Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : was tun bei extremer Muskelschwäche
Hallo!
Seit 3 Tagen geht mir endlich besser:) zuvor hatte ich ca 4 Wochen lang heftigste Muskelschwäche. Hab mich vom Stuhl aufs Sofa geschleppt und umgekehrt, war zu nichts mehr fähig. Zeitschriften hochheben war ein Kraftakt usw.... Meine Frage wäre, bringt es etwas die Muskel zu trainieren damit sie bei einer erneuten Muskelschwäche von vornherein kräfiger sind?
Im übrigen würde ich gerne meine Werte reinstellen, ist aber ein ziemlich langes Laborblatt. Hat jemand ähnliche Erfahrung mit Muskelschwäche?
No-Hair
die Unterfunktionierende
04.03.09, 17:05
Hallo No-Hair,
so schlimme Muskelschwäche hatt eich nie, bei mir war es eher eine sehr schnelle Ermüdung bei bestimmten Handlungen z. B. Betten aufschütteln oder lange etwas Tragen.
Ich wollte mit etwas Sport dagegen steuern, musste aber feststellen, dass ich gar nicht mehr wirklich Sport (Fahradergometer) machen konnte: in bin wie an eine gläserne Wand gestossen, mein Puls ist kaum hoch gegangen, ich hatte kaum Leistungsfähigkeit aber schon lange bevor ich mich überhaupt angestrengt fühlte (versteht das jemand :confused:).
Jetzt geht es mir durch mehr LT4 schon deutlich besser, ich sollte das also mit dem Sport mal wieder antesten. Dann kann ich mehr berichten. ;)
Alles Liebe!
Hallo No-Hair,
ja, ich kenne diese Muskelschwäche sehr gut. Treppen steigen, Arme heben (z.B. Haare fönen), Duschen...
Mitunter fällt es mir schwer, harte Sachen zu kauen (z.B. rohe Karotten), oder nur aus dem Liegen meinen Kopf längere Zeit zu heben.
Auch einfach nur ein Buch zum Lesen zu halten und die Seiten umzublättern erscheint mir schwer.
Wurdest Du schonmal von einem Neurologen untersucht?
Es gibt ja auch Muskelerkrankungen, die mit einer Hashimoto gerne zusammen auftreten (z.B. die Myasthenia gravis).
Bei mir laufen da auch noch Untersuchungen, allerdings ist bisher da auch nichts richtig bei rauszukommen.
Wie sehen Deine SD-Werte so aus?
Bei mir hat sich die Schwäche auch durch normwertige SD-Werte nie gebessert....deshalb die Vermutung auf eine Muskelerkrankung.
Näheres findest Du auch in meinem Profil.
Liebe Grüße
Chrissi
Hi, auch ich kann mich tageweise kaum mal 3 Treppenstufen hochschleppen, statische Haltearbeiten können auch ohne zusätzliches Gewicht die Hölle sein. Selbst beim Zähneputzen muß ich manchmal pausieren und bei mäßiger Kälte (also jetzt nicht -20°C, sondern schon noch im knappen +-Bereich) ist meine Gesichtsmuskulatur gelegentlich so starr, dass ich kaum ein Wort herausbringe.
Eine seltsame Erfahrung, die ich gemacht habe ist aber, dass ich als ehemals sehr sportlicher Mensch (u. a. Marathon-Läufe) weiterhin Mitglied in einem Fitness-Center bin und mich dort 1-2 mal pro Woche an einem speziellen Zirkeltraining ("Miha-Zirkel") versuche. Eine Zirkelrunde dauert normalerweise 20 Minuten und die Geräte zählen peinlich genau mit, wieviele Übungen man absolviert hat. Und jetzt kommt's: Ich habe regelmäßig in der ersten Runde Probleme mit meinen Muskeln, die Übungen wollen einfach nicht... Und wenn ich mich jetzt scheinbar zu einer zweiten Runde quäle, dann läuft alles viel, viel einfacher. Und dasselbe habe ich auch beim Laufen beobachtet, die ersten 30-40 (!!!) Minuten können die Hölle sein. Und dann macht's richtig Spaß wie früher auch...
Jetzt höre ich natürlich die Gegenstimmen: WAS? Alleine schon mal 40 Minuten quälen? Das würde ich mit meinen 50mGehstrecke nie schaffen und das reicht ja wohl!
Hey, auch bei mir gibt es Tage, an denen ich keine 5 Minuten durchhalte. Aber an anderen Tagen geht es (auch zunächst sehr beschwehrlich) 20 Minuten und dann besiege ich den inneren Schweinehund bis ich wirklich Spaß habe! Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass das jeder machen sollte, aber manchmal überwinde ich mich und meinen Hashi :) ...
Habe noch einen Comment vergessen: Natürlich gibt es Zusammenhänge mit neurologischen und Muskelerkrankungen. Diese weisen jedoch nicht eine derartige Phasen-Abhängigkeit auf, dass es einem mal ein paar Tage mies geht und dann wieder einigermaßen o.k.
