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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jod hat nichts mit Hashimoto zu tun



Lilli36
02.03.07, 18:07
Hab mir gedacht, ich lass Euch das Mal lesen....:mad:

http://www.jodmangel.de/fragen_und_antworten/hashimoto-erkrankung.php

Geh ich da Recht in der Annahme, dass hier gesagt wird, dass man Jod im Prinzip ohne Probleme trotz Hashi nehmen kann und dass das auch mit Hashi gar nicht viel zu tun hat.... ?

LG
Lilli

deinEvent
02.03.07, 18:44
Hi Lilly - ich bin entsetzt - welcher Fachidiot hat denn diesen Mist verzapft. Aber in einem Punkt bin ich ihm sehr dankbar und da können wir auch einhaken - er benennt eine Dosis von 3oo mg als Auslöser!!!!!! Super :) denn genau das es, was bei der Zwangsjodierung nicht kontrollierbar ist und jeder ganz gewiss diese Dosis überschreitet, wenn er sich mit Brot, Eiern, Fleisch, Milch und Milchprodukten und sämtliche Fertigprodukte mit Jodsalz kauft und dieses Zuhause für alle Nahrungsmittel als Würzmittel verwendet. Eine Deklarationspflicht mit genauer Mengenangabe ist daher zwingend nötig und dann müssen diese Hirnis passen - denn keiner kann genau sagen, wieviel Jod in einem Schnitzel oder einem Ei ist, denn jedes Tier nimmt eine andere Menge an Jod im Futtermittel zu sich.
Ich persönlich kippe jedesmal aus den Latschen, wenn ich etwas mit Jod esse und dann wird einem hier gesagt, das macht nix und wir hätten keine Beschwerden. Bin normalerweise nicht gehässig, aber diesem Typen wünsche ich unsere Krankheit an den Hals, damit er merkt, welchen Unsinn er schreibt

Sabinchen
02.03.07, 18:48
Hab mir gedacht, ich lass Euch das Mal lesen....:mad:

http://www.jodmangel.de/fragen_und_antworten/hashimoto-erkrankung.php

Geh ich da Recht in der Annahme, dass hier gesagt wird, dass man Jod im Prinzip ohne Probleme trotz Hashi nehmen kann und dass das auch mit Hashi gar nicht viel zu tun hat.... ?

LG
Lilli

Hallo Lilli,
aber hier widerspricht man der eigenen These:

Zitat:
"Eine Jodaufnahme in Höhe des Bedarfs durch Fisch, Milch(produkte), Jodsalz und über Lebensmittel mit Jodsalz bereitet Hashimoto-Patienten keine Probleme. Nur eine sehr hohe Jodzufuhr (über 300 µg pro Tag) kann zu einer Erhöhung der entzündlichen Aktivität in der Schilddrüse führen."


Wie soll ich erkennen, ob ich mit einer Scheibe jodiertem Brot mit jodiertem Käse und einem jodiertem Ei (durch Futter), Geflügel, was mit Jodfutter gefüttert wird, sowie doppelt bis dreifach jodierter Wurst (über jodiertes Futter, Jodsalz, jodiertes Nitritpökelsalz) nicht schon längst diese Grenze überschritten habe:confused:
Wenn ich dazu noch eine Maggi-Brühe mit Jodsalz , natürlich jodhaltiges Wasser trinke, Fruchtsaft mit hohem Jodgehalt, vielleich noch Molke, die schlimmste "Jodbombe"...:mad:

Weil die Jodzusätze weder analysiert noch deklariert werden (müssen), sind solche Zahlenspielchen Schall und Rauch!:mad:

Liebe Grüße

Sabinchen

apjunseno
02.03.07, 18:49
Welcher Fachidiot? Na, das steht doch oben links.

Unsere Freunde, die Jodmangelhysteriker!

LG Apjunseno

(Ich bin jetzt 42, denke aber - echt optimistisch - , dass ich es noch erlebe, dass die Jodiererei als Fehler akzeptiert wird. Ich war mir früher auch immer sicher, dass die Zeit kommt, in der man den Rauchern auf die Pelle rückt. Und bingo. Das haben wir jetzt.)

Sabinchen
02.03.07, 18:51
Welcher Fachidiot? Na, das steht doch oben links.

Unsere Freunde, die Jodmangelhysteriker!

LG Apjunseno

(Ich bin jetzt 42, denke aber - echt optimistisch - , dass ich es noch erlebe, dass die Jodiererei als Fehler akzeptiert wird. Ich war mir früher auch immer sicher, dass die Zeit kommt, in der man den Rauchern auf die Pelle rückt. Und bingo. Das haben wir jetzt.)


