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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meine ständige Müdigkeit kratzt an meiner Partnerschaft



HMP666
23.05.08, 07:43
geht es euch auch so das die gesundheitlichen Beeinträchtigungen Gift für die Partnerschaft sind?
Am 1. Mai war schon einmal Streit weil ich keine Motorradtour (4 Stunden durch den Schwarzwald) mitmachen wollte.
Am gestrigen Feiertag habe ich alle Aktivitäten mitgemacht und als ich beim Essen am Abend (waren bei Freunden eingeladen) um 22.30 Uhr gehen wollte weil ich sehr müde war gab es schon wieder Motze.
In "unserem" Leben wäre im Moment zu wenig "Action".
Ich weiß jetzt nicht ob ich mehr traurig oder mehr sauer bin.
Denke über Trennung nach, dann hätte ich wenigstens das Problem mit der Rechtfertigung für meine Müdigkeit nicht mehr.
Kann es sein das Männer ein Kurzzeitgedächtnis haben? Ich erzähl ihm doch immer wie die letzte BE ausging und daß im Moment meine ft´s eher zu niedrig sind.

LG Helga

Kessy
23.05.08, 09:19
Hallo Helga

Ganz ehrlich ???
Eine Partnerschaft ist ein geben und nehmen. Wir sind natürlich eingeschrängt, sollten aber denoch möglichst oft versuchen, auch unserem Partner etwas "zu geben". Auf einer Krankheit "aussruhen" sollte man nicht tun.
Man sollte hier Verständniss auf beiden Seiten haben.

Deine Werte sind ja auch nicht sooo schlimm, finde ich.;)

Ich bin der Meinung, wenn die Basis einer Partnerschaft stimmt, bekommt man alles in den Griff. Stimmt sie nicht , wird jede Situation zur Krise.

Männer vergessen übrigens nicht , sie verdrängen.;)
Sprech ein klares und ehrliches Wort mit deinem Partner. Aber überdenke bitte auch dein eigenes Verhalten.

LG
Helga , jipp ich heiße auch so...:biggrin:

luna23
23.05.08, 09:33
Hallo

Manchmal ist es schon so,dass man sich überwinden muß.Und dann sind die Aktivitäten manchmal doch toll und man ist froh,das man seinen Schweinehund überwunden hat.

Aber wenn man einen ganzen Tag lang aktiv war, dann gibt es schlicht und einfach nichts zu meckern, wenn man dann abends müde ist.Das kann man auch anders klären.

Kompromisse zu finden ist die Kunst.

Sicher muß man auch das eigene Verhalten überdenken.Aber nur bis zu einem gewissen Grad.Wenn man zu oft gegen seine eigentlichen Bedürfnisse handelt,schlägt die Partnerschaft bestimmt keine gesunde Richtung ein.

Grüße

Kati67
23.05.08, 09:43
Hallo,

in unserem Eheleben war während meiner LT-Einstellung auch zu wenig "Action". Ich hatte noch Energie für meine Arbeit und für unseren Sohn und ein bischen Haushalt und dann war ich platt.
Mein (inzwischen Ex-)Mann hat sich dann seine Action woanders geholt...ist immer öfter alleine losgezogen und hat dann eine andere kennengelernt, die "flexibler" ist als ich und mit der man mehr unternehmen kann...

Das war vor fast zwei Jahren. Heute muss ich sagen, dass die Trennung das beste war, was mir passieren konnte. Er hat mich nie unterstützt, hat mein Hashi nicht ernst genommen und keine Rücksicht auf mich genommen. Ich habe vieles einfach so hingenommen, weil ich einfach zu schwach war um mich zu wehren oder zu kämpfen. Streit gab es bei uns nie (bis heute nicht)...war vielleicht auch falsch.
Inzwischen habe ich einen neuen Partner, der auch SD-Probleme hat und mich unterstützt wo er kann. Mal gehts ihm schlecht, dann helfe ich ihm und umgekehrt.
Eine Partnerschaft ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Wenn das nicht da ist fühlt sich irgendwann einer der beiden Partner nur noch ausgenutzt.

Ich kann dir keinen Rat geben, was du tun sollst. Reden ist sehr wichtig in einer Beziehung, aber wenn das auch nicht hilft......

Lieben Gruß
Katja

Sigga
23.05.08, 09:44
Deine Werte sind ja auch nicht sooo schlimm, finde ich.;)

Kessy, machst Du jetzt nicht den Fehler, den wir Ärzten ankreiden? Dass sie nämlich nur nach den Werten beurteilen und nicht nach dem tatsächlichen Empfinden des Patienten?

Egal wie die Werte von Helga ausschauen, wenn sie sich dabei zu mies für Aktionen fühlt, dann sollte man das akzeptieren und nicht entgegnen, dass es doch gar nicht so schlimm sei.

Wir schreiben uns hier einen Wolf dabei, dass wir darauf hinweisen, dass es einen Wohlfühlwert gibt und dass man sich eben nicht wohlfühlt, wenn man nicht auf diesen Wert ist. Und dann kommt so ein Satz, wo aus der Ferne die Werte einfach als "nicht so schlecht" beurteilt werden. Woher weißt Du, wie die Werte ausschauen müssen, damit Helga sich wirklich wohl fühlt und nicht müde ist?

Natürlich ist unsere Krankheit kein Grund, dass wir uns zurücklehnen und alles ablehnen, was wir nicht machen wollen. Aber man kann doch nicht automatisch unterstellen, dass das jemand tut, nur weil einem seine Werte gar nicht so schlecht vorkommen.
Es gibt hier Leute im Forum, deren Wohlfühlwerte liegen irgendwo im mittleren oder sogar unteren Bereich der Norm. Meine liegen dagegen am oberen Bereich der Norm. Selbst jetzt, bei 70 %, fühle ich mich elend und nein, ich bin nicht empfindlich. Aber 70 % ist halt noch ziemlich weit von dem Bereich weg, in dem ich anfange wieder zu leben. Ich würde es als ziemlich rüde empfinden, wenn mir jetzt wer sagen würde, dass meine Werte gar nicht schlecht ausschauen. Klar schauen 70 % nicht schlecht aus - sie fühlen sich bei mir aber mehr als nur schlecht an!

