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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jetzt auch noch Autoimmunhepatitis und Thyroxin-Senkung



Ellen aus HH
24.03.06, 11:37
Hallo Ihr Lieben,

Ich weiß nicht mehr weiter. Vielleicht könnt Ihr mir helfen, etwas Ordnung in das Durcheinander zu bringen. Allerdings fürchte ich, dass meine Ausführungen sehr lang werden, aber ich bitte diejenigen, die mir raten können, trotzdem zu lesen und sage Euch jetzt schon herzlichen Dank dafür.

Im vergangenen Jahr hatte ich ja schon mal von meinen vielen "Baustellen" im Körper geschrieben und war dann zu dem Schluss gekommen, immer eine zur Zeit zu "bearbeiten". Gesagt - getan.
Am 26.10.05 hatte ich meine Fuß-OP (Ballen und 3 Zehen), die sehr gut verlaufen ist. Während meiner "Krankschreibungszeit" hatte ich genügend Zeit und Ruhe, mich um die anderen Probleme zu kümmern. Also ließ ich mir einen Termin bei Frau Dr. H. geben, damit endlich einmal festgestellt wird, warum ich seit Jahren erhöhte Leberwerte habe, die immer nur beobachtet werden sollten. Die Blutuntersuchung ergab auszugsweise folgendes Bild:
ANA <1:80 1:80
ADNA <20,0 6,4
Gamma-GT < 38 18
AMA <1:20 negativ
GOT (ASAT) <31 54 (+)
GPT (ALAT) < 34 35 (+)
AP 35-104 110 (+)
Billirubin gesamt <1,0 0,9
Hepatitis C
AK-Screening negativ
(Es sind noch eine ganze Menge Werte angeführt, die jedoch negativ oder unter der Norm sind. Die habe ich nicht alle aufführen wollen. Falls sie benötigt werden, könnte ich sie noch eingeben.)
Die Diagnose lautete: autoimmune Hepatitis.
Das war ein Schock für mich. Fr. Dr.H. überwies mich zu einem - wie sie sagte - Spezialisten und zwar zu Prof. L., Beide Ärzte sind zwar in den gleichen Räumen, aber getrennte Praxen, jedoch der selbe Eingang und der selbe Tresen.
Der 1. Termin (nachmittags) bei Prof. L verlief folgendermaßen:
Ich." Ich bin hier wegen der Autoimmunhepatitis, die Frau Dr. H festgestellt hat."
Prof.: "Ja, was haben Sie denn für Beschwerden?"
Ich denke, soll ich jetzt etwa alle meine Beschwerden aufzählen? Da hört er ja doch nicht hin (Er war mit Blättern und Lesen in den von Dr.H. überlassenen Unterlagen beschäftigt und markierte die Leberwerte und Antikörper). Nachdem ich dann aber doch anfing, meine Beschwerden aufzuzählen und damit begann, dass ich Hashimoto hätte, unterbrach er mich sofort und sagte, dass erstmal für die Schilddrüsenwerte Blut abgenommen werden müsste und danach müsste später noch mal eine Leberbiopsie gemacht werden. Auf meinen Einwand, dass ich ja schon gegessen und morgens das Thyroxin genommen hätte meinte er nur: "Für die Schilddrüsenwerte brauchen Sie nicht nüchtern zu sein und von dem Thyroxin ist nichts mehr im Blut vorhanden." Na gut, hab` ich mir Blut abnehmen lassen.