Da muß ich Dir recht geben! Spätestens wenn die Jodschäden nicht mehr bezahlbar sind... (sind sie jetzt eigentlich schon nicht mehr)

Liebe Grüße

Sabinchen

Sabrina23
02.03.07, 18:57
oder man trinkt einfach nen liter jodierte milch und hat seinen tagesbedarf für 2,5 wochen gedeckt.

der akj redet sich halt alles schön. doch wer auf das jod reagiert - sabinchen wird da viel zu sagen können - weis das es eben nicht angebracht ist und uns sehr wohl was ausmachen kann.

grüßli

Urmele
03.03.07, 01:29
oder man trinkt einfach nen liter jodierte milch und hat seinen tagesbedarf für 2,5 wochen gedeckt.

der akj redet sich halt alles schön. doch wer auf das jod reagiert - sabinchen wird da viel zu sagen können - weis das es eben nicht angebracht ist und uns sehr wohl was ausmachen kann.

grüßli
Sabrina2300 - ein Liter Milch 2600 µg Jod? Blühende Fantasie! Hierzu eine Tabelle:

Table 2: Annual Iodine Concentrations in Milk (µg/L)

Minimum Maximum Mean
Australia (Tasmania) 110 440 265

Australia (Victoria) 31 361 15

New Zealand 44 184 85

United Kingdom 184 426 315

Germany (Preiss 1997) <100 150 115

aus: http://216.239.59.104/search?q=cache:AUPxRD4uVw8J:www.foodstandards.govt .nz/_srcfiles/A528%2520Iodine%2520in%2520FSFs%2520DAR%2520Final. doc+milk+iodine+table+2+tsh+mu+1997+table+4+new+ze aland&hl=de&ct=clnk&cd=10&gl=de&client=firefox-a

Zur besseren "Bildung" (Lesen bildet!):
http://www.braunschweig.de/wirtschaft_wissenschaft_bildung/stadt-der-wissenschaft/tgdw/070108jod.html

http://www.springerlink.com/content/8dwqlu94qemu70rc/

http://www.kiggs.de/experten/downloa...ibul_49_06.pdf

http://www.ernaehrungs-umschau.de/media/pdf/pdf_2006/01_06/EU01_17_21.pdf
siehe dort Tabelle 5: mittlerer Jodgehalt der Milch (Median) um gut 100 µg pro Liter, also gut 10 µg Jod pro 100 ml (zum Vergleich noch Schweden: 140 µg Jod/L Milch, USA: 330 µg/L, also wie Großbritannien).
Übrigens: Im Gegensatz zu den anderen Studien waren bei der dort auch zitierten Thüringer Studie (Prof. Jahreis in Jena) einzelne Ausreißer-Messungen nach oben vorgekommen, die von anderen Laboren nicht verifiziert werden konnten, weil Herrn Prof. Jahreis die zugehörigen Rückstellproben durch Laborumzug abhanden gekommen waren! - Lol!

Jodbestimmungen in Lebensmitteln sind grundsätzlich keine einfache Analytik:
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1039106&page=2&highlight=mic

Die Neuen hier schenken der Panikmache Einzelner vielleicht noch Glauben - der Bundestags-Petitionsausschuss sicher nicht!

Wohlig grüßt das (M)URMELTIER
das fürchtet keinen Steinschlag hier.
Wer keine Milch mag, trinke Bier!;)

Michael D'Angelo
03.03.07, 02:28
Hallo Urmelle!

Du schreibst:

Sabrina2300 - ein Liter Milch 2600 µg Jod? Blühende Fantasie! Hierzu eine Tabelle:

=> So blühend ist die Phantasie von Sabrina nicht! Dieser Wert 2600 µg Jod/Liter Milch scheint durchaus möglich zu sein, wenn die Tiere 10 mg Jod/kg Tierfutter zu essen bekämen, denn diese war bis jetzt die höchstzulässige Menge an Jod im Tierfutter!!

Quelle: http://www.bmvel-forschung.de/index.cfm?uuid=0003A7A7C7DE1ED4AFFB6520C0A8E066&and_uuid=0005D86604641408BB176521C0A8D816&show_long=1

Bessere Jodversorgung durch Milch
(erschienen: März 2006) Jod gehört zu den Spurennährstoffen, mit denen viele Menschen nicht ausreichend versorgt sind. Neben der Jodierung von Speisesalz und verschiedenen anderen Lebensmitteln ist es auch möglich, die Jodversorgung von Menschen zu verbessern, indem Jod dem Futter von Nutztieren in bedarfsübersteigenden Mengen zugesetzt wird. Dadurch kann der Jodgehalt von Lebensmitteln tierischer Herkunft erhöht werden. Wissenschaftler haben nun die Möglichkeiten und Grenzen der Jodanreicherung in Lebensmitteln tierischer Herkunft bewertet.

