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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rufbereitschaft



majosu
20.02.07, 10:07
Hallo,
brauche heute mal Eure Hilfe in anderer Sache.


Person A braucht dringend Anhaltspunkte in welcher Höhe vom Bruttolohn (%) Rufbereischaft (in diesem Fall Krankenpflege) zu vergüten wäre.
Person A ist mit dem Angebot des AG nicht einverstanden.

Vielen Dank
majosu

stängli
20.02.07, 10:43
Hy majouso,

soweit ich weiß, kommt es auch darauf an, ob der AG an einen Tarifvertrag gebunden ist bzw. ob ein Haustarifvertrag existiert oder ob es ein kleiner AG z.B. Pflegedienst ist, wo man das auch individuell vereinbaren kann und muss! Und wenn dann Person A mit dem Angebot des AG nicht einverstanden ist, wirds schwierig.

LG Ina

majosu
20.02.07, 10:54
Hallo,
es ist eine größere Firma.
Es gilt kein Tarifvertrag und nach meinem Arbeitsvertrag müsste ich keine Rufbereitschaft leisten.


majosu

gypsy
20.02.07, 12:04
Hallo majosu,

Person A braucht dringend Anhaltspunkte in welcher Höhe vom Bruttolohn (%) Rufbereischaft (in diesem Fall Krankenpflege) zu vergüten wäre.
Person A ist mit dem Angebot des AG nicht einverstanden.

Bei größeren Arbeitgebern im sozialen Bereich (Caritas, AWO, Diakonie etc.) gibt es in der Regel entweder interne Richt- bzw. Leitlinien, in denen auch diese Fragen, wie auch z.B. Dienstzeit, Urlaubsregelungen etc. geregelt sind mit den entsprechenden Staffelungen bezüglich der Entlohnung oder es gelten die Regelungen des öffentlichen Dienstes.
Ich habe meine Richtlinien leider nicht mehr, sonst hätte ich nachgeschlagen. Da ich aber dieses Problem bei einem Arbeitgeber damals auch hatte, weiß ich, dass es da einige Unterschiede gibt.
Wie wird denn die Rufbereitschaft bei Dir definiert? Man muss hier zwischen Arbeitsbereitschaft, Bereitschaftsdienst oder Rufbereitschaft unterscheiden (da sind die Begriffe ziemlich gut erklärt: http://www.kanzlei-spengler.de/_documents/4_Arbeitszeitfragen%20im%20Rettungsdienst.pdf).

Musst Du dafür an Deinem Arbeitsplatz sein evtl. übernachten oder reicht es aus, dass Du z.B. per Handy für andere Mitarbeiter erreichbar bist, um Fragen zu beantworten, und um im Notfall innerhalb eines definierten Zeitraumes an einem bestimmten Ort sein musst? Davon hängt die Höhe der Zahlung u.a. im Wesentlichen ab. Ersteres wird fast so ähnlich wie reguläre Arbeitszeit bezahlt. Letzterer Fall wird, so war es zumindest bei mir, nicht sonderlich gut gezahlt (hatte am WE Sa und So je 3 Stunden Rufbereitschaft, durfte dafür insgesamt 3 h Arbeitszeit abrechnen und das war noch ein Entgegenkommen des Arbeitgebers, normalerweise wäre es noch weniger gewesen).
Da Du in einem anderen Beitrag schon geantwortet hast, dass dies bei Dir im Arbeitsvertrag nicht fixiert ist und wenn Du halbwegs die Möglichkeit hast, das zu umgehen ... Überleg es Dir gut, ob Du das eingehen willst. Selbst diese Rufbereitschaft, die ich hatte und die im Jahr vielleicht einmal meine direkte Anfahrt bedeutete, telefonisch dafür fast an jedem Bereitschaftswochenende mich beschäftigte, empfand ich als sehr belastend und einschränkend. Man sitzt ständig auf der Lauer, kommt jetzt ein Anruf oder nicht?
Dazu bedeutete das bei mir bei einer 5-Tage Woche und jedes 2. Wochenende Rufbereitschaft, dass ich 12 Tage am Stück immer mit der Arbeit verhaftet war und auch am Wochenende nicht richtig entspannen konnte. Außerdem war ich örtlich einfach gebunden (bei mir war es ein Umkreis von ca. 15-20 km), da ist für Spontanität kaum Raum.

Hoffe, das hilft Dir zumindest ein bisschen weiter.

Viele Grüße,

Karina

P.S.: Vielleicht auch noch interessant:
http://www.aerztewoche.at/viewArticleDetails.do;jsessionid=A1DAB4588F16DB6BD CA984A082E623BC?articleId=5491

majosu
20.02.07, 14:05
Hallo,
ich habe eine halbe Stelle und soll von Sa 7 Uhr bis Mo 6 Uhr Rufbereitschaft machen.Müsste also im Falle eines Anrufes irgendwann in diesem Zeitraum arbeiten gehen (Schichtdauer 7,5 -10 oder 12 Stunden).
Mir sollen für die Rufbereitschaft für das komplette Wochenende 1,5 Stunden bezahlt werden.
Eben dieses auf den Anruf warten, würde mich auch belasten.Ich muß sowieso schon 13 Tage im Monat arbeiten da die Arbeitszeit pro Tag so gering ist.
Die Tage wurde mir dann gesagt,ich soll mich doch umorientieren.
Nun habe ich Urlaub und nun wird mir heute schon das 2. mal von meinem Ag auf den Ab gesprochen,das ich mich mal melden soll.
ich kann bald nicht mehr.

grüße
majosu

majosu
21.02.07, 09:45
Hat noch jemand ne Meinung???



majosu

jowi
27.02.07, 18:36
also wir bekommen 12,5% des normalen bruttostundenlohns fürs zu hause am telefon sitzen, anreisezeit ist in unserer abteilung moderat (1h zeit). aktivzeiten werden mit normalem stundenlohn+überstundenzuschlag bezahlt. der erste einsatz pro dienst wird pauschal mit 3 h berechnet. zusätzlich werden für jeden einsatz 30 min an+abreisedazugerechnet.
(das ist allerdings für den ärztlichen dienst...wie unsere schwestern berechnet werden weiß ich nicht). die bezahlung der dienste ist bei uns im haustarifvertrag geregelt...vielleicht hats ja geholfen...:-) lg jowi