazu gehören für mich auch Ausnahmen, wie die von Dir beschriebene Pizza, weil ich mir halt auch denke: die Dosis macht das Gift!

Ich hab schon so meine Ideen und Vorsätze, im großen und ganzen esse ich auch gute Sachen - mittlerweile kaum noch Wurst und Fleisch (weil das für mich auch mittlerweile ethisch igitt ist, wie diese Sachen "produziert" werden - immerhin geht es hier um Lebewesen, aber das ist ein anderes Thema), viel Gemüse, gute Öle (auch verschiedene für kalte Gerichte und z.B. Erdnußöl zum braten), keine künstlichen Süßstoffe, keine Cola (aber mal ein Glas wenn ich ausgehe ist ok), kaum noch Nudeln, eher Hirse statt Reis, usw.....

Das einzige Problem das ich noch habe ist, daß ich im Moment so einen Schmacht auf Süßes habe, daß ich mehrmals in der Woche Keks- und Eis-Orgien feiere und insgesamt wieder viel zu viel Süßkram und fast täglich Brötchen mampfe.
Wenn ich diesen Teufelskreis einmal durchbrochen habe ist es gut. Aber dazu muß ich erst mal diese suchthaften Anfälle überwinden. :redface:

Im übrigen finde ich Größe 40 super, wenn ich schon 42 hätte wär ich happy.
Bei mir sind es 2-3 Größen mehr, Oberbekleidung 44, Hosen usw. eher 46 .... :sad: Und insgesamt fühl ich mich halt so aufgedunsen, daß ich mich nicht wirklich wohl fühle und auch im dicken Sommer in meiner ollen Jeans rumlaufe, da sie mir bequem passt und ich mich in allem kurzen super unwohl fühle.
Aber auch insgesamt hab ich halt das Gefühl, daß meinem Körper gewisse Stoffe fehlen und ich ihn einfach viel zu lange mit Junk-Food zugemüllt habe bis vor einigen Jahren. Dazu kommt vielleicht auch noch die ein oder andere Unverträglichkeit gewisser Stoffe, wie ich vermute, was die Sache nicht grade einfacher macht.
Es ist noch ein gutes Stück Weg für mich, aber immerhin bin ich schon eifrig losmarschiert. Irgendwann kriege ich die Kurve, das glaub ich schon.

Liebe Grüße
Versatile

Versatile
10.08.09, 16:30
[QUOTE]

Es gibt nichts Ungünstigeres fürs Abnehmen als Stress und ein schlechtes Gewissen sowie Verbote:sad:.

LG
Susanne

Genau das ist es. Das versuche ich auch ständig meinem Freund beizubringen, der andauernd Kalorienpolizei spielt und blöde Kommentare abgibt, sobald ich einen Happen von irgendwas esse.
Und wenn er nix sagt kommt gern mal ein vorwurfsvoller Blick von ihm. :mad:

Er gehört auch zu den Menschen, die nix süßes brauchen und locker an jeder Bäckerei und Eisdiele vorbeimarschieren können ohne mit der Wimper zu zucken. Wogegen ich sehnsuchtsvoll die dargebotenen Auslagen betrachte und geifernd vor der Scheibe stehe ..... :biggrin:

Er meint, es sei alles nur eine Frage des Willens. Aber selbst raucht er wie nurwas und jammert mir auf einem vierstündigen Flug die ganze Zeit vor, wann er denn endlich wieder seine Glimmstengel anzünden darf ....

Daß solches suchthaftes Verlangen nach Süßigkeiten nicht nur eine reine Willenssache ist kapiert er einfach nicht, dabei ist es schon in etwa vergleichbar, wenn auch nicht gerade so eine körperliche Abhängigkeit besteht wie beim Nikotin.

Naja, however, jedenfalls ist es bei mir dann schon so, daß ich heimlich nasche wenn ich alleine bin - und manchmal dafür umso mehr. Ich oute mich hier jetzt wie ein Alkoholiker, aber es ist wirklich so arg teilweise.
Ich verstecke meine Vorräte vor ihm und erfinde Ausreden, das deutet alles auf ein Suchtverhalten hin. Oh mann ... ich glaub ich geh in die Betty-Ford Klinik oder so. :sad:

Susanne E.
10.08.09, 17:06
Es ist noch ein gutes Stück Weg für mich, aber immerhin bin ich schon eifrig losmarschiert. Irgendwann kriege ich die Kurve, das glaub ich schon.