Am Institut für Tierernährung der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) wurde der Einfluss unterschiedlicher Jodzugaben im Futter auf die Jodkonzentration in Kuhmilch und anderen Lebensmitteln untersucht. Vor allem der Jodgehalt von Milch konnte deutlich erhöht werden, was die Frage nach sinnvollen Höchstgrenzen aufwarf. Denn auch ein Jodüberschuss kann sich negativ auf den Schilddrüsenstoffwechsel auswirken. Für Vorschulkinder liegen die Empfehlungen zur Jodzufuhr bei 40-80 μg/Tag, für Schulkinder bei 100-200 μg/Tag. Erwachsene sollten 180-200 μg/Tag zu sich nehmen; jedoch sollte die maximale Aufnahmemenge 300-450 g/Tag (Schulkinder) bzw. 600 g/Tag (Erwachsene) nicht überschreiten.

Mit einem halben Liter Milch (Jodgehalt 100-200 μg/kg) kann bereits etwa die Hälfte des täglichen Jodbedarfs bei Kindern gedeckt werden. Bislang gestattete der Gesetzgeber relativ hohe Maximalwerte für Jod in der Tierernährung. Futter durfte bis zu 10 mg Jod pro kg enthalten. Das ist 20-mal mehr Jod als der Bedarf der Tiere.

Bei Versuchen in der FAL wurde dem Futter von Kühen 5,5 mg Jod/kg zugesetzt, wodurch der Jodgehalt der Milch auf durchschnittlich 1215 μg/kg gesteigert werden konnte. Bei Zugabe von 10 mg stieg der Gehalt sogar auf rund 2760 μg/kg. Damit wäre schon mit einem halben Liter Milch am Tag die maximal tolerierbare Jodaufnahme deutlich überschritten.

Auch bei Eiern bewirkt die Jodzulage im Hühnerfutter einen deutlichen Anstieg des Jodgehalts. Bei Fleisch steigt durch Jodzusatz im Futter der Jodgehalt nicht so deutlich wie bei Eiern und Milch. Zudem kann der Beitrag von Fleisch zur Jodversorgung des Menschen mit weniger als 5 % der Aufnahme als relativ gering eingeschätzt werden.

Bisher wurde in der Praxis kaum mehr als 2 mg Jod je kg Mischfutter zugesetzt. Wie die Versuche zeigten, hätte aber ein potenzielles Risiko für bestimmte Bevölkerungsgruppen bestanden, wenn die bestehenden Maximalwerte ausgeschöpft worden wären. Die EU-Kommission hat auf die Ergebnisse der Wissenschaftler reagiert und die Höchstmengen für Jod in Futtermitteln halbiert. Sie betragen nun für Milchkühe und Legehennen 5 mg/kg. Auf Gesundheit und Leistung der betroffenen Tierarten sind durch die neuen Obergrenzen keinerlei Auswirkungen zu erwarten, da diese immer noch etwa zehnfach über dem Bedarf der Tiere liegen.


=> Auch das Schilddrüsennetz aus Hannover hat diese Untersuchung aufgegriffen und diese gut in einer Tabelle dargestellt:

http://www.schilddruesenguide.de/jodgehalt_kuhmilch.pdf


Die Neuen hier schenken der Panikmache Einzelner vielleicht noch Glauben - der Bundestags-Petitionsausschuss sicher nicht!

=> Ich bin garantiert kein NEUER hier, aber ich kann man sehr wohl vorstellen, daß diese Menge an Jod sehr leicht zu erreichen ist, wenn man die Realität der Tierfütter sieht: Der Bauer nimmt einfach den Futterzusatz, wo das Jod drin ist, schüttet es einfach die Tröge der Kühe, so "pi mal Daumen", und denk sich dabei: "Viel hilft viel! Jod ist ja gesund!" Wieviel jetzt die einzelne Kuh pro Tag an Jod abkriegt, weiß keiner, nicht mal der Bauer. Und wieviel Jod letztendlich beim Verbraucher im Glas, im Käse oder in der Butter ist, weiß auch keiner, weil es fast nie kontrolliert wird.
Wenn dies nun nur ein einzelner Bauer machen würde, wäre kein Problem, die Milch wird ja mit weniger jodhaltiger gestreckt.

Aber wenn jetzt alle Bauern diese "pi mal Daumen-Methode" machen, dann steigt auch der Jodgehalt der Milch massiv an und das könnte für viele Menschen mit einer Autoimmunerkrankung der SD oder Jodunverträglichkeit sehr schlecht sein.