Dann der 2. Termin. Ich saß noch im Wartezimmer, Prof. L. und Dr. H. besprachen auf dem Flur etwas, riefen mich dann dazu und Prof. L. meinte: "Ihre Schilddrüsenwerte sind viel zu hoch." Ich, irritiert:" Wieso denn das? Die waren bisher doch immer in der Norm."
Prof. "Nein, Sie müssen mit dem Thyroxin drastisch runter, erstmal auf 100 mcg."
Ich, entsetzt:" Oh nein, das überlebe ich nicht!"
Prof.: "Doch, doch, das überleben Sie schon."
Ich: "Und was ist mir der Biopsie?"
Prof. im Weggehen :"Braucht nicht" und weg war er.
Ich stand ziemlich dumm allein auf dem Flur und wußte nicht, wie mir geschah. Die Arzthelferin drückte mir dann noch das entsprechende Rezept in die Hand und ich fuhr nach Hause, mit tausend Fragezeichen im Kopf. Nach einer Kopie der Werte hab ich total vergessen zu fragen, aber die sind ja wohl so wie so nichts wert. Zu dem Arzt gehe ich jedenfalls nie wieder!!!
Natürlich bin ich dann nicht gleich auf 100 mcg heruntergegangen, sondern habe die Dosis langsam gesenkt. Die nächste Blutentnahme war dann am
6.1.06 wieder bei Dr. H. (ich war auf 125 mcg). Das Ergebnis:
06.01.06
fT3 2,83 (2,20-4,70)
fT4 1,15 (0,90-1,80)
TSH 0,04 (0,30-4,50)
11.01.06
TSH 0,07
12.01.06
LH 23,1 (+)
FSH 37,4 (+)
ACTH 13 (9-52)
Kortisol 11 (...)
Obwohl die fT3 und fT4-Werte ja schon - für meine Begriffe - drastisch gesunken waren und sich mein Befinden verschlechtert hatte, sagte Dr. H. :"Senken!" und verschieb mir Novothyral 75, weil der fT3-Wert etwas zu niedrig wäre (ach, tatsächlich). Sie meinte, ich müsse davon wegkommen, dass an all meinen Beschwerden die Schilddrüse "Schuld" sei, ich hätte keine kranke Schilddrüse (stimmt irgendwie, denn ich habe so gut wie gar keine mehr), sondern ein krankes Immunsystem (wusste ich allerdings schon längst aus dem Forum). Man müsse herausfinden, warum das Immunsystem damals vor Jahren so "umgekippt" ist und die Ursache behandeln. Das könne ein kranker Darm sein, Amalgam-Zahnfüllungen, der Kleber der Zahnfüllungen, meine jetzigen Goldfüllungen, meine Kunststofffüllungen oder ganz etwas anderes und was ich von Naturheilverfahren halten würde. Na ja, wenn es nicht ins Esoterische abdriftet, bin ich eigentlich ganz aufgeschlossen. Sie kennt einen HNO, der mittels Elektroakupunktur nach den Ursachen forschen kann. OK, ich hab dann dort erst einmal angerufen und nach dem Preis gefragt: 330,- Euro!. Damit war das Thema erledigt. Das ist mehr, als ich monatlich an Haushaltsgeld habe.
Allerdings habe ich eine gute Bekannte, die eine Naturheilpraxis betreibt. Um es jetzt etwas zu kürzen: Dort habe ich zu einem Bruchteil des Preises u.a. meine Jodallergie, meinen seit 3 (!) Jahren andauernden Husten usw, erfolgreich behandeln lassen. Diese Heilpraktikerin (sie hat auch Medizin studiert) hat schon bei vielen Hatshimoto-Kranken das Immunsystem behandelt und die Erfahrung gemacht, dass fast immer Viren das Immunsystem zum Entgleisen gebracht hätten. Um diese Vieren zu bekämpfen, müsste man natürlich wissen, um welche es sich handelt und das könne nur durch eine microbiologische Untersucheung in der Uni-Klinik herausgefunden werden, was aber keine Heilpraktikerin veranlassen kann. Als ich meiner Ärztin damit kam, weigerte sich natürlich (was ich schon erwartet hatte), solche Untersuchung zu veranlassen und redete verächtlich über die Heilpraktikerin.
Mit der Thyroxin-Einnahme war ich bei diesem Termin (06.03.06) auf 100 mcg herunter und da diese Tabletten aufgebraucht waren, hatte ich seit 2 Tagen Novothyral 75 genommen. Sie wollte Blut abnehmen, aber da ich damit nicht gerechnet hatte, war ich natürlich nicht nüchtern. Sie meinte:"Das macht nichts." Erst auf meinen Einwand, dass ich vor dem Frühstück das Hormon genommen habe, sagte sie, dass dadurch das Ergebnis verfälscht würde und ich mir einen Termin zur Blutabnahme geben lassen soll. Ein Termin war aber erst am 16.03. frei. Das Ergebnis erfragte ich telefonisch am 21.03. oder besser, ich wollte es erfragen. Sie sagte gleich: "Die Werte sind zu hoch, Sie müssen die Dosis um die Hälfte senken, sonst kriegen Sie Osteoporose."
Ich: "Das kann doch gar nicht sein, so eine niedrige Dosis hab`ich 1998 genommen, ganz zu Anfang, als Hashimoto bei mir festgestellt wurde. Danach musste ich laufend erhöhen bis auf 150 mcg. Und jetzt sind meine Beschwerden...." Sie ließ mich gar nicht weiter reden, sondern meinte, dass die nicht von der Schilddrüse kämen sondern vom Immunsystem. Ich hätte mir von meiner Heilpraktikerin da etwas von Viren einreden lassen und ich hätte die Hormone total durcheinander eingenommen und damit alles verfälscht. Und außerdem kann es sein, das meine Schilddrüse wider selbst Hormon produziert und dass es mir bei der Einnahme von 150 mcg Thyroxin besser ging, lag nur daran, dass ich durch die hohe Hormongabe euphorisch gewesen wäre. (Hä????????) Ich hab gedacht, ich bin im falschen Film.
Als ich ihr sagte, ich hätte überhaupt nichts durcheinander gebracht, sondern nach den Anweisungen gehandelt, obwohl ich das alles nicht verstehen kann, und die Idee mit der Heilpraktikerin kam auch nicht von mir und meine Schilddrüse kann mit einer Größe von 1,2 ml ja wohl nicht mehr viel Hormon erzeugen, ging gar nichts mehr. Sie war sehr ungehalten. Ich soll jetzt eine halbe Novothyral 75 einnehmen und in 3 Wochen wieder zur Blutentnahme kommen, falls es mir sehr schlecht geht auch früher.
So, und was jetzt? Ich werd` noch verrückt und daran ist dann wirklich nicht meine Schilddrüse noch meine Leber noch mein Immunsystem Schuld.
Kann mir jemand einen Rat geben? Wo gehe ich jetzt mit der Autoimmunhepatitis hin? Ist es vielleicht sogar wirklich möglich, dass es auf Dauer besser ist, eine halbe Novo 75 (die ja auch T3 enthält) zu nehmen, als reines T4? Hat das Auswirkungen auf die Leber?
Bitte, bitte, helft mir! Und ganz lieben Dank an alle, die bis hier die Zeit und die Geduld aufgebracht haben. Ich bin erst wieder am Montag im Netz (hab´zu Hause kein Internet).
Bis dahin ganz liebe Grüße
Eure Ellen

brieftaube24
24.03.06, 11:46
Mein Gott Du Arme :(
Was soll man dazu noch sagen..
Ich kann Dir glaub ich nicht helfen nur mein Beileid ausdrücken.
Such Dir auf jedenfall aus der Ärzteliste nochmal einen neuen guten Arzt. Leider.. aber das würde ich auf jedenfall machen! Ansonsten auch dafür etwas weiter fahren zur Not. Und dann erstmal wieder die SD richtig einstellen lassen. Tja.. wegen der Autoimmunhepatitis.. Steht das denn jetzt fest? Wenn die meinen das wäre nicht behandlungsbedürftig? Schon komisch das die Dir nix gesagt haben. Wieder mal typisch woll? Ich würde vielleicht mal zu einem Immunologen gehen?? Kennt der sich vielleicht damit aus?
Lg Brieftaube