Liebe Grüße
Versatile


Hallo Versatile,

das liest sich doch schon alles prima was du schreibst:).

Im Großen und Ganzen war mein Weg dahin auch nicht viel anders als deiner. Mein Umgehen mit den verschiedenen Thesen bezüglich Atkins, aber auch Lutz, Worms etc. war genauso wie deiner. Man kann ja für sich auch viel rausholen aus diesen Büchern, wenn man sich ernsthaft damit auseinandersetzt. Und das machst du ja schon.

Also ich denke, du bist auf dem richtigen Weg:).

LG
Susanne

Hashimota
10.08.09, 17:23
Er meint, es sei alles nur eine Frage des Willens. Aber selbst raucht er wie nurwas und jammert mir auf einem vierstündigen Flug die ganze Zeit vor, wann er denn endlich wieder seine Glimmstengel anzünden darf ....


Jedem seine Sucht!:biggrin:

Versatile
10.08.09, 17:30
Danke, Susanne, das macht Mut. :)

Ich find schon ich ernähre mich größtenteils ja "korrekt", so vom Gefühl her.
Es ist nur diese seltsame Süßigkeiten-Sucht, bei diesen zwanghaften Anfällen fühle ich mich als hätte ich Bulemie - nur ohne reihern. :(

Ich hab das Gefühl, als wäre das die wichtigste Baustelle in diesem Bereich, denn irgendeinen Grund muß das haben. Es läuft total unterbewußt ab und ich bin wie ferngesteuert, nicht mehr Herrin meiner Sinne irgendwie.
Für mich geht auch nicht "kontrolliert" Süßes essen, also z.B. ein Stück Schoki oder so. Wenn ich etwas kaufe, dann wird das am gleichen Tag verfuttert, nix mit aufheben für den nächsten Tag oder gar ein paar Tage.
Wenn ich mit einem Stückchen Schokolade anfange muß die ganze Tafel dran glauben - es sei denn ich werde plötzlich klar im Kopf und schmeiße den Rest in die Mülltonne. Wenn ich sie in den Schrank lege dauert es nicht lange bis sie mir komplett zum Opfer fällt.
Scheußlich, oder? Ich leide da wirklich drunter, denn ich will mich doch auch gar nicht von dem Müll ernähren, mit dem ganzen Zeug wie Glykosesirup, gehärtetes Fett usw. der da drin ist. Aber alle Vernunft kommt nicht gegen den Suchtdruck an.

Ich gehe das Thema demnächst aber von der psychologischen Seite an und habe mich da schon nach Möglichkeiten erkundigt. Hoffe sehr, dieses quälende Verhalten bald überwunden zu haben - Spaß macht das nämlich absolut keinen.

Liebe Grüße
Versatile

Susanne E.
10.08.09, 18:20
Versatile, habe gerade noch mal gemerkt, wie komplex dieses Thema ist. Würde dir gerne antworten, fürchte aber, dass das immer ellenlange Postings werden:rolleyes:.

Wenn du möchtest, kannst du mir gerne auch per PN schreiben und wir können dort weiter diskutieren.

LG:)
Susanne

Samia
10.08.09, 19:40
Mich interessiert das aber auch sehr! *grummel*

Susanne E.
10.08.09, 21:57
Mich interessiert das aber auch sehr! *grummel*


o. k. Samia, dann machen wir weiter, aber erst Morgen;)

LG:)
Susanne

sola
10.08.09, 21:58
@Samia: kurzer Zwischenruf: Glückwunsch zum 2222sten Beitrag :cool:!

Samia
10.08.09, 22:16
Wow, was für eine hübsche Zahl!

Danke, sola :)

Und danke, Susanne ;) Freu mich *g*

LG
Samia

Susanne E.
11.08.09, 16:21
Danke, Susanne, das macht Mut.

Ich find schon ich ernähre mich größtenteils ja "korrekt", so vom Gefühl her.
Es ist nur diese seltsame Süßigkeiten-Sucht, bei diesen zwanghaften Anfällen fühle ich mich als hätte ich Bulemie - nur ohne reihern.