Ich finde es schade, dass Helga hier so eine Antwort bekommt und schlucken muß, dass es ihr nicht so schlecht gehen kann, sie nicht müde sein kann und sie sich aufraffen sollte - weil ihre Werte gar nicht schlecht sind.

Tut mir leid, dass ich das jetzt so deutlich zum Ausdruck bringe, aber ich konnte mich nicht zurückhalten.

LG Sigga

LillyLu
23.05.08, 09:46
Hey HMP666,

tut mir leid für dich, dass es gerade nicht so läuft wie du dir das vorstellst, aber ich würde nicht gleich aufgeben. Oder ich würde jedenfalls nicht aufgeben, wenn ich wüsste, dass der Mann mit dem ich zusammen bin der Mann ist mit dem ich auf Dauer zusammen sein möchte.
Natürlich ist die Krankheit eine riesen Einschränkung, ich hab auch immer schon ein schlechtes Gewissen wenn ich abends (wir sehen uns erst recht spät) total müde bin und die Augen nicht mehr auf bekomme und er noch fit wie ein Turnschuh ist.
Aber vielleicht gibt es ja die Möglichkeit Kompromisse zu schließen, wie luna schon vorgeschlagen hat. Vielleicht erklärst du ihm nochmal, dass deine Batterie täglich nur zu 1/4 voll ist und ihr vorsichtig damit haushalten müsst. Dann kannst du ihm sagen, dass du unheimlich gerne beides machen würdest aber nur Engergie für eine Sache hast. Und die andere Sache, wei abends ausgehen muss er dann eben alleine machen. Ich denke dann würde auf beiden seiten weniger Frust aufkommen. Du würdest dich nicht unwohl (weil müde aber in der Öffentlichkeit) fühlen und er würde durch dich nicht gebremst und könnte zB so lange bleiben wie er das möchte.
Ich weiß, von außen lässt sich immer leicht reden und du hast bestimmt schon jede menge probiert, aber manche Menschen sind es einfach wert. Ich drück dir die Daumen!
LG Lilly

Sigga
23.05.08, 09:59
Wenn ein Partner kein Verständnis für die gesundheitlichen Probleme und Einschränkungen des anderen Partners hat - dann sollte man einmal in sich gehen und sich ehrlich fragen, ob diese Partnerschaft wirklich einen Wert hat.

Für mich bedeutet Partnerschaft "in guten wie in schlechten Tagen" - dazu muß man nicht in die Kirche gehen, das ist einfach das Zusammengehörigkeitsgefühl. Hat man das nicht, dann ist man ein Partner auf Zeit und die Wege werden sich trennen, sobald Umstände eintreten, die ein Partner nicht mehr tragen will.

Ich habe schon öfter gehört, dass Partnerschaften unter Belastunen in die Brüche gehen. Das hat verschiedenen Gründe, ich denke aber, dass es in diesen Fälle immer schon nicht so richtig lief, man das nur nicht bemerkte. Kommt dann eine besondere Belastung auf diese Beziehung zu, wird sichtbar, dass da was nicht richtig läuft. Das kann eine Krankheit sein, aber auch Arbeitslosigkeit oder sonstige Probleme.

Helga, wenn Du selbst schon sagst, dass Du an eine Trennung denkst, dann sind Deine Gefühle schon etwas mitgenommen, oder? An eine Trennung zu denken zeigt doch, dass die Gefühle entweder bereits gelitten haben oder zumindest in einer argen Schräglage sind.

Ich würde jetzt nicht unbedingt sofort die Flinte ins Korn werfen sondern erst einmal in mich gehen und überlegen und in mir abklären, wie wichtig mir die Beziehung ist. Brauche ich einen Gefährten, auch wenn dieser für mich nicht das Verstädnis hat, das ich gerne möchte? Gibt mir die Partnerschaft auch ohne dieses Verständnis viel genug? Oder habe ich Angst allein zu sein und will deshalb einfach die Partnerschaft halten? Ist es in diesem Fall für mich erträglich, mit diesen ständigen Ansprüchen an mich zurechtzukommen und immer wieder Diskussionen deswegen führen zu müssen. Und noch ein paar andere Fragen dieser Art.

Wenn Du zur Entscheidung kommst, dass Du die Partnerschaft auf alle FÄlle halten willst, dann setze Dich mit Deinem Mann/Freund zusammen und sprecht über das was Dir fehlt und wie Du fühlst. Versuche ihm zu erklären (und wenn es das wiederholte Mal ist, gib ihm einfach noch einmal die Chance), was Dir fehlt und wie Du Dich fühlst.
Vergiß dabei aber nicht, dass Du zwar krank bist, er aber auch die Auswirkungen Deiner Krankheit spürt. Wir dürfen nicht nur Verstädnis für uns verlangen, wir müssen auch Verständnis für unser Umfeld haben. Wenn man immer auf Achse war und damit keine Probleme hatte, dann kommt man sich ausgebremmst vor, wenn plötzlich der Partner nicht mehr mitspielt. Das ist auch nicht einfach. Wenn man nur wenig daheim war, fühlt man sich u.U. schnell gelangweilt, wenn man sich plötzlich oft in der Wohnung wiederfindet.

Es steht also nicht nur dem Kranken das Recht zu, die Beziehung unter diesen Umständen zu hinterfragen sondern auch dem Partner. Ist der Partner überhaupt willens und in der Lage, in seinem Leben Einschränkungen hinzunehmen, weil der Partner nicht mehr mithalten kann? Diese Frage wird möglicherweise mit einem klaren NEIN beantwortet.

Du darfst bei dem Gespräch also nicht nur um Verständnis heischen sondern mußt auch ganz klar für seine Lage Verständnis haben. Wir haben es nicht leicht - unsere Partner aber auch nicht.