Ellen aus HH
24.03.06, 12:34
Liebe Brieftaube,
ganz lieben Dank, dass Du das alles gelesen hast. Ich war am Ende selbst ganz erschrocken, wie lang meine Ausführungen geworden sind. Um so mehr freut es mich, dass Du mir geantwortet hast.
Bei dieser Frau Dr. H. bin ich seit 2003 und hatte sie mir damals aus der Ärzteliste herausgesucht. Bisher war auch alles bei ihr in Ordnung. Es ist mir unerklärlich, was da passiert ist. Sie hat selbst Hashi, vielleicht ist dass der Grund? Oder der Prof. L. hat sie durcheinander gebracht?
Vielleicht kann mir ja noch jemand auf meine Fragen antworten und dann kann ich weitere Entscheidungen treffen.
Dir nochmal Danke und ein sehr schönes Wochenende
Liebe Grüße
Ellen

brieftaube24
24.03.06, 12:41
Das kann sehr gut sein.
Ich denke der andere Arzt wird wohl mit Ihr gesprochen haben :(
Das ist sehr blöde, aber es hilft Dir ja nicht wenn sie jetzt immer wieder auf eine Reduzierung besteht! Entweder Du redest nochmal im Vertrauen mit ihr, vielleicht von wegen: Warum soll ich immer mehr reduzieren- ich war so nah dran an der Wohlfühldosis und jetzt geht es mir zunehmend schlechter. Bitte erklären sie mir Ihre Entscheidung oder Meinungsänderung bla bla bla...
Und dann eben mit ihr das ausdiskutieren wenn Du gerne dort bleiben möchtest. Du mußt den Weißkittel der dort sitzt auch einfach als Mensch ansehen und Dich auch nicht scheuen ALLES zu sagen was Dich bedrückt und worüber Du Dir Sorgen machst. Ich bin auch so, aber im Endeffekt bringt es nichts.. :( So kommt man nicht weiter.
Ich wünsche Dir viel Glück dabei und hoffe das Dir noch jemand was anderes dazu sagen kann..
Lg und ein schönes WE

Arik
24.03.06, 12:52
...was wird denn mit dir veranstaltet.

Hallo Ellen,
ich denke mal wir haben einige Gemeinsamkeiten.
1. den gleichen Doc
2. lt. TSH (freieT wurden nicht genommen) sollte ich reduzieren
3. auch meine Leberwerte sind zu hoch (GGT 42/ GOT 43/ GPT 56; Norm wie deine) und sollen kontrolliert werden.
Du bist jetzt die Zweite (von der ich weiß), der sie diesen HNO empfiehlt.
Ich werde für die nächste oder übernächste Woche den Leberwert überprüfen lassen und bin schon sehr gespannt, ob ich auch einen AI Hepatitis 'habe', mit Weiterreichung an den Praxisnachbarn und anschließender Empfehlung mein Geld einem Heilpraktiker, Homöopathen oder was weiß ich in den Rachen zu schmeißen.
Und nebenbei: wenn es eigentlich sooo klar ist, dass wir durch unsere AI-Erkrankung teilweise 'in den Seilen hängen' (und nicht durch eine 'kranke' SD), dann verstehe ich schon überhaupt nicht, weshalb dann Hashimoto die typische 'Macht-Nix-Krankheit' ist.

Ellen, wenn du dich aufraffen kannst, dann komm' doch um 17.30 h ins Cafè Engelchen, vielleicht ergeben sich aus einem persönlichen Gespräch noch Tipps und Hinweise für dich.
LG
Arik
Grundsätzlich habe ich weder etwas gegen HP, Homöos usw., nur so wie es dort zu laufen scheint - da bleibt bei mir ein fader Beigeschmack.

Ninotschka
24.03.06, 12:52
Ellen!
Tja, mein Tip hilft Dir im Nachhinein auch nicht weiter:
Nie, nie, nie zulassen, daß SD-Werte gemacht werden, wenn Du nicht 24 Std. vorher die letzte Dosis genommen hast!
Es führt nur zu Ärger durch verfälschte Werte, so wie Du ihn ja dann auch hattest!

Ich spreche wirklich aus eigener bitterer Erfahrung:
Nie, nie nie das eigene Denken einstellen, auch nicht angesichts der Souveränität eines Arztes!
Zivilcourage zeigen und widersprechen, wenn sie was vorhaben, was offenkundig unsinnig ist und Dir nur schadet, oder es halt nicht zulassen!
Ich weiß selbst, daß das nicht leicht ist, wenn man sich schlecht fühlt, aber ich habe es jedesmal bereuen müssen, wenn ich "schwach" war.

Und Du siehst, im Nachhinein läßt sogar Du selbst Dich dadurch verunsichern (...wäre es nicht doch besser, wenn ...)!

Zu der Autoimmunhepatitis kann ich Dir leider nichts sagen :(.

Nur toitoitoi wünschen und daß Du einen guten Doc dafür findest
LG
ninotschka

HeikeH._DO
24.03.06, 12:59
hallo ellen du brauchst nen guten doc!!!