Ich hab das Gefühl, als wäre das die wichtigste Baustelle in diesem Bereich, denn irgendeinen Grund muß das haben. Es läuft total unterbewußt ab und ich bin wie ferngesteuert, nicht mehr Herrin meiner Sinne irgendwie.

Vielleicht kompensierst du ja auch was damit:confused:
Für mich geht auch nicht "kontrolliert" Süßes essen, also z.B. ein Stück Schoki oder so. Wenn ich etwas kaufe, dann wird das am gleichen Tag verfuttert, nix mit aufheben für den nächsten Tag oder gar ein paar Tage.
Wenn ich mit einem Stückchen Schokolade anfange muß die ganze Tafel dran glauben - es sei denn ich werde plötzlich klar im Kopf und schmeiße den Rest in die Mülltonne. Wenn ich sie in den Schrank lege dauert es nicht lange bis sie mir komplett zum Opfer fällt.

ich würde einfach mal entweder gar keine Schokolade mehr kaufen, oder wenn, dann nur 70-80 %iger kakaoanteil. So kannst du dich vielleicht erst einmal zur Hilfe ein wenig selber austricksen.


Scheußlich, oder? Ich leide da wirklich drunter, denn ich will mich doch auch gar nicht von dem Müll ernähren, mit dem ganzen Zeug wie Glykosesirup, gehärtetes Fett usw. der da drin ist. Aber alle Vernunft kommt nicht gegen den Suchtdruck an.

Nein, nicht scheußlich. Du solltest dir nicht so viele Selbstvorwürfe machen und/oder einreden lassen:rolleyes:. Das passiert anderen schließlich auch. Man muss seinen eigenen Weg finden. Ist vielleicht sehr schwer für dich, aber du bist ja schon auf dem richtigen Weg;).

Ich gehe das Thema demnächst aber von der psychologischen Seite an und habe mich da schon nach Möglichkeiten erkundigt. Hoffe sehr, dieses quälende Verhalten bald überwunden zu haben - Spaß macht das nämlich absolut keinen.

Psychologische Hilfe ist auch eine legitime Möglichkeit und ich glaube Dir, dass dich das Ganze quält. Trotzdem nicht aufgeben, denn du packst das irgendwann. Und das ist jetzt nicht nur so einfach von mir dahin geschwafelt, man merkt dein Engagement in dieser Sache und
dass du es richtig angehst:).

Liebe Grüße
Versatile

liebe Grüße zurück
Susanne

Versatile
12.08.09, 09:40
Vielen Dank Susanne,

endlich mal jemand der erkennt, daß ich gezielt an dem Problem arbeite.
Mein Freund glaubt mir das ja nie so recht und er versteht auch nicht, daß ich tatsächlich darunter leide und es loswerden will.
Er denkt immer, wenn man etwas nicht möchte, dann lässt man es halt einfach sein. Ja, einfach .... doll. :sad:

Mit dem Kompensieren hab ich mich auch schon oft gefragt und auch einige Muster entdeckt, die dahinter stecken. So ist z.B. Streß für mich absolut gefährlich, dann ist der Gang zum Süßigkeitenregal vorprogrammiert.
Gute Vorsätze wie keine Schoki mehr kaufen ist leicht gesagt .... da geht's ja schon los mit der Willenlosigkeit. Oft schaffe ich es, meist an Tagen wo es mir gut geht, da steh ich dann ganz stolz an der Kasse und sehe die Sachen, die ich geholt habe und es ist kein Zucker-Mampf oder Chips usw. dabei - das ist ein tolles Gefühl.
Hm, wenn ich so recht überlege ...... auch wenn die schlechten Tage noch zu häufig sind, so werden die guten Tage doch deutlich mehr. :rolleyes:

Ach, die 70-80%ige Schokolade schockt mich nicht .... auch davon kann ich locker eine ganze Tafel verschwinden lassen, der Trick zieht bei mir nicht.
;)
Mir ist danach zwar dann wirklich übel, aber bis dahin ist mir das Wissen darum ziemlich egal. :redface:

Näää, wirklich schrecklich, da müssen einfach neue Verknüpfungen her und neue Synapsen gebildet werden. Wenn ich Frust immer mit naschen assoziiere und zum Wochenende unweigerlich das große Fressen als Belohnung für die harte Woche gehört, dann sind das glaub ich die uralten, eingeschliffenen Muster, die geknackt werden müssen.
Und wenn ich das schon weiß ist es vielleicht die halbe Miete, und der Rest kommt schon noch.