Habe noch einen Comment vergessen: Natürlich gibt es Zusammenhänge mit neurologischen und Muskelerkrankungen. Diese weisen jedoch nicht eine derartige Phasen-Abhängigkeit auf, dass es einem mal ein paar Tage mies geht und dann wieder einigermaßen o.k.
oh doch !
Gruß Anke (MS+Hashi)
@Anke:
Sorry, wollte Dir nicht zu nahe treten. Ich hatte nur das weiter oben aufgeführte Muskelerkrankungs-Beispiel der Myasthenie vor Augen. Ist die MS einmal abgesehen vom Schub auch mit einer solch schwankenden Symptomatik behaftet? Ich hatte - trotz der mir bekannten unterschiedlichen Verläufe der MS - die Vorstellung von einem eher chronisch-kontinuierlichen, schubweise-bedingt-verschlechterten Krankheitsgeschehen???
Treten auch auch bei der MS wieder deutliche Verbesserungen auf oder läßt sich gar nicht immer sagen, was eigentlich MS- oder Hashi-bedingt ist?
Wir beide hatten bereits in einem anderen Thread das Vergnügen, als man mich noch unter dem MS-Verdacht durch die Mühle drehte und dann auch noch meine SD-AKs auffielen. Trotz einer MRT-Läsion im HWS-Rückenmark (die sich im Verlauf nicht verändert hat) bei negativer LP habe ich meine ganze Neuro-Symptomatik mittlerweile ausschließlich auf Hashi geschoben. Auch die probatorische Kortison-Stoßtherapie letzten Dezember (als es mal wieder besonders schlimm und VEPs und SEPs verzögert waren) auf Veranlassung meines Neuro blieb ohne jeglich Veränderung meines Befindens...
Bin jetzt gerade wieder ein bißchen verwirrt und verunsichert...
Hallo,
bist mir nicht zu nahe getreten !
möchte nur nochmal klar machen, daß symptome einer neurologischen erkrankung wie z.B. der MS nicht immer klar definierbar/abgrenzbar sind.
und hier im forum immer mal wieder geschrieben wird : dieses wird nicht von MS verursacht, jenes dagegen wird von MS verursacht.
bei mir ist kein tag wie der andere. mal totale körperliche erschöpfung, am nächsten tag bin ich fit und kann joggen gehen. manchmal einige tage am stück schlecht, dann einige wochen am stück schlecht etc.....
mal schmerzt der rechte arm, mal das rechte bein, mal der ganze körper, mal bin ich total schlapp, mal total fit.
bei der MS kann alles, aber nichts muß !
sie wird nicht umsonst die krankheit mit den 1000 gesichtern bezeichnet.
deshalb auch so schwierig zu diagnostizieren.
lg anke
ps
ich habe übrigens in den letzten 2 jahren 3mal Kortisonstoß bekommen (je 5x500mg i.v.)
ohne änderung meines befindens.
meine beschwerden kommen und gehen, manche gehen auch nicht mehr ganz.
Und manche Dinge kann ich ganz klar der MS zuschieben, und manche können sowohl Hashi
als auch MS sein.
@ Anke:
Aber welche Diagnostik und welche konkreten Untersuchungsergebnisse haben bei Dir jetzt zu den beiden - sich zugegebenermaßen teilweise in ihrer Symptomatik überschneidenden - Diagnosen geführt???
die Unterfunktionierende
05.03.09, 20:47
Hat sonst noch jemand Erfahrung mit extremer Muskelschwäche oder gar einer Myopathie?
Vielleicht auch im Zusammenhang mit Statinen?
justine 45
06.03.09, 13:11
Hallo
Bei mir war das ganz schlimm, mal so 16 Wochen, konnte nicht sitzen(Wirbelsäule hat sich gestaucht) kein Buch halten, ect...
Nach einer LT-Erhöhung ist es dann verschwunden....
Tritt aber manchmal wieder auf.....
Werde wenn es nochmal auftaucht einen Neuro aufsuchen...(zwecks MS ect..hab Angst)
lg justine 45
c.schnuffelblau
06.03.09, 13:32
Diese Muskelschwäche kenne ich auch!
War ganz schlimm, ich bekam damals Angst vor Treppen, weil ich nicht wußte, wie ich die schaffen soll.
War wirklich schlimm.
So schlimm wird es heute nicht mehr. Aber wenn ich nicht wirklich gut eingestellt bin, ist sofort wieder eine leichte Schwäche in den Beinen da. Selbst die nervt schon. Und es fällt mir an diesen Tagen schwer zu arbeiten.
Ganz klar muß ich sagen, daß Cipramil einen sehr positiven Einfluß darauf hat. Mit Cortison ist es auch weggegangen. Aber die Konzentrations-und Gedächnisprobleme blieben. Und irgendwie hat das Cortison T4 "gefressen". Ich musste auf 350 T4 erhöhen.
Seit ich auf die Idee gekommen bin es mit Cipramil zu versuchen, konnte ich auf 10 HC (vorher 17,5) senken und mit T4 auf 262,5 senken.
Ich würde gerne noch mehr Cipramil nehmen in der Hoffnung Cortison, und damit T4 noch weiter senken zu können, muß mir aber erst für die Cipramilerhöhung ne Arzterlaubnis holen.
LG, Christiane
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