ANA <1:80 1:80 -- grenzwertig
ADNA <20,0 6,4 --- erhöht
Gamma-GT < 38 18-- "
AMA <1:20 negativ
GOT (ASAT) <31 54 (+)erhöht
GPT (ALAT) < 34 35 (+) "
AP 35-104 110 (+) "
Billirubin gesamt <1,0 0,9--auch grenzwertig
Hepatitis C
AK-Screening negativ--- was ´nix heißen muss

06.01.06
fT3 2,83 (2,20-4,70)-- hier schon wenig
fT4 1,15 (0,90-1,80)--hier genau so
TSH 0,04 (0,30-4,50)--der würde ne üf anzeigen aber bei deinen ftskannst du das glaub ich abschreiben mit der üf
für mich brau chst du mehr sd hormone....

11.01.06
TSH 0,07-- leicht gestiegen aber immer noch üf anzeigend was quatsch ist ,weil bei hashis der tsh oftmals nicht richtig anzeigt!!

12.01.06
LH 23,1 (+)
FSH 37,4 (+)
--- sexualhormone auch schon aus dem geleichgewicht... wohl wegen der schlechten hormonlage sd!?
ansonste ist noch zu sagen wenn du t3 nimmst wird sich der tsh sofern er je wieder richtig anzeigen würde wohl nie wieder höher
meiner ist seit t3 einnahme tsh 0,001.....
ferner kann der leberstoffwechsel aus dem tritt kommen in der uf!!!
und vielleicht sind deine leberwerte deshalb so schlecht und auch die umwandlung der sd hormone findet in der leber statt.../großteils -deshalb vielleicht auch gestörte umwandlung nach t3....#
also du siehst es ist ein rattenschwanz von körperlichen abläuften die zusammenhängen!!!
die leberbiopsie habe ich für mich hintenangestellt ...
meine leberwerte haben sich wieder gebessert
gute hormoneinstellung+ bewegung /gewichtsabnahme haben es wohl gebracht bei mit....
kopf hoch hast du das buch
leben mit hashimoto?
falls nicht kauf es dir
lg heike
die meint du bist nicht gut sd hormonmäßig eingestellt!!!

Momo52
24.03.06, 13:02
Hallo Ellen,

wenn man das liest, bekommt man wirklich 'nen "dicken Hals" , aber nicht von Hashi, sondern von dem Quark, den manche Ärzte verzapfen.

Zuerstmal, deine Leberwerte sind leicht erhöht, was bei Hashimoto häufig vorkommt. Wirklich gefährlich hoch sind sie nicht, mein Endo und auch HA (Internist) sehen Handlungsbedarf, wenn sie etwa das 3-fache der Norm betragen. Insofern halte ich die Diagnose Autoimmunhepatitis für fragwürdig. D.h. ich würde das noch von einem anderen Arzt abklären lassen.

Der Rest des SD-Werte-Chaos ist arztgemacht, nicht du hast das verursacht. Es ist mir kürzlich auch passiert, dass ich vor einer BE die Hormone genommen hatte und die Nuk meinte, das macht nichts, aber wenn die Werte zu hoch sind, müssen Sie reduzieren. Mein HA hat daraufhin nochmal Blut abgenommen, ohne Sd-Hormone, und die Werte sind o.k. Den Vergleich bekomme ich nächste Woche, dann stell ich das mal hier ein.

Die -wieder- richtige Einstellung der SD wirst Du wohl nur mit einem neuen Arzt hinbekommen, irgendwer muss dir ja die SD-Hormone verschreiben. Abenteuerlich finde ich auch den Wechsel zwischen T4 und Kombipräparat. Da wird der Patient gerne mal wieder zum Versuchskarnickel - macht ja nichts, Beschwerden sind ja eh nicht von der SD (Achtung! Ironie!)

Mein Vorschlag wäre, die SD vernünftig einzustellen (evtl. bei jedem Arzttermin die SD-Hormone vorher weglassen) und dann nochmal nach den Leberwerten schauen. Die dürften bei dem Chaos in SD auf jedenfall schön gestiegen sein, das vermute ich mal und da macht es keinen Sinn, das Pferd am Schwanz aufzuzäumen.

Ich wünsche dir viel Glück, einen gescheiten Arzt zu finden.

LG, Monika

Kassandra
24.03.06, 13:27
:)

Hallo Ellen,

eigentlich bleibt nicht viel zu sagen....
Ich würde jedenfalls in erster Linie mal dafür sorgen, daß ich wieder mit meinen SD-Hormonen ins Reine komme.

Dann würde ich die Leber angehen, und zwar würde ich hierzu einen Hepatologen oder Gastroenterologen aufsuchen, obwohl bei Hashis häufig NASH auftritt u. dieses auch durch einen Internisten festgestellt werden kann. Hier mußt Du Dich also nicht unter Druck setzen lassen.

Ich würde mich nie innerhalb einer Praxis zu einem *Spezialisten* weiter reichen lassen, weil ich von solchen Aktionen schon zu viel Negatives gehört habe. Meist geht es hier nur um Geld u. der Betreffende ist nur selten objektiv.

Ich würde also meine Leber untersuchen lassen, d. h. vom Spezialisten ein Sono machen lassen u. auch eine Blutuntersuchung vornehmen lassen.

Damit es nicht noch mal zu so einer Erfahrung kommt - wie oben geschildert - würde ich an so einem Tag das Thyroxin erst nach dem Arztbesuch nehmen. Das gibt dann für Dich keine Erklärungsnöte, keine unnötigen Diskussionen mit Leuten, die ohnehin wenig Ahnung haben u. froh sind, wenn sie ihren vermeintlichen schwarzen Peter gefunden haben.