Deswegen gibt es ja die Petitionen, die verlangen, daß diese "pi mal Daumen-Methode" nicht gemacht wird, sondern wenn schon Viehfutter mit Jod versetzt ist, daß diese Futter nicht manuell vom Bauern dazu gegeben werden kann, sondern fester Bestandteil der Hauptvielfutter ist und nicht nur im Zusatzfutter. Und natürlich sollte es auch Viehfutter ohne künstlichen Jodzusatz geben, das wäre sehr wichtig!

Also wenn man fast nur die Hälfte des bisherigen Jodgehaltes im Zusatzviehfutter hat, dann waren das bei 5,5 mg Jod/kg Futter, wie nach der neuen EU-Verordnung gefordert, ist in der Milch knapp 1215 µg Jod/Liter Milch!!!!!!!! Also absolut untollerabel für gesunde und kranke Menschen!

Also bevor Du über andere ablästerst, würde ich selber erst mal gründlich lesen und nicht so ne dicke Lippe riskieren!

Liebe jodfreie Grüße

Michael D'Angelo

Urmele
03.03.07, 08:55
Hallo Michael!

Ich zitiere dich auszugsweise:
Bei Versuchen in der Forschungsanstalt für Landwirtschaft wurde dem Futter von Kühen 5,5 mg Jod/kg zugesetzt, wodurch der Jodgehalt der Milch auf durchschnittlich 1215 μg/kg gesteigert werden konnte. Bei Zugabe von 10 mg stieg der Gehalt sogar auf rund 2760 μg/kg. Damit wäre schon mit einem halben Liter Milch am Tag die maximal tolerierbare Jodaufnahme deutlich überschritten.

Bei Fleisch steigt durch Jodzusatz im Futter der Jodgehalt nicht so deutlich wie bei Eiern und Milch. Zudem kann der Beitrag von Fleisch zur Jodversorgung des Menschen mit weniger als 5 % der Aufnahme als relativ gering eingeschätzt werden.

Bisher wurde in der Praxis kaum mehr als 2 mg Jod je kg Mischfutter zugesetzt.
Wie die Versuche zeigten, hätte aber ein potenzielles Risiko für bestimmte Bevölkerungsgruppen bestanden, wenn die bestehenden Maximalwerte ausgeschöpft worden wären. Zitatende

Du hast richtig zitiert. Es waren Versuche.

Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär!

Diese Versuche waren übrigens mit ausschließlicher Kraftfutterfüttering gemacht - in der Praxis sind es ca. 50 %, wie man in dem von mir angegebenen Link zu den Experimenten (Ernährungsumschau-Link) nachlesen kann.
Deine Meinung, es werde noch mehr, wenn der Bauer die "pi mal Daumen"-Methode praktiziert, trifft nicht zu.

Ich habe im August oder September 2006 einmal mit Herrn Prof. Fkachowski von der Forschungsanstalt für Landwirtschaft telefoniert und er sagte, dass derzeit der Kraftfutter-Jodgehalt 1 mg/kg in Deutschland beträgt (was bei den Experimenten, mit ausschließlicher Kraftfutterfütterung, 0,5 mg/kg entspreche).
Stellenweise sei früher auch Kraftfutter mit 1,5 mg/kg verkauft worden.

Also bevor man über die Milch ablästert und mit Ergebnissen tierexperimenteller Fütterungen, obwohl solches Kraftfutter nie verkauft wurde, andere Mitbetroffene herumteibt, ...:confused:

:) Ich jedenfalls lasse mir die Milch nicht vermiesen.:)

Liebe, realitätsbezogene ;) Grüße zurück!
Urmele

Lilli36
03.03.07, 11:39
Also ich find es einfach unverantwortlich sowas zu schreiben und dann auch noch im Internt zu verbreiten:mad:
Schick Euch liebe Grüße
Lilli

apjunseno
03.03.07, 11:56
Urmele,

alles schön und gut. Aber man kann die Effekte nicht wegdiskutieren. Ich liebe frische Vollmilch und Milchprodukte. Nur wieviel Jod ich damit zu mir nehme, weiß kein Mensch. Was ich aber weiß: es ist häufig zu viel und ich bekomme davon halswehähnliche Schluckbeschwerden. Ich weiß das deswegen so genau, dass das das Jod ist, weil man mir am Anfang Thyronajod verschrieben hat. Tagelang hatte ich diese Beschwerden, bis mein neuer Doc das Jod einkassierte. Und auch heute habe ich das hin und wieder und brauche auch im Regelfall nicht lange zu suchen: Insbesondere wenn ich bei bestimmten Käsesorten zuschlage, krieg ich die Beschwerden. Und das ist voll der Mist, denn es fühlt sich immer so an, wie eine beginnende Erkältung (die es aber nie wird). Und warum habe ich die Probleme? Weil das Jod angeblich für alle gut ist. Das ist es aber nicht in diesen Mengen.