Samia
12.08.09, 09:56
Wenn es so ums Psychische geht und es Euch lieber ist mit PN, dann macht das ruhig.. aber interessant ist es auch für mich http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1119555

Ich kriege immer Verhungernsängste, wenn ich das Wort Diät nur denke...

Hat aber einen realen Hintergrund.

Ich merke aber auch, dass ich wenn ich Süßhunger habe meist tatsächlich ein Unterzucker kommt, wenn ich dann nicht esse.

Ich habe einmal Schüssler-Salz Nr. 7 genommen - da war jeder Heißhunger komplett weg, aber, ich hatte am Abend und am Morgen jeweils einen schweren Hypo.

Ich finde es schwierig, Psychisches und Hormonelles auseinanderzuhalten.

LG
Samia

Susanne E.
12.08.09, 19:08
Ich finde es schwierig, Psychisches und Hormonelles auseinanderzuhalten.

@versatile und samia

Ja, ihr Lieben:), bitte nicht böse sein, aber da muss ich von meiner Seite her jetzt leider passen:sad:.

Wie ich schon schrieb, ich esse ja ganz normal und auch mein Süßes jeden Tag. Da ich mir nichts verbiete, brauche ich auch keine "Belohnung" am Ende der Woche oder so. Die hole ich mir immer direkt, das steht mir zu:biggrin:.
Deshalb kommt bei mir zumindest auch kein Heißhunger auf Süßes vor, denn ich erlaube es mir ja immer.

Ich weiß jetzt nicht so wirklich, was ich weiter raten könnte, denn eigentlich habt ihr ja schon so ziemlich selbst den Durchblick, woran es bei euch hapern könnte, mit dem Essverhalten.

Aber ich diskutiere trotzdem gerne weiter mit, ist ein interessantes und komplexes Thema und man lernt nie aus;).

LG
Susanne

Samia
17.01.10, 15:36
Einen Schubs gegen die Vollkornideologie! :)

LG
Samia

imogen
05.11.10, 21:41
Hallo Samia,

krame mal den Thread hervor.

Bin gerade dabei mich mit der Glutenunverträglichkeit auseinanderzusetzen.
Das Buch wollte ich mir kaufen - aber zwecks Geldmangel muss es noch etwas warten.
Nun sehe ich, dass der Autor (Dr.) ein Forum hat, wo er antwortet - hier speziell eine Antwort auf IgA Sachen (mein IgA ist ja hoch):
http://www.gluten-intoleranz.de/forum/0/0/wie-wichtig-ist-der-IgA-Wert-bei-einer-Glutenintoleranz_1_b.html
Da wird auch von Autovaccine geredet - steht dazu was in dem Buch ?
Evtl. könntest du mir kurz was dazu sagen - muss kein Roman sein, weil mir würde das auch bald bevorstehen. (vermutlich schneller, als ich das Buch kaufen kann)
Ich habe auch gefragt (Befürchtung), ob das nicht meine IgAs hochschnellen würde (die sind nämlich ein MGUS - monoklonale Gammopathie - geworden/bei einigen MGUSlern hat es geholfen sich glutenfrei zu ernähren),
der Laborarzt meinte nein.

LG

Imogen

Samia
05.11.10, 21:44
Hallo imogen,

ich kann es Dir nicht sagen. Das Buch ist nicht eben schulmedizinisch, nicht dass Du das erwartest. Ob etwas über Autovaccine drinsteht, weiß ich nicht mehr.

Interessant, dass es ein Forum gibt!

Grüße,
Samia

imogen
05.11.10, 22:23
Liebe Samia,

danke für deine schnelle Antwort. :)
Ja, Autovaccine ist zwar schulmediznisch - aber verschüttet und läuft unter alternativ - von daher wäre das Buch schon richtig.
Bin aber sowieso bei einem HA/HP und wegen der MGUS gibt es keinen schulmedizinischen Weg, von daher muss ich ja andere Wege gehen - wie schon öfters in letzter Zeit.;)

LG

Imogen