Dein De-Ritis-Quotient liegt bei 1,54. Das sollte schon abgeklärt werden.
Aber wichtig ist auch, daß Du Dich mit den SD-Werten wieder wohl fühlst.
Deine SD-Werte vom 06.01.06 waren ja schon recht niedrig, jedenfalls absolut nichts für mich. Und wie Du schreibst, für Dich auch nicht. ;)

Alles Gute, Kassandra :)

b.doolmann
24.03.06, 14:04
Liebe Ellen,

kann mir vorstellen, daß Du am Ende bist.

Schaue doch einmal unter :

www.autoimmun.org/erkrankungen

dort findest Du alles über die Autoimmune Hepatitis und auch andere Immunkrankheiten.

Vielleicht hilft Dir das etwas weiter, bei Deinem Vorgehen.


Alles Gute

brigitte d.

karin56
24.03.06, 15:05
Hallo Ellen,

versuch jetzt erst einmal ganz ruhig zu bleiben,obwohl ich genau weiß,wie es Dir jezt geht!!
Ich habe seit 1985 auch solche Leberwerte wie Du,die aber immer ein wenig schwanken,aber sie waren weit,weit höher als Deine.
Ich gebe Dir den Rat,zu einem Gatroenteorologen zu gehen. Ich habe zwei
Biopsien hinter mir und ich kann Dir versichern,es ist nicht schlimm.
Und was ich Dir noch sagen möchte,meine Leberwerte haben sich,nachdem ich
mit der Einnhame von LT begonnen habe, fast wieder normalisiert,aber es dauert. Lass es abklären,dann bist Du auch beruhigter.

Liebe Grüße

Karin

schneiderin
24.03.06, 15:24
Hallöchen,

in Hamburg gibt es eien ganz tolle Ärztin, die ich Dir nur empfehlen kann - wohne leider zu weit weg, stehe aber seit einigen Wochen per Mail in Kontakt mit ihr - und die Praxis ist auf Autoimmunkrankheiten spezialisiert - vor allem geht sie auch andere Wege als sll die anderen Ärzte. Die heißt Dr. Wirkner-Thiel.

Kannst ja mal auf ihre Homepage schauen:

http://www.drwt.de/

Vielleicht kannst Du ja mal hingehen und Deinen Fall schildern.

Liebe Grüße und viel Glück,

Andrea

Nirvana
24.03.06, 15:40
Hallo Ellen,

der Link von Brigitte funktioniert bei mir nicht. Hier noch ein anderer für alle Fälle: http://www.lebertransplantation.de/autoimmun.htm

Aber ich würde mir jetzt noch keine Sorgen machen. Was Monika geschrieben hat, kann ich bestätigen. Ich habe auch erhöhte Leberwerte und war beim Gastroenterologen. Dort wurde mir auch gesagt, dass mit einer ernst zu nehmenden Krankheit erst bei Werten so ab 100 zu rechnen ist. Trotzdem würde ich das untersuchen lassen.

In der Uniklinik Eppendorf haben sie eine Leber-Station, leider nur mit einem Tag in der Woche für Untersuchungen. Wartezeit ca. 2 Monate. Aber die haben sicherlich jede Menge Erfahrung.

Primär würde ich auch vorschlagen, erstmal die SD-Werte wieder in den Griff zu kriegen.

Alles Gute für dich, lg Nirvana

Ana144
25.03.06, 16:26
Hallo Ellen,

was du da schreibst, klingt ja wirklich haarsträubend, und ich kann gut verstehen, dass ich das beunruhigt. (Wie gut, dass hier versierte Leute sind, die dir schon gute Tipps geben konnten).

Leider kann ich dir zu den Werten nichts sagen. Aber ich war am Do. auch bei Fr. Dr. H. Es war mein erster Termin überhaupt bei ihr, und ich fand das, was sie mir sagte, ziemlich gut (wobei ich jetzt natürlich auch etwas verunsichert bin).

Da ich aber schon in der SHG gehört hatte, dass sie SEHR schwankend sein soll in ihrer Beratungsqualität, hatte ich nichts erwartet und werde ihre Aussagen nochmal woanders absichern lassen, u. a. im Endokrinologikum.

Wir haben dann noch mal gestern im Café Engelchen darüber gesprochen. Danach kam mir dann in den Sinn, dass es wichtig ist, dass wir uns immer wieder austauschen (was hier ja auch passiert). Und dass wir den Ärzten gegenüber die Kritik auf jeden Fall offen ansprechen sollten. Im Fall von Fr. Dr. H. finde ich das sehr wichtig, denn sie scheint ja auch große Qualitäten zu haben, und ich frage mich, ob sie überhaupt weiß, was ihr da t.w. für Ausrutscher unterlaufen.

Ich wünsch dir jedenfalls das Allerbeste. Nach dem, was die anderen geschrieben haben, scheint es für dich da ja einen ganz guten Weg zu geben.

Liebe Grüße + toi toi toi ersteinmal,
Ana

Ellen aus HH
27.03.06, 12:55
Hallo Ihr Lieben,

Irgendwo habe ich einen großen Fehler gemacht.
Heute Morgen hab ich über 2 Stunden damit verbracht, Euch allen zu antworten, jedem Einzelnen. Danach habe ich alles abgeschickt - und es ist nicht angekommen. Bestimmt habe ich falsch geklickt. Sowas Blödes!! Gibt es eine Möglichkeit, den verlorengegangenen Text "wiederzuholen"?
Falls nicht möchte ich Euch allen ganz, ganz herzlich für Eure Antworten danken. Ich konnte viel Hilfreiches für mich finden. Aber jetzt bin ich nicht mehr in der Lage, alles noch einmal zu schreiben. Meine Fragen werde ich später noch einmal stellen.
Vielen lieben Dank noch einmal an alle und alles Gute
Ellen

b.doolmann
28.03.06, 04:03
Hallo,

habe das mit dem Link probiert, funktionierte tatsächlich nicht.