Was mich massiv nervt: In unserem Rechtsstaat gibt es definitiv keinen Vorrang des Lebens vieler gegenüber dem Leben einiger. Das lernt man in den ersten Semestern Jura und als Nichtjurist sieht man das z.B. an Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zum Luftsicherheitsgesetz oder ähnliche Gesetzgeberversuche. Ich kann kein Passagierflugzeug abknallen, auch wenn damit das Leben von 1000-mal soviel Menschen gerettet würde wie unschuldige Passagiere im Flugzeug sitzen.

Wieso soll es bei der Gesundheit anders sein? Was habe ich getan, dass man mir mein Essen vermiest? Wenn wenigstens die Menge angegeben würde. Aber nein, nicht einmal das. Es bleibt dabei: Dosis facit venenum. Die Menge macht das Gift. Dann sollen die Verantwortlichen doch endlich mal eine ordentliche Untersuchung der Bevölkerung über die Jodaufnahme machen. Statt ins Blaue hinein die Jodiererei zu fördern.

Apjunseno

irnee
03.03.07, 12:29
Urmele, niemand will Dir Deine Milch vermiesen oder wegnehmen. Wenn Du sie gut verträgst, ist es doch gut. Aber die Menschen sind verschieden empfindlich, das wirst Du nicht durch Proteste ändern.

Stell Dich doch erst mal vor und schreib, was Du mit Hashimoto zu tun hast.

triebi
03.03.07, 12:29
Der Bundestag hat die Petition an das EU-Parlament weitergeleitet (den Link hatte Norbert hier rein kopiert siehe Deklarationspflicht-Thema).

Es wird jetzt hoffentlich bald was passieren. Freue mich nicht gerade, daß nun auch noch Folsäure zugesetzt werden soll. :mad:

LG Sandra

PS. Irnee so jemand brauch sich bei mir nicht vorstellen. Ich weiß, in welches "Lager" er/sie/es gehört.

irnee
03.03.07, 12:36
Apjunseno, ich bin ebenfalls optimistisch und glaube, dass sich Vernunft langfristig durchsetzt, und sachliche Aufklärung sinnvoll ist.

Michael D'Angelo
03.03.07, 13:34
Hallo Urmele!

Oder sollte ich lieber sagen:

Hallo Dickerchen!

Hallo Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeits des AKJ!

Lieber selbsternannter Viehfutter-Experte, erklär uns doch mal bitte, was so alles im Kuhstall abläuft und wieviel Jod doch in die Milch reinkommt! Oder vergiss nicht immer die Hälfte!

Du schreibst:

Bisher wurde in der Praxis kaum mehr als 2 mg Jod je kg Mischfutter zugesetzt.
Wie die Versuche zeigten, hätte aber ein potenzielles Risiko für bestimmte Bevölkerungsgruppen bestanden, wenn die bestehenden Maximalwerte ausgeschöpft worden wären. Zitatende

Du hast richtig zitiert. Es waren Versuche

=> Eben, es waren Versuche! Nur nützt es uns SD-Geschädigten nichts, wenn man nur dem Rindviechern eine ungenaue genaue Dosis zum Viehfutter gibt! "Pi mal Daumen" ist leider Gang und Gebe bei den kleineren Betrieben bei der Gabe der Zusatzfutters per Hand!!! Ob es Dir passt oder nicht, so läuft es leider in der Realität!

Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär!

=> WENN wir nicht aufpassen, dann haut uns leider die Viehfutterindustrie einen Haufen Jod über den Stall ins Essen, was wir überhaupt nicht brauchen und viele einfach nicht vertragen! Ob es Dir passt oder nicht, es gibt sehr viele Menschen, die vertragen diese Mengen an Jod in der Nahrung nicht. Und noch mehr können von der große Menge Jod krank werden.

Diese Versuche waren übrigens mit ausschließlicher Kraftfutterfüttering gemacht - in der Praxis sind es ca. 50 %, wie man in dem von mir angegebenen Link zu den Experimenten (Ernährungsumschau-Link) nachlesen kann.