Ich wünsche Dir alles Gute.

LG Sigga

Silvia2
23.05.08, 10:34
Liebe Helga

Es tut mir leid, dass es dir momentan nicht gut geht. Die Krankheit ist ein ganz gemeiner Dämpfer aber auch eine Chance. Bei mir ist MB ein halbes Jahr vor unserer Hochzeit ausgebrochen, doch die Diagnose bekam ich erst drei Monate nach dem grossen Ereignis. Wir wollten unbedingt Kinder und so kamen mehrere Katastrophen zusammen.

Mein Mann hat erstmal viel Verständnis aufgebracht und er hat mich emotional begleitet. Auf meine Stimmungsschwankungen hat er aber zunehmends säuerlich reagiert und so begann auch bei uns ein Auf und Ab. Ich war leider in den ersten zwei Jahren der Krankheit bei völlig unwissenden Ärzten, somit war die Therapie alles andere als optimal - dauernd rutschte ich von ÜF in UF und umgekehrt. Ein grosser Stressfaktor war auch der Druck aus der Verwandtschaft, wann denn endlich die ersehnten Kinderlein kommen, ich hätte sie damals alle auf den Mond schiessen können.

Für mich war es eine Zerreissprobe zwischen «eine gute Eherfrau sein zu wollen» und «ihr könnt mich alle mal, schliesslich bin ich krank». Das ist bis heute ein Thema, wenn auch die Jahre mit den Extremen aufgeräumt haben. Inzwischen haben wir auch zwei Söhne, das macht aus einer Partnerschaft natürlich nochmal was ganz anderes.

Zum Thema Kurzzeitgedächtnis: bei meinem Mann helfen Gespräche oft auch nicht - wenn es aber aus meiner Sicht grosse Themen sind, die er unbedingt in seinen Kopf bekommen muss, schreibe ich ihm einen Brief. Bei uns DAS Mittel! Briefe haben den grossen Vorteil, dass man sie immer wieder hervorholen kann und man hat eine Diskussionsbasis.

Obwohl ich uns als intakte Familie betrachte, gibt es auch bei uns Tage, an denen ich nur noch davonlaufen möchte. Solange die Balance aber stimmt, bleibe ich in der Partnerschaft, wenn das mal nicht mehr der Fall sein sollte, würde ich auch vor einem Scherbenhaufen stehen, denn es ist leichter gesagt, als getan.

Ich wünsche euch klärende Gespräche (oder Briefe!) und dass es dir bald besser geht!

Alles Gute
Silvia

Steffi M.
23.05.08, 16:20
Hallo Helga,

ich kann dich gut verstehen, das man nach Vollbeschäftigung in Job und bei angeschlagerer Gesundheit auch mal seine Ruhe braucht, um wieder aufzutanken.

Naja, nun hast du warscheinlich einen Partner erwischt, wo "Aktion" angesagt ist.
Ich glaube mich zu erinnern, das du dich schonmal darüber geschwert hast.

Ich hatte dir ja schon in deinem "Zusammenziehthread" geschrieben, was ich davon halte.
Noch führt ihr eine Wochendbeziehung, aber der Alltag sieht leider anders aus.
Dein Freund mag ein "Ordentlicher" sein, aber wenn die Lebensrhytmen nicht zusammenpassen, ist eine Gemeinschaft schwer.

Also keine voreiligen Entscheidungen.
Und nimm dir alle Ruhe, die dir guttut. Ich bin nach 21 Uhr auch nichtmehr zu gebrauchen (allerdings mein Mann auch nicht ). :biggrin:

Alles Gute wünscht Steffi

HMP666
23.05.08, 17:41
Steffi M hat Recht, ich habe mich schon einmal beschwert.
Mein Freund ist ein regelrechter Nachtmensch. Vor 2 Uhr geht der gar nicht heim und dann schläft er morgens bis um 11.

Ich kann da nicht mehr mithalten. Spätestens um 23 Uhr bin ich platt und muß schlafen.
Dann kommen bei mir öfters Schlafstörungen dazu. Fazit: ich habe einfach zu wenig Schlaf.
Ich habe auch keinen Job wie er, der jeden Tag um 16Uhr den Kittel fallen lässt um heimgehen kann. Mein Job geht oft bis abends um 19 Uhr.

Kurz nach Weihnachten ging es mir richtig gut. Seit einiger Zeit bin ich total müde.

Das hat vielleicht nicht unbedingt mit der Krankheit zu tun sondern auch damit, daß ich mittlerweile 47 Jahre alt bin.
Mein Freund wird demnächst 50. Vielleicht hat er damit ein Problem und muss deswegen auf jeder Hochzeit tanzen.
Ich finde es sehr traurig daß der eigene Partner genauso denkt wie der Rest der Mitmenschen. Man wird behandelt und gut ist. Eigentlich müsste er es besser wissen, denn er ist im med. Bereich tätig. Aber irgendwie gilt das nicht fürs Privatleben.

Blöderweise verändern sich seit dem Auslassversuch im Juli 2007 ständig meine Blutwerte. Anfangs gingen sie in Richtung ÜF. Da ging es mir auch schlecht. Ich habe durchgehalten und war geduldig. Seit einiger Zeit maschieren die Werte wieder in eine andere Richtung.
Am Montag habe ich einen Termin in der Nuklearmedizin. Mein HA ist mit mir überordert und mein Endo hat eine Warteliste von 3 Monaten. Hallo, mir geht es jetzt nicht gut.

Meine Augen sehen auch nicht besonders aus. Das rechte ist ziemlich zugeschwollen. Ebenfalls am Montag habe ich einen Augenarzt Termin. Ich habe mir bewusst einen ausgesucht, der weniger Erfahrung mit EO hat und hoffe das der mich endlich in die Augenklinik überweist. Da kann ich als Kassenpatient nämlich keinen Termin bekommen, dummerweise sitzten da die Spezialisten.

Ich sehe aus und ich fühle mich wie völlig verbraucht und verlebt.