2. Versuch www.autoimmun.org/

das müßte klappen.


LG Brigitte

Kassandra
28.03.06, 07:46
:)


....bin ich jetzt im falschen Film, oder was? ;)
Auf dieser Seite erfährt man doch lediglich, welche Autoimmunerkrankungen es gibt. Details zur Autoimmunhepatitis (hier ist doch der Name bereits Programm, dafür bedarf es keiner Auflistung), so wie man sie sich erhofft als Betroffener, jedoch nicht.

LG Kassandra :)

Ellen aus HH
28.03.06, 08:37
Liebe Brigitte,

danke für den Link, jetzt funktoniert er, und danke auch an Nirvana.f Das was ich da gelesen habe, klingt allerdings nicht unbedingt beruhigend.
Der Prof. L. IST Gastroenterologe. Von ihm habe ich buchstäblich nicht ein einziges Wort über Autoimmunhepatitis erfahren. Und schon gar nichts über eine evtl. Behandlung. Ich bin so sauer!!!!!!!
Zwar geben meine erhöhten Leberwerte ja noch nicht unbedingt Anlass zu ernster Sorge, aber es sind doch Antikörper vorhanden. Das ist doch nicht normal. Ein gesunder Organismus zerstört sich doch niemals selbst, sondern alles ist auf Erhalten angelegt.
Die Schilddrüse kann man ja durch die Hormongabe "ruhigstellen" und das Immunsystem "bemerkt" sie dann nicht. Aber die Leber muss ja ständig arbeiten. Ich fürchte deshalb, dass die Antikörper dort still und leise am Werk sind. Es wäre somit nur eine Frage der Zeit, bis die Sache ernst wird. Irgendwie schwebt das Damoglesschwert einer Lebertransplation über mir. Aber was würde das bringen? Auch in dem Falle würde das Immunsystem das Organ - aber dann richtig massiv - angreifen. Wäre es nicht besser, JETZT, wo meine eigene Leber noch relativ gesund ist, die Zerstörung zu verhindern? Das würde heißen, dass das Immunsystem behandelt werden müsste, Wozu die Schulmedizin aber - lt. Aussage von Frau Dr. H. - nicht in der Lage ist. Befinde ich mich jetzt in einem Teufelskreis???
Liebe Nirvana, Du hast ja auch erhöhte Leberwerte. Auch Antikörper? Musst Du Medikamente nehmen? Wie gehst Du mit dem Problem um?
Vielleicht können mir ja Eure Erfahrungen helfen.
Ganz liebe Grüße
Ellen

Ellen aus HH
28.03.06, 09:01
Guten Morgen liebe Kassandra,

Dir möchte ich auch herzlich danken für Deine Antwort. Vielleicht erinnerst Du Dich noch: Im letzten Jahr konntest Du mir helfen, den Weg für meine weitere Vorgehensweise an meinen vielen "Baustellen" im Körper zu finden.
Meine Schilddrüseneinstellung war zwar noch nicht optimal, aber ich kam zurecht. Ballen-OP war erfolgreich abgeschlossen und jetzt wollte ich die Leber in Angriff nehmen. Und ehe ich mich versah, stand ich wieder am Anfang und kann jetzt wieder mit der Einstellung rumdoktern. Dieser Prof. L IST Gastroenterologe (was immer es das auch bedeuten mag). Bei dem bin ich aber gründlich auf den Bauch gefallen. Den Termin bei ihm hatte ich um 16.15 Uhr und ich bin überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass es besser wäre, nüchtern zu erscheinen. Der sollte sich um meine Leber kümmern und sich nicht in die Schilddrüsenprobleme einmischen. Ich bin so richtig überrumpelt worden.
Ein Sono wurde schon einmal im letzten Jahr gemacht. Als ich zu einer Darmspiegelung im Krankenhaus war, sind die Ärzte dort auch über die erhöhten Leberwerte gestolpert und hatten das veranlasst. War ohne Befund.
In Deiner Antwort hast Du den De-Ritis-Quotienten erwähnt. Was ist das und was muss da abgeklärt werden?

Lg
Ellen
(Übrigens nehme ich kein Presomen mehr)

Nirvana
28.03.06, 16:16
Liebe Ellen,
als ich beim Gastroenterologen war (renommierte Praxis am Eppendorfer Baum) und meine Blutwerte vorlegte und erzählte, dass ich Hashi habe, hat sie eine Untersuchung abgelehnt. "Mit Ihrer Leber ist alles in Ordnung." (Später wäre sie bereit gewesen, die Leber zu untersuchen, vorausgesetzt, ich hätte vorher eine Magenspiegelung gemacht, um ein gebrochenes Zwerchfell (oder so ähnlich) auszuschließen ... (Habe noch niemals irgendwas mit dem Magen oder dem Zwerchfell gehabt, hier ging es wohl nur wieder um teure Untersuchungen ...). Diese Geschichte aus der Rubrik "Ärzte ..." nur am Rande.