=> In der Regel heißt eben, daß es nicht immer so ist!! Sollte man auch wissen!
Und was ist im Winter?
Und was ist bei Viehgroßbetrieben der Fall, die kaum eigene Flächen mit Gras und Heu haben?
Und was ist mit der Jodierung der Milch durch die Euterdesinfektion bei automatischen Melkanlagen?
Wieviel kann da in Milch ZUSÄTZLICH ZUM VIEHFUTER kommen?
Hast Du schon mal was von Jodophor gehört??

http://www.diss.fu-berlin.de/2002/98/

Lieber selbsterannter Experte, ich bitte um Erklärung, was soviel Jod in der Milch, Butter, Käse oder Fleisch für Menschen bedeutet, die Hashimoto oder MB haben oder eine genetische Prädisposition dazu!
Und dann wird auch noch das Fleisch zu Würst verarbeitet und mit Jodsalz versetzt! Da kann man nur sagen: Die Autoimmunthyreopathie Hashi und MB, sie leben hoch!!!!


Deine Meinung, es werde noch mehr, wenn der Bauer die "pi mal Daumen"-Methode praktiziert, trifft nicht zu.

=> Die kleinen Bauern wissen doch überhaupt nicht, wieviel und was in ihrem Viehfutter drin ist. Manche Hersteller des Futters schreiben drauf, was drin ist, und mache schreiben eben nicht drauf, was drin ist.
Wie soll da der Kleinbauer wissen, was er an Jod verfüttert, wenn es nicht mal draufsteht??
Mit einem Schaufelchen wird das Zusatzfutter der Kuh vor die Schnauze geschmießen und das "pi mal Daumen"! Eine Küchenwaage zum Abwiegen solcher Zusatzmengen hab ich noch nie gesehen!

Bei großen Betrieb mag die Jodmenge besser dosierbar sein, wenn man das überhaupt im Auge hat, aber bei kleinen Betrieben ist es kaum praktizierbar. Dafür kriegen wir von Großbetrieben mehr Jod über die Euterdesinfektion ab.


Ich habe im August oder September 2006 einmal mit Herrn Prof. Fkachowski von der Forschungsanstalt für Landwirtschaft telefoniert und er sagte, dass derzeit der Kraftfutter-Jodgehalt 1 mg/kg in Deutschland beträgt (was bei den Experimenten, mit ausschließlicher Kraftfutterfütterung, 0,5 mg/kg entspreche).
Stellenweise sei früher auch Kraftfutter mit 1,5 mg/kg verkauft worden.


=> Woher weiß der Professor oder Du den, was eine Kuh im Kuhstall in Hinterschmieding zum Fressen bekommt?
Woher weiß der Herr Professor oder Du, wieviel im normalen Viehfutter an Jod drin ist?
Woher weißt der Herr Professor oder Du, was im Grundfutter (Heu, Silage) an Jod natürlich drin ist, vorallem dann, wenn die jodhaltige Gülle auf die Felder gesprüht, die später das Vieh wieder zum Essen bekommt??

Bleib lieber beim Bier, da ist nicht soviel Jod drin!!!


Liebe jodfreie Grüße

Michael D'Angelo

Urmele
03.03.07, 14:06
:confused: Ich glaub', jetzt spinnt hier wer ganz schwer!:confused:
Urmele

irnee
03.03.07, 15:09
Urmele, Du hast Dich immer noch nicht vorgestellt. In diesem Forum geht es um Selbsthilfe für Betroffene. Wie sieht Dein Bezug zu Hashimoto aus?

triebi
03.03.07, 15:13
Hallo Michael,

reg Dich nicht so auf, sonst reicht die Woche Malta nicht zum entspannen;) ... Die Anrede finde ich sehr passend. Dieser Gedanke war auch mir nicht fern. Wer so argumentiert und immer mit den gleichen Links um sich schmeißt, ist schnell enttarnt.

LG Sandra

eliza
03.03.07, 15:15
Hallo Michael,

ich frage mich immer, warum Du gleich so persönlich angreifend und unterstellend wirst. Warum Du andere Meinungen als die Deine (die nicht mal schlechter belegt sein müssen) nicht nur nicht tolerierst, sondern gleich

draufhaust. Dass Du Dich und Dein Umfeld als Maßstab aller Dinge ansiehst ist nur verständlich. Daraus folgt aber, dass Dein Blick sehr eingeschränkt ist. Was Deine Reaktion auf Andersdenkende beweist.

Ich bin auch dafür, dass draufgeschrieben werden sollte, was in Nahrungsmitteln zusätzlich beigefügt wird. Fängt bei ACE an und hört bei Jod auf.

Gut ist, dass viele hier Milch/Milchprodukte gar nicht vertragen. Sie sollten also damit keine Probleme bekommen. Und Wurst ist unabhängig vom Jod zumeist nur Abfall, wenn man das vom Teller verbannt, tut man sich

so oder so nur Gutes.