Für den Rest vom WE habe ich mich jetzt zurückgezogen. Bin heute am Brückentag nach Hause gefahren. Die 3 Kinder von meinem Freund die dieses WE zu Besuch kommen kann ich diesmal nicht ertragen. Das ist mir zu viel Hektik.

LG Helga

Birgit67
24.05.08, 10:07
Hallo Helga (HMP666)!

Ich kann Dich nur zu gut verstehen ... mir gehts ähnlich. Mein Mann versteht mich überhaupt nicht ... d.h. er kann mit meiner Krankheit nicht umgehen. Ich rede nicht mehr über meine Krankheit - das habe ich am Anfang getan und finde das sollte reichen ... ich sage ihm schon ob die Werte gut oder schlecht sind und erkläre ihm was das bedeutet. Mir gehts ja auch gut - aber so wie vor der Krankheit wird es niemehr sein ... ich habe einfach meine Power verloren und davon hatte ich immer reichlich :redface: . Und ich glaube genau das macht ihm Angst :confused:

Zumal ich überhaupt kein Mensch bin der lamentiert (außer ab und an mal bei Euch :biggrin:). Als ich damals den Schlaganfall hatte - als es mir so lange nach RJT so schlecht ging - ich hab nie rumgejammert. Ich mache das Meiste mit mir aus - ich weiß das ist in einer Ehe nicht grad förderlich ... obwohl ich so erzogen bin - man vieles ausdiskutieren soll ... mit meinem Mann ist mir das mittlerweile einfach zu streßig und zu nervig.



Obwohl ich uns als intakte Familie betrachte, gibt es auch bei uns Tage, an denen ich nur noch davonlaufen möchte. Solange die Balance aber stimmt, bleibe ich in der Partnerschaft, wenn das mal nicht mehr der Fall sein sollte, würde ich auch vor einem Scherbenhaufen stehen, denn es ist leichter gesagt, als getan.

So wie Silvia fühle und denke ich auch ... genauso.

LG ;)
Birgit

Kessy
24.05.08, 17:09
Huhu

Kessy, machst Du jetzt nicht den Fehler, den wir Ärzten ankreiden? Dass sie nämlich nur nach den Werten beurteilen und nicht nach dem tatsächlichen Empfinden des Patienten?...



Das bezog sich auf :

Ich erzähl ihm doch immer wie die letzte BE ausging und daß im Moment meine ft´s eher zu niedrig sind.


Ohne jetzt hier anecken zu wollen, was ich sicherlich jetzt tue, :biggrin:, sollte man mal ehrlich mit sich selber sein !
Ist es nicht so, dass wir allzugerne unsere SD, SD Werte, Müdigkeit,Antrieblosigkeit usw, als Grund vorschieben um uns zu rechtfertigen, wenn wir einfach keinen" Bock " haben ???
Ich selber tue das übrigens auch manchmal.
Bitte denkt mal kritisch darüber nach.
Wir benutzen dann mehr oder weniger unsere SD Probleme als Ausrede !
Und hier setze ich an ! Wenn uns irgendwas Spaß macht, müßen wir uns nicht zwingen und es geht dann auch.
Ich denke eben, wenn eine Partnerschaft nicht funktioniert, stimmt die Basis nicht. Dann sollte man sich trennen . Ich denke selbst ewiges Verständniss des Partners kann hier nicht helfen sich wohler zu fühlen, wenn es der falsche ist !
Denn auch hier gilt der Spruch : Die Schilddrüse ist keine Schulddrüse. :-)

LG
Helga

Sabinemoto
24.05.08, 17:24
Hallo Helga,

Kessy (Helga), hat hier sicher Recht wenn Sie sagt manchmal wird auch die Krankheit benutzt.

Aber ich lese aus deinem Beitrag Helga, dass Du dich unverstanden und von deinem Partner nicht ernst genommen fühlst.
Ein Vollzeitjob, Haushalt und an manchem Wochenende noch 3 "Besuchskinder", da kann nicht viel Raum bleiben für dich.
Vielleicht ist es aber im Moment auch so, dass du wegen der anstehenden Situation (zusammen ziehen), ein wenig unsicher geworden bist.
Partnerschaft bedeuted für mich persönlich, dass auch jeder so sein kann wie er ist und nicht ständig irgendwelche Verrenkungen macht, nur weil es der andere erwartet. Dazu gehört natürlich auch, die eigene Erwartungshaltung zu prüfen.

Viele Konflikte entstehen in einer Beziehung, weil zu oft am Anfang Eigenschaften die man wenig mag, toleriert werden, die später dann zum Problem werden. Da hilft nur miteinander reden und Lösungswege suchen.
Wenn reden jedoch nicht auch in Handlung und Veränderung führt, ist es meist keine gesunde Beziehung mehr.

Wünsche Dir Helga das du Klarheit findest, für das was Dir wichtig ist, ob mit oder ohne diesen "Partner", in Zukunft.

Liebe Grüße
Sabine

Sigga
24.05.08, 17:42
Huhu


Das bezog sich auf :



Ohne jetzt hier anecken zu wollen, was ich sicherlich jetzt tue, :biggrin:, sollte man mal ehrlich mit sich selber sein !
Ist es nicht so, dass wir allzugerne unsere SD, SD Werte, Müdigkeit,Antrieblosigkeit usw, als Grund vorschieben um uns zu rechtfertigen, wenn wir einfach keinen" Bock " haben ???
Ich selber tue das übrigens auch manchmal.
Bitte denkt mal kritisch darüber nach.
Wir benutzen dann mehr oder weniger unsere SD Probleme als Ausrede !
Und hier setze ich an ! Wenn uns irgendwas Spaß macht, müßen wir uns nicht zwingen und es geht dann auch.
Ich denke eben, wenn eine Partnerschaft nicht funktioniert, stimmt die Basis nicht. Dann sollte man sich trennen . Ich denke selbst ewiges Verständniss des Partners kann hier nicht helfen sich wohler zu fühlen, wenn es der falsche ist !
Denn auch hier gilt der Spruch : Die Schilddrüse ist keine Schulddrüse. :-)

LG
Helga


Hi Helga,

dann habe ich Dich wirklich mißverstanden, sorry.