Okay, ich habe letztes Jahr starke Leberbeschwerden gehabt und mir mit hochdosierter Mariendistel (=Silymarin, 110 mg/Kapsel, 3 x täglich) geholfen. Silymarin ist ein stark entgiftendes Mittel, das in noch höherer Dosierung sogar akute Pilzvergiftungen neutralisieren kann. Naturheilkundler kennen das natürlich. Schulmediziner, wie normale Gastroenterologen, eher nicht.
Die Blutwerte waren im Juli 2005 schon kurz vor dem oberen RefWert als ich mit Silymarin anfing. Daraufhin sanken die Blutwerte um fast 10 Punkte, und die Beschwerden ließen erheblich nach. Ich habe Silymarin bis Februar 2006 genommen. Leider verstärkten sich die Beschwerden (auch noch unter Silymarin), und die Blutwerte stiegen auch an, noch innerhalb der RefWerte, zwischendurch war GPT aber auch schon bei 45. Die der Gastroenterologin vorgelegten Blutwerte waren unter Silymarin entstanden, deshalb fand sie sie wohl "zu" normal.
Jetzt nehme ich nichts mehr, um die tatsächlichen Werte beobachten zu können. Bei der BE Anfang März war GPT gesunken, dafür GOT und Gamma GT gestiegen. Alle am oberen RefBereich.
Die Beschwerden kommen (1) bei Anstrengung, (2) zusammen mit Hashi-Schüben und (3) kann ich nicht zuordnen, einfach so, auf jeden Fall fühlt sich der Leberbereich oft unauffällig an, um dann plötzlich ganz fürchterliche Beschwerden zu machen (Starkes Aufblähen des Leibes, unerträglicher Druck, Atemlosigkeit, Leistungsschwäche). Wenn ich es gar nicht aushalte, nehme ich symptombedingt homöopathisches Quassium D2 ein. Damit beruhigt sich die Leber reht bald.
Silymarin ist eines der besten und stärksten Lebermittel. Kostet von der Firma ALIUD (so etwas wie Ratiopharm, über Apo zu beziehen) für 100 Kapseln EUR 25,00 (Präparat heiß AL 110). Es lindert die Beschwerden, senkt zunächst die Werte, aber sicherlich wird es eine Immun-Hepatitis nicht aufhalten können.

Ellen, ich würde auf jeden Fall die Antikörper nochmal woanders prüfen lassen. Es ist immer so eine Sache mit den AK. Norbert hat mal geschrieben, selbst in Kochsalzlösung finden die schon Antikörper. Also das würde ich auf jeden Fall verifizieren lassen. Wenn tatsächlich AK da sind, ja, dann ist es wohl sicherlich Immun-Hepatitis. Dann würde ich mir den besten aller Ärzte suchen, wahrscheinlich nicht deinen und mit Sicherheit auch nicht meine Gastroenterologin. Ich würde wahrscheinlich ins UKE gehen.

Bei mir warte ich, bis die Werte etwas höher (spektakulärer) sind. Dann versuche ich es erneut mit einer Leberuntersuchung.
Liebe Grüße, Nirvana

Ellen aus HH
29.03.06, 08:31
Guten Morgen Nirvana,

Was Deine Ärztin da mit Dir veranstaltet grenzt ja schon an unterlassene Hilfeleistung. Wenn man erhöhte Leberwerte hat, KANN die Leber doch nicht in Ordnung sein. Und warum eine Magenspiegelung? Erhöhen sich etwa die Leberwerte, wenn man Magenprobleme hat?? Ich nix verstehen!! :confused:
Wir haben doch eine Erkrankung des Immunsystems. Ist die Wahrscheinlichkeit nicht groß, dass außer der Schilddrüse auch andere Organe - z.B. die Leber - angegriffen werden? Wenn jemand dann auch noch über einen längern Zeitraum (Jahre) erhöhte Leberwerte und auch noch AK hat, MUSS man da nicht hellhörig werden???
Die von Dir beschriebenen Beschwerden kenne ich zur Genüge, z.B. der stark aufgeblähte Oberbauch, als wenn ich im 8.Monat schwanger wäre (wirklich, nicht übertrieben). Das habe ich aber nie mit der Leber in Zusammenhang gebracht.
Mariendistel habe ich auch schon mal eine Zeitlang genommen. Das kann sicherlich einer kranke Leber helfen. Aber unsere Leber ist doch nicht krank! Unser Immunsystem spielt doch "verrückt"!
Wie ist das zu verstehen, dass selbst in Kochsalzlösungen AK zu finden sind? Heißt das, dass man im Labor überall "Gespenster" sieht, die nicht da sind, oder dass tatsächlich überall AK "herumschwirren"? Aber wo kommen die denn her? AK werden doch nur vom Immunsystem gebildet, wenn es z.B. gegen Krankheitserreger gekämpft hat. Das Immunsystem "merkt" sich dann diese Erreger, um bei einem späteren Angriff gleich die passende Abwehr parat zu haben. Oder irre ich mich jetzt total?
Ich glaube, unser Immunsystem müsste behandelt werden, egal ob Hashi, Immunhepatits oder eine der anderen unzähligen Autoimmunkrankheiten. Eigentlich handelt es sich doch eigentlich nur um eine einzige Krankheit. Um diese zu behandeln, müsste man aber wissen, WARUM das Immunsystem so entgleist ist. Das kann allerdings - lt. meiner Ärztin - tausend Gründe haben, und die können durch die Schulmedizin nicht aufgedeckt werden. Ende der Fahnenstange. Wir sind uns jetzt selbst überlassen und können nur an den Symtomen herumdoktern.
Ich finde das alles nicht sehr beruhigend, selbst wenn meine Leberwerte eigentlich noch nicht beängstigend sind.
Nirvana, ich habe hier im Forum schon öfter den Rat gelesen:"Lass doch dies oder jenes noch mal überprüfen". Oder. "Lass die und die Werte nehmen".
Ich weiß nicht, wie ich das anstellen soll.´Ich hab`das schon ein paar Mal erfolglos versucht. Die Ärzte lassen sich doch nicht sagen wann sie eine Blutuntersuchung machen sollen und welche Werte bestimmt werden müssen. Ich wüsste gern, wie Du oder auch die anderen das machen.
Trotz allem, ich wünsche Dir alles Gute
und lG
Ellen