Gruß, liz

apjunseno
03.03.07, 15:15
Michaels Verdacht ist nicht von der Hand zu weisen. Na, warten wir mal auf die persönliche Vorstellung.

Apjunseno

Norbert Nehring
03.03.07, 15:41
:confused: Ich glaub', jetzt spinnt hier wer ganz schwer!:confused:

...tja, und wer?;)

http://www.ht-mb.de/forum/showpost.php?p=1366337&postcount=98

http://www.ht-mb.de/forum/showpost.php?p=1366430&postcount=99

http://www.ht-mb.de/forum/showpost.php?p=1380480&postcount=111

...und dazu "as if"... http://www.tll.de/ainfo/tiear235.htm

http://www.ht-mb.de/forum/showpost.php?p=1384238&postcount=114

Sicherheit?! Wohl eher Wunschdenken!

Norbert

deinEvent
03.03.07, 16:02
Hi zusammen, also das Urmele ist mir auch suspekt. Wir bemühen und alle, die Zwangsjodierung zu stoppen und zumindest eine Deklarierung zu erwirken und Urmele scheint die Jodierung zu befürworten. Es geht ja nicht um die Milch alleine, da hängt er sich jetzt auf und wirft mit Links um sich - aber es geht um die Gesamtaufnahme an täglichem Jod, die einfach bei Weitem die Grenzwerte übersteigt. Man isst Brot, Eier, Käse, Fleisch, Soßenpulver und Suppenwürfel, Joghurt und auch wenn ich Zuhause das Jodsalz weglasse (und diese Jodmenge ist im Gegensatz zu den anderen Jodbomben lächerlich) und da komm ich locker über die von der WHO vorgeschlagenen Jodempfehlungen drüber. Das schadet ja sogar Gesunden und nicht nur uns Hashis. Ich war ja vor meiner Hashi-Diagnose voll naiv in diesem Punkt. Ich dachte nur wenn ich Jodsalz oder Produkte mit Jodsalz kaufe und esse, nehme ich auch nur dann Jod zu mir. Dass da künstlich überall Jod zugesetzt wird, war mir bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt und war natürlich entsetzt, als ich dann erfahren musste, was ich alles NICHT mehr essen darf um Jod einigermassen auszuweichen. Was mit rein deutscher Ernährung nicht möglich ist

irnee
03.03.07, 16:10
Hallo Event,

mir hat es bereits eine deutliche Verbesserung gebracht, das Jodsalz und jodierte Fertiggerichte und Fastfood komplett wegzulassen. Nach einem Besuch bei MacDonalds hatte ich z.B. regelmäßig so ein Flackern in der Kehle, das ist mittlerweile verschwunden. Konsequenz lohnt sich für mich.

Ich bin aber auch interessiert daran, dass der Jodgehalt in meiner Nahrung möglichst gering ist, da mir Jod offenbar schlecht bekommt.

Irene

deinEvent
03.03.07, 16:37
Hallöchen Irnee, bei mir reicht es leider nicht, nur auf Jodsalz zu verzichten. Ich reagiere auf jedes Zipfelchen Jod und kann nur noch Sojamilch (die zum Kochen ohne Salz), Neuseeländisches Lamm, Nudeln ohne Ei, sündteueres Joghurtpulver ohne Milch- und Molkezusätze essen (natürlich auch wieder mit Sojamilch angerührt). Sobald ich irgendwas mit Jod erwische bin ich am nächsten Tag krank (Muskelverspannung, eingeschlafene Hände). Ganz schlimm war es, als ich vom Bauernmarkt Eier kaufte und die Händlerin mir beteuerte, dass die Hühner nur Weizen bekommen uns sonst nix (auch kein Brot) - ich habe mir freudestrahlend Abends Rührei mit Gemüse gemacht und dafür 2 Eier verwendet - am nächsten Morgen musste ich mich übergeben und habe seitdem eine chronische Kehlkopfentzündung mit ständigem rauhem Hals und Räusperzwang (ist jetzt 4 Wochen her). Ich ging dann nochmal zu der Verkäuferin hin und dann wurde mir gesagt, dass sie sich nochmal erkundigt hat und die Hühner doch Futter mit Jodzusatz bekämen !!! Es ist zum Mäusemelken.

irnee
03.03.07, 16:55
Hallo Event,

wenn das bei Dir so krass ist, wäre es dann nicht sinnvoll, ein paar Hühnerhalter gründlich aufzuklären und als Partner für Jodsensible zu gewinnen? Das wäre ja quasi eine Marktlücke: Jodarme Eier! Könnte man sogar als Flüssig-Ei im Versand anbieten.

Viel Erfolg bei der Ostereierjagd!
Irene

Michael D'Angelo
03.03.07, 17:12
:confused: Ich glaub', jetzt spinnt hier wer ganz schwer!:confused:
Urmele

=> War das Deine Antwort??? Ein bissle wenig Inhalt!!!!

Michael D'Angelo

Sabinchen
03.03.07, 17:45
Hallöchen Irnee, bei mir reicht es leider nicht, nur auf Jodsalz zu verzichten. Ich reagiere auf jedes Zipfelchen Jod und kann nur noch Sojamilch (die zum Kochen ohne Salz), Neuseeländisches Lamm, Nudeln ohne Ei, sündteueres Joghurtpulver ohne Milch- und Molkezusätze essen (natürlich auch wieder mit Sojamilch angerührt). Sobald ich irgendwas mit Jod erwische bin ich am nächsten Tag krank (Muskelverspannung, eingeschlafene Hände). Ganz schlimm war es, als ich vom Bauernmarkt Eier kaufte und die Händlerin mir beteuerte, dass die Hühner nur Weizen bekommen uns sonst nix (auch kein Brot) - ich habe mir freudestrahlend Abends Rührei mit Gemüse gemacht und dafür 2 Eier verwendet - am nächsten Morgen musste ich mich übergeben und habe seitdem eine chronische Kehlkopfentzündung mit ständigem rauhem Hals und Räusperzwang (ist jetzt 4 Wochen her). Ich ging dann nochmal zu der Verkäuferin hin und dann wurde mir gesagt, dass sie sich nochmal erkundigt hat und die Hühner doch Futter mit Jodzusatz bekämen !!! Es ist zum Mäusemelken.

Hallo,
hast Du einen PLUS-Markt in der Nähe? Dort gibt es BioBio-Eier aus Holland mit NL-Stempel, die vertrage ich zumindest in kleinen Mengen. In Holland ist die Jodierung des Viehfutters verboten. Auch mit holländischem Gemüse habe ich bessere Erfahrungen als mit deutschem gemacht.:)

Mach der Verkäuferin keinen Vorwurf, das heißt bestimmt nur Legefutter oder Mineralstoffgemisch. Dere Jodzusatz muß nicht deklariert sein.:mad:

Liebe Grüße

Sabinchen

Sabrina23
03.03.07, 17:54
QUOTE=Urmele;1424305]Sabrina2300 - ein Liter Milch 2600 µg Jod? Blühende Fantasie! Hierzu eine Tabelle:



Wohlig grüßt das (M)URMELTIER
das fürchtet keinen Steinschlag hier.
Wer keine Milch mag, trinke Bier!;)[/QUOTE]

michael sagte ja schon genug dazu ansonsten empfehle ich dir noch www.jodkrank.de dort unter der rubrik ernährung steht genug. außerdem gibts noch eine tabelle mit alphabetischer ordnung der lebesmittel und deren jodgehalt.

grüßli

irnee
03.03.07, 18:29
Ein Fund aus Norberts Linksammlung:

Der Leiter der Schilddrüsenambulanz in Graz gesteht immerin ein, dass durch die Jodierung die Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse zunehmen:

"Es stimmt, dass durch diese Maßnahme ein geringer Anstieg von Autoimmunerkrankungen, Schilddrüsenentzündungen entstanden ist, der aber, verglichen mit den Vorteilen, vernachlässigt werden kann", so Buchinger.

Hier setzt auch Kritik an:

Anders sieht dies sein Kollege, Gerhard Wolf, Schilddrüsenspezialist am LKH Graz. Die Jodprophylaxe habe unverzichtbare Verdienste geleistet. Dem Vorwurf der Kritiker, die von "Zwangsjodierung" sprechen, kann er aber durchaus etwas abgewinnen.

"Ich glaube schon, dass die moderne Medizin imstande sein muss, diese Risikogruppen heraus zu filtern, die tatsächlich Jodmangel haben und nicht die gesamte Bevölkerung mit einem Stoff zu versehen, den vielleicht ein gewisser Prozentsatz gar nicht braucht, oder ein kleiner Prozentsatz, für den es durchaus auch gefährlich wäre", so Wolf.

Der ganze Artikel: http://steiermark.orf.at/stories/147669

Es ist der Konflikt, den Apjunenso schon erwähnt hat: Kann man von Einzelnen wirklich verlangen, dass sie ihre Gesundheit dem Kolletiv opfern? Ich denke nicht daran.

irnee
03.03.07, 18:38
Ich meinte natürlich Kollektiv, Gemeinschaft.

Lilli36
04.03.07, 12:29
Naja Urmele....vielleicht ist es ja das:http://www.wunschkinder.net/blog/2006/05/30/anleitung-zum-trollen-von-engeln-und-trollen.html