Zum Rest stimme ich Dir zu. Ich muß bei mir auch immer tierisch aufpassen, nicht alles auf die SD zu schieben und diese auch nicht als Ausrede zu benutzen. Wäre ja ab und an sooo praktisch ;)

LG Sigga

HMP666
25.05.08, 02:51
Ich weiß nicht wie geduldig ich sein könnte, wenn mein Partner angeschlagen wäre. Wenn man nicht verheiratet ist trennt es sich leichter. Im Moment bin ich diejenige die sagt: "Du ist mir zu viel"
Er will sich nicht trennen, aber er will auch nicht akzeptieren daß ich körperlich nicht mithalten kann.

In den vergangenen 3 Jahren ging es mal besser, mal schlechter. Im Moment bin ich gereitzt, aber als Ausrede auf null Bock habe ich meine SD noch nie benutzt.

LG Helga

Kessy
25.05.08, 07:15
Hallo Helga


Im Moment bin ich diejenige die sagt: "Du ist mir zu viel"

ICh weiß jetzt nicht , wie lange ihr zusammen lebt. ABer wenn ich das lese, solltest du wirklich versuchen , den Schlußstrich zu ziehen.
Denk auch immer daran , dass deine Psyche hier auch leidet und das ist nicht gut. Du weißt das selber.
Zwing dich nicht zu einer Partnerschaft , die du eigentlich nicht mehr möchtest.
Also ,wenn du dir sicher bist, dass er dir nicht fehlt, du dich ohne ihn ,besser und freier fühlst und du so nicht weiter machen möchtest,dann trenn dich.



Er will sich nicht trennen, aber er will auch nicht akzeptieren daß ich körperlich nicht mithalten kann.......Im Moment bin ich gereitzt, aber als Ausrede auf null Bock habe ich meine SD noch nie benutzt.......
OK... wenn es so ist:
Vielleicht geht es dir schlecht, WEIL du so unter Druck gesetzt wirst ?
Stell ihn vor die Wahl... so kannst du ja dann nicht weiter machen.

Du wirst bestimmt die richtige Entscheidung treffen. Je früher desto besser.

VG
Helga

caren
25.05.08, 08:16
Wenn man nicht verheiratet ist trennt es sich leichter.

Hallo,
Oh wie kann ich das nachvollziehen, wie es dir gerade geht.

hier magst du vielleicht recht haben, aber ist heiraten eine Sicherheit die mir Garantie gibt nicht geschieden zu werden?
Geht es hier um Liebe ?

Ich kann dich sehr gut verstehen und meine Beziehung ist auch aus den Fugen geraten, als es mir sehr schlecht ging.
Mein Partner hat dann immer zu mir gesagt: " Stell dich nicht so an, denn alles ist eine Willensfrage."
Da ich meinen Freund damals geliebt habe bin ich dann auch über meine Grenzen gegangen und mir ging es nach den Wochenenden, die immer sehr anstrengend waren, immer mieser.
Auf der anderen Seite hat er mich aber auch immer wieder motiviert mehr zu leisten als ich selber wollte.
( Wir sind zum Beispiel stundenlang wandern gegangen,oder haben große Radtouren gemacht )
Das hat widerum mein Immunsystem doch sehr gestärkt, wenn ich das jetzt so rückwirkend betrachte. Also hat es auch eine positive Seite gehabt.

Überlebt hat diese Beziehung dann allerdings auch nicht, da ich mir die gleichen Gedanken gemacht habe wie du jetzt.
Mein Freund war auch ein Nachtmensch und ich bin immer schon um 22 Uhr K.O.
Er trank gerne am WE einen guten Tropfen Rotwein und ich kann keinen Alkohol ab.Und wenn ich dann hier über meine Grenzen gegangen bin, dann war ich am nächsten Morgen sowieso tot.
Er wollte die Nächte schwofen gehen und für mich war das alles der Horror.

Es gab auch kein Verständnis seinerseits für meine Krankheit.
Aber mal ganz ehrlich:. wie sollen unsere Partner das auch verstehen können, wie wir uns fühlen ? Das ist glaube ich, auch zuviel verlangt.

Naja ich habe dann jedenfalls auch einen Schlußstrich gezogen, weil es mir alles zu anstrengend wurde.
Heute lebe ich jedenfalls alleine und habe mich auf meine Krankheit so eingestellt, das ich in Frieden damit leben kann.
Wenn ich Ruhephasen brauche, dann ruhe ich mich halt aus.
Wenn ich früh schlafen gehen will, dann liege ich schon um 21 Uhr im Bett und lese.
Ich brauche mich nicht mehr zu Rechtfertigen und es gibt keinen Streit.
Ich habe keine Schuldgefühle mehr, warum ich so bin und nicht wie es mein Partner von mir erwartet.
Es hat auch was positives für sich, im Alleingang seinen Weg zu gehen, auch wenn es nicht immer so einfach ist.
Auf jeden Fall geht es meiner Gesundheit wesentlich besser, als dieser ewige Dauerstress.

Wenn du von deinem Freund gehen möchtest, dann solltest du auch Platz machen für etwas Neues.
Ich denke es ist auch fair deinem Freund gegenüber.

Ich wünsche dir eine gute Entscheidung.

Einmal Drückerchen;)

LG
caren

HMP666
25.05.08, 09:49
Wir sind seit 4 Jahren fest zusammen.
Anfangs war alles super. Ich war auch immer ein Mensch der gerne etwas unternommen hat.
Als MB vor 3 JAhren ausbrach habe ich ihn schon einmal vor die Wahl gestellt und habe gesagt daß ich es verstehen kann wenn er lieber mit einer "gesunden" Frau zusammen sein möchte. Da wollte er sich nicht trennen.
Mit Carbimazol ging es mir ziemlich schnell ziemlich besser und das Thema war erst einmal vom Tisch.
Er denkt wohl wie der Rest der Mitmenschen. Man bekommt eine Tablette und gut ist´s. Anfangs habe ich ja selber daran geglaubt.
Und nun merke ich daß mir das ein oder andere Mal die Kraft fehlt etwas zu unternehmen. Dass ich das Bedürnis habe mehr zu schlafen.
Ich dachte immer wenn ich den Job wechsele (einen Job finde wo ich dann auch wirklich nach 8 Stunden Feierabend habe und nicht ständig im Urlaub angerufen werde) und mir einen Haushalt mit jemanden teile, jemanden an meiner Seite habe der mich unterstützt, dann wird es besser.

Im Moment denke ich eher wie caren. Ich denke es ist besser für mich meine Ruhe zu geniessen (wenn mal Zeit dafür ist). Nicht ständig unter Strom zu stehen.

Mit meinem Freund habe ich am Telefon gesprochen und wir haben beschlossen daß wir beim nächten Ausgehen mit 2 Autos fahren werden, oder er sucht sich jemanden mit dem er zurückfahren kann und ich kann dann verschwinden wenn ich müde bin.
Ob ich auf Dauer damit zufrieden bin daß wir quasi getrennt ausgehen kann ich nicht vorhersagen. Ich bin zur Zeit ziemlich im Zwiespalt mit mir selber.

Deswegen hat es mich mal interessiert wie andere damit umgehen.
Wenn ich das mal so nachlese macht fast jedem die Krankheit Probleme mit dem Partner.

LG Helga

Kessy
25.05.08, 10:47
Hallo Helga


Deswegen hat es mich mal interessiert wie andere damit umgehen.
Wenn ich das mal so nachlese macht fast jedem die Krankheit Probleme mit dem Partner.

Ich bin nun mit meinem Mann (zweite Ehe, die erst hielt keine 5 Jahre !) 18 Jahre zusammen, davon 8 Jahre verheiratet.
Er hat die Hochphase des Bechterews mitgemacht und dann jetzt eben noch den Basedow mit EO.
Auch wir hatten selbstverständlich immer mal Krisen. Aber wenn man sich liebt, denke ich, kann und muß man die GEMEINSAM meistern.
Bei uns ist es nicht so die Aktivitäten, die Krisen hervorrufen, sondern viel mehr meine nicht vorhandene Leistungsfähigkeit (Job,Haushalt usw.)
Mein Mann ist ein Arbeitstier und versteht nicht , wie man "Antriebslos" sein kann. Er nennt es von Zeit zu Zeit : "Faul" !:redface:
Früher war ich auch ein Arbeitstier, ich hatte 3 Jobs auf einmal und machte noch den Haushalt alleine. Das hat ihm natürlich imponiert. Heute geht es nicht mehr. Bin "nur" Hausfrau und habe noch 3 große Hunde und würde einen 8 Std. Job zusätzlich , wahrscheinlich auch nicht mehr schaffen.
Da hat er hier und da seine Probleme mit. Wenn es dann zum Streit kommt, bleibe ich ganz ruhig (äusserlich ) und stelle ihm frei, sich von mir scheiden zu lassen wenn ihm etwas nicht passt .
Meist ist der Zoff dann auch einen Tag später wieder vergessen.
Aber ich merke eben doch, dass solche Dinge an meiner Psyche nagen, da ich dann selber Wut auf mich habe und mein Selbstwertgefühl einen knacks bekommt.

Logisch ist das nicht immer angenehm in unsere Situation, aber wir müßen selber für uns entscheiden, ob wir mit diesen Dingen in der Partnerschaft leben können oder nicht. Ich sage mir immer, dass jeder Mensch seine Fehler hat. Können wir mit den uns bekannten Fehlern des Partners umgehen, oder riskieren wir lieber was neues, bei dem wir nie wissen, was dann kommt. Denn es geht immer auch schlimmer !
Mach dir eine Negativ und Positiv Liste und entscheide dann.
4 Jahre ist ja auch schon eine lange Zeit, da sollte man gut über Trennung nachdenken.
Ansonsten immer versuchen, für beide akzeptable Kompromisse zu finden, vorrausgesetzt es liegt einem was am Partner.

VG
Helga

Turbo
25.05.08, 11:41
Hallo Helga

Ich gehe öfters früher heim. Wenn die Herrn der Schöpfung langsam weinseelig werden und die Gespräche öd, dann gehe ich. Mein Kopfkissen ist mir da näher als irgendwo zu sitzen und mit dem Schlaf zu kämpfen. Ist für uns beide kein Problem.

Ausserdem hat mir mal ein 50jähriger gesagt, dass nach 40 mit 50 die nächste Midlife-Krise ansteht. Dann ist nämlich der letzte Moment gekommen, nochmals was Neues auf die Beine zu stellen. Einen neuen Job, neue Ausbildung was auch immer. Vielleicht spürt dein Freund, dass er nicht mehr so mag und muss jetzt explizit aufbäumen. Wenn es dir wichtig ist, wart nur ab, der wird dann schon ruhiger... :rolleyes:

Schönen Sonntag

Turbo

Steffi M.
25.05.08, 11:48
4 Jahre ist ja auch schon eine lange Zeit, da sollte man gut über Trennung nachdenken.

Naja, 4 Jahre Wochenend- und Urlaubsbeziehung (400 km Entfernung) ist immer noch was anderes, als wenn man den täglich Kleinkram miteinander durchfechten muss.

Wer sagt dir denn, das du dann weniger Arbeit hast als jetzt?
Ich denke da an seine drei Kinder. Männer machen es sich immer leicht und bürden der Frau, die ja dann ständig verfügbar ist, gerne ihre Aufgaben mit auf.

Männer in der Mitte des Lebens, die es sich und den anderen nochmal beweisen wollen, können ganzschön anstrengend sein.

Ich hab es akzeptiert, das meine Kraft durch MB nachgelassen hat. Besser wird es auf keinen Fall, wenn man dann eh noch älter wird.

Du gibst für diesen Mann alles auf, deine Arbeit, deine Wohnung, dein Unabhängikeit und die Nähe zu deiner Familie. Das ist ein hoher Preis. Da muss der Mann ja schon fast aus "Gold" sein.

LG von Steffi,
die vielleicht diesbezüglich etwas zu skepisch ist.

HMP666
25.05.08, 19:19
Psst @Steffi M. ...der hat ne Putzi und in deren Genuß käme ich dann auch *gg*. Aber ich will mein Leben nicht mit ihm wegen der Annehmlichkeiten einer Putzi verbringen.

Bei uns passt vieles auch sehr gut zusammen. Es ist schade daß ich meistens so müde bin.
Das ich kein Kindermädchen mehr für seine 3 mache weiß er, das ist geklärt. Der Große wird nächstes Jahr schon 18, der kann sich um seine Geschwister kümmern. Ich stehe dazu nicht mehr zur Verfügung.

Heute habe ich ihm am Telefon gesagt das sein Tag mind. 48 Stunden haben muß und das er mal nachdenken soll. 3 Kinder, 1 Freundin, 2 Bands in denen er spielt wofür er 2x wöchentlich probt. Bastel und Hobbykeller (seit ich ihn kenne war er da noch nie drin).
Was das neuerdings für ein Zirkus mit der Motorradfahrerei ist weiß ich nicht. Wenn das Leben so prall vollgepackt ist muß man Abstriche machen.
Wahrscheinlich steht die 50er Jahre Midlife Kriese an.

Mir hat es gut getan am Freitag das WE bei ihm abzubrechen und heim zu fahren.

@ Kessy: wenn ich nicht einen Bürojob hätte würde ich auch keine n Vollzeitjob schaffen. Der Akku im Gerhirn ist manchmal auch leer, den fülle ich dann mit tebonin und Vitamin B auf und Kaffee. Wenn es mal gar nicht geht, dann verziehe ich mich und räume das Brüomateriallager auf oder mache Ablage.

LG Helga

SamsaraHT08
25.05.08, 20:37
Hallo Helga,


Ich weiß nicht wie geduldig ich sein könnte, wenn mein Partner angeschlagen wäre
Vielleicht hilft es dir, wenn du dir Gedanken darüber machst, was du bereit wärst in einer Partnerschaft zu geben und dann was
du von einer Partnerschaft erwartest. Vergleiche beides und schaue, ob du auch überhaupt bereit wärst/bist, die Dinge zu geben, die du von deinem Partner erwartest. Vielleicht gibst du ja mehr oder auch vielleicht weniger...und diese Erkenntnis hilft vielleicht weitere Entscheidungen zu treffen....


Wenn man nicht verheiratet ist trennt es sich leichter
Das halte ich für ein Gerücht, ich glaub es heiratet sich einfach nur schwerer! Wenn es sich leichter trennt, würden wir ja oft nicht in Beziehung rumlümmeln, die uns nicht gut tun. Wir übersehen es nur ständig, nur um uns nicht trennen zu müssen, aus welchem Grund auch immer. Ich zum Beispiel früher.

Also (ich klopf mir mal dreimal auf meine Holzbirne) mein Freund bringt soviel Verständnis für mich auf, wie ich es noch nie erfahren hab. Er unterstützt mich in jeder Hinsicht. Wenn es mir nicht gut geht, kocht er nach 10 Stunden Arbeit was zu essen, räumt die Küche auf.... Wenn es mir besser geht, versuche ich es ihm mehr als doppelt zurückzugeben, so dass er nach Hause kommen kann und die Beine hochlegen kann, was er selten macht. Ich versuche ihm ständig meine Dankbarkeit auszudrücken, überrasche ihn mit Kleinigkeiten, schreibe ihm Briefe....nicht weil ich mich verpflichtet fühle, sondern weil ich es möchte und so fühle. Ich bin mir darüber im Klaren, dass er nicht selbstverständlich ist, sondern dass ich das Glück in meinen Händen halte und das versuche ich mir immer vor Augen zu halten.
Ich weiß, dass ich kein Zuckerschlecken für ihn bin.

Helga, vielleicht ist dein Freund sich nicht richtig darüber im Klaren, dass sich deine Situation verändert hat. Wenn er mal einen Tag hier im Forum liest, dann wird er sehen, dass du im Gegensatz zu anderen ja recht "topfit" bist oder ihm zuliebe dir Mühe gibst. Ich schließe das aus dem Motorrad fahren, abends noch zu Freunden gehen und vor allem DU bist in der Lage zu arbeiten. Er muss verstehen, dass diese Krankheit nicht larifari ist und andere zu noch weniger in der Lage sind und du, dass es auch für ihn eine Umstellung ist, die Krankheit in euer Leben einzubauen.
Wenn du dir sicher bist, dass du ihn liebst...dann ist es vielleicht der einzige Punkt, der geklärt werden muss.

VG
S.

panna
26.05.08, 01:07
Hallo Helga,
ich habe mir jetzt diesen thread "gegeben" und auch mein erster Eindruck war:
Schilddrüse ist nicht Schulddüse ... warum?


Mein Freund ist ein regelrechter Nachtmensch. Vor 2 Uhr geht der gar nicht heim und dann schläft er morgens bis um 11.
Bei dir ist das anders - wahrscheinlich auch ohne die Krankheit


Ich kann da nicht mehr mithalten.

Das heißt, früher hast du: mitgehalten, weil du wolltest, und konntest, aber nicht wirklich, weil es dir ein Bedürfnis war? Frag dich das mal.
Wie viel kann/sollte man alleine machen dürfen (das frage ich, die ich nicht mal eine Wochenendehe, sondern bestenfalls eine Monatsehe führe, also das meiste machen wir beide getrennt).



Dann kommen bei mir öfters Schlafstörungen dazu. Fazit: ich habe einfach zu wenig Schlaf. Ich habe auch keinen Job wie er, der jeden Tag um 16Uhr den Kittel fallen lässt um heimgehen kann. Mein Job geht oft bis abends um 19 Uhr.

Sind das Dinge, die mit der Schilddrüse zu tun haben oder Dinge, die auch ohne die Krankheit zum Konflikt hätten führen können?



Ich finde es sehr traurig daß der eigene Partner genauso denkt wie der Rest der Mitmenschen. Man wird behandelt und gut ist. Eigentlich müsste er es besser wissen,
Ach das glaube ich nicht. Wissen ist ein Ding, fühlen ein anderes. Es ist schwierig, verzichten zu können - eine Frauentugend, Männer können das nicht, und die Frage ist: soll man verzichten (du auf deine Ruhe, er auf seine Unruhe)?



Die 3 Kinder von meinem Freund die dieses WE zu Besuch kommen kann ich diesmal nicht ertragen. Das ist mir zu viel Hektik.

Du stellst dich nicht zur Verfügung für die Resterziehung, und das wird theoretisch akzeptiert - aber wenn dir schon der Besuch zu viel ist - vielleicht ist das alles ein wenig zu viel an Unterschieden und Erwartungen? Unabhängig von der Schilddrüse? Denn: gesund ist man auch nicht alleine zum Zwecke der Anpassung an Erwartungen von außen.

Bei Kindern sagt man: Qualitätszeit miteinander verbringen. Wieso gilt das nicht auch für Partnerschaften ... man muss ja nicht alles zusammen "genießen", oder?

Grüße
panna

Antje B
26.05.08, 13:30
Hallo Helga,

kann Dich soooo gut verstehen. Mir war meine Beziehung auch zu anstrengend und ich trage mich schon seit Monaten mit dem Gedanken mich zu trennen (was nun auch geschehen ist und im Moment unheimlich weh tut). Ich konnte auch viel positives aus dieser Beziehung ziehen, aber es war ein ständiges auf und ab und mir alles zu viel:( Lag nicht nur an meiner gesundheitlichen Verfassung, einfach zu viele Probleme.

LG Antje

HMP666
26.05.08, 18:49
@panna:

Die Schlafstörungen treten bei mir auf wenn die Werte eher im niedrigen Bereich liegen. Ich wache ca. gegen 2 Uhr auf und kann vor 4 Uhr nicht mehr einschlafen. Natürlich geht mir dann so einiges im Kopf rum und das steigert die Schlaflosigkeit noch.

Das mit der Partnerschaft und den "fremden Kindern" ist so eine Sache. Erziehungstechnisch hält man sich als "Stiefmutter" am besten aus allem raus. Man erntet immer den blöden Spruch: Du hast mir gar nichts zu sagen, du bist nicht meine Mutter.
Auf die Nerven geht mir oft die 2 Zimmer 60qm Wohnung mit einer Küche so klein daß nicht einmal eine Sitzgelegenheit dort ist. Mit 5 Personen hast du dann nicht einmal das Klo (Bad und Klo in einem Raum) für dich alleine, geschweige denn eine Rückzugsmöglichkeit. Von wegen ich geh mal für 1 Stunde ins Schlafzimmer und lasst mich da mal bitte ausruhen. Das Schlafzimmer ist eh von den Kids belegt und ich schlafe dann mit meinem Freund auf einer Doppelluftmatratze im Wohnzimmer (die am Tag wieder weggeräumt wird). Andernfalls müsste ich im Schlafzimmer bis morgens um 11 ausharren, weil die Kids ja vor 11 Uhr nicht das Bett verlassen. Das ist für mich Stress. Echt! Dazu kommt noch das die 3 halbwüchsigen sich die ganze Zeit streiten und schlagen. Aber zum Glück ist das nur jedes 2. WE. Wenn ich einmal fest dort wohne werde ich 1 WE davorn nutzen um meine Mutter und meine Kinder zu besuchen. So haben wir das abgesprochen.
Zusammen wollen wir uns eine 4 Zimmer Wohnung nehmen, nur alleine ist das leider für keinen von uns finanzierbar.

So nun werde ich noch ein bisschen Kurzweile an der Nähmaschine geniessen, denn morgen geht nach 5 freien Tagen die Arbeit wieder los.

LG Helga

HMP666
26.05.08, 18:58
Hallo Helga,

kann Dich soooo gut verstehen. Mir war meine Beziehung auch zu anstrengend und ich trage mich schon seit Monaten mit dem Gedanken mich zu trennen (was nun auch geschehen ist und im Moment unheimlich weh tut). Ich konnte auch viel positives aus dieser Beziehung ziehen, aber es war ein ständiges auf und ab und mir alles zu viel:( Lag nicht nur an meiner gesundheitlichen Verfassung, einfach zu viele Probleme.

LG Antje

Hallo Antje

weisst du, ich habe mich schon einmal (nach 21 Jahren) getrennt. Jeder hat sich im Lauf der Jahre in eine ander eRichtung entwickelt und am Ende passte gar nichts mehr. Als meine Kinder immer älter wurden und ich daran dachte die kommenden Jahre mit meinem Mann alleine verbringen zu müssen überfiel mich die absolute Panik. Streitereien und Schreiereien waren die normale Tagesordnung. Es fiel mir nicht leicht, aber es ging nicht mehr anders.
Da bin ich dann gegangen.

Mit meinem jetzigen Freund verstehe ich mich im Grunde sehr gut.
Was mir stinkt ist daß ich mind. alle Vierteljahr mal daran erinnern muß das ich körperlich nicht mehr so kann wie noch vor 3 Jahren. Der vergisst das irgendwie immer.
Ich glaube das mit der körperlichen Leistungsfähigkeit wird sich auch nicht mehr bessern. Wohl auch nicht wenn ich die SD mal entfernt bekomme. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen daß das einen Leistungschub bewirkt.
Dazu kommt daß ich mittlerweile 47 Jahre alt bin. Ist doch normal wenn man da die Nächte nicht mehr durchzechen kann oder?

Nach 5 Tagen Ruhe und Rückzug sieht die Welt schon ein bisschen rosiger aus als noch am Mittwoch Abend.

LG Helga