Nirvana
29.03.06, 09:14
Liebe Ellen,

Wir haben doch eine Erkrankung des Immunsystems. Ist die Wahrscheinlichkeit nicht groß, dass außer der Schilddrüse auch andere Organe - z.B. die Leber - angegriffen werden?
Ja, genau deshalb war ich ja bei der Gastroenterologin. Aber auch vorher schon hatte der Endo eine Leberkrankheit ausgeschlossen, ohne mich je danach untersucht zu haben. Und zu der Zeit war der GPT bei 45 (10-35; von ihm selbst veranlasste BE !!) Offenbar steht es den Leberkranken auf die Stirn geschrieben. Bei mir hat schon 2001 ein chinesischer Arzt mich auf die leicht erhöhten Leberwerte aufmerksam gemacht. Deshalb habe ich schon einmal Jahre lang Mariendistel eingenommen, allerdings nicht so hoch dosiert.


Das kann sicherlich einer kranke Leber helfen. Aber unsere Leber ist doch nicht krank! Also ich habe eine nicht-alkoholische Fettleber, was bei langjährigem Hashi und langjähriger UF nicht unüblich ist. Wurde das bei dir untersucht? Ich denke, wenn bei Hashi die Leber beteiligt ist, dann spricht das schon dafür, dass sie nicht mehr über ihre volle Kraft verfügt. Natürlich ist es insgesamt eine Autoimmunkrankheit, die entweder die SD oder die Leber oder andere Organe angreift. Aber deshalb eben werden diese Organe dann auch krank. Das Problem zu unserer Zeit scheint zu sein, dass eben keiner weiß, warum sich das Immunsystem gegen den Menschen selbst wendet und wie man das heilen kann. Ich selbst könnte mir vorstellen, dass es auch etwas mit der Thymusdrüse zu tun hat. Die "schult" ja die Zellen des Immunsystems. Wenn sie in irgendeiner Weise defekt ist, ist sicherlich auch die Schulung defekt. Bei mir zum Beispiel brennt die Thymusdrüse ganz oft und stark, so dass sie mir ernsthaft Beschwerden bereitet. Ich gehe deshalb nächste Woche ins UKE zur Untersuchung. Hier zwei Links zur Thymusdrüse:

http://www.heilpraktik-bt.de/text/thymus.html
http://www.ipn.at/ipn.asp?BYT
und hier noch über die Beteiligung der Thymusdrüse bei der Immunkrankheit Myasthenia gravis:
http://www.myasthenia-gravis-1.de/

Zu den AK gebe ich dir mal den folgenden Thread, da hat Norbert weiter unten das erklärt:
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?p=1261952#post1261952


Nirvana, ich habe hier im Forum schon öfter den Rat gelesen:"Lass doch dies oder jenes noch mal überprüfen". Oder. "Lass die und die Werte nehmen". Ich habe auch bis jetzt Probleme damit gehabt, aber nach 9 Ärzten und einem 3/4 Jahr habe ich endlich (!!!!!!!!!) eine Hausärztin gefunden, die mir wirklich hilft und mich unterstützt. Bin zwar erst neu bei ihr, aber bin mir jetzt schon sicher, dass ich die Werte machen lassen kann, die ich brauche.

Ich wünsche dir, dass du auch einen guten Hausarzt findest. Wenn du ihn noch nicht hast - suche weiter!

Ganz liebe Grüße, Nirvana

Kassandra
29.03.06, 09:16
:)


Hallo Ellen,

Du schreibst:

Wenn man erhöhte Leberwerte hat, KANN die Leber doch nicht in Ordnung sein.
Das muß nicht bedeuten, daß eine Lebererkrankung vorliegt. Eine Vielzahl an Medikamenten können einen Anstieg der Transaminasen (Leberwerte) verursachen. Darum wird man auch nicht gleich in Panik verfallen, wenn die Werte mal erhöht sind. Man wird nach einer gewissen Zeit die Werte erneut bestimmen u. dann sieht man, ob es medikamentenbedingt war oder ob eine Erkrankung vorliegt.

Was den De-Ritis-Quotienten angeht, so kann man mit Hilfe dieses Quotienten *überschlagen*, wie es um die Leber steht.
Eine Erhöhung von GPT spricht für einen Leberschaden.
Man dividiert GOT durch GPT, das Ergebnis ist dann der De-Ritis-Quotient.
Bei Leberschäden leichteren Grades ist der Quotient meist kleiner als 1.
Ein hoher De-Ritis-Quotient (über 1) tritt eher bei schwereren Leberschäden auf.

Eine akute Leberentzündung (Hepatitis) hat normalerweise einen Quotienten um 0.7, der aber bei schwereren Verläufen auf 1 oder mehr ansteigen kann. Alkoholische Leberschäden können Quotienten über 2 zeigen.
Wie gesagt, es ist nur eine grobe Einschätzung.

Was die Autoimmunhepatitis angeht, so geht man von Folgendem aus:
Transaminasenerhöhung, positive Autoantikörper (von Bedeutung: ASMA, ANA, Anti-LKM1)
AIH ist nicht von chronisch viraler Hepatitis zu unterscheiden.
Gelegentlich vermehrt Zeichen von lymphozytärer Parenchymentzündung und vermehrt Plasmazellinfiltrate. Fehlende Autoimmunphänomene und das Fehlen einer typischen Histologie schließen eine Autoimmunhepatitis nicht aus.

Verrückt machen würde ich mich jedoch nicht. So kann sich die Leber durchaus wieder erholen, falls die Transaminasen durch best. Umstände angestiegen sind.

LG Kassandra :)

Nirvana
29.03.06, 09:25
Danke, Kassandra, sehr sehr interessant.

LG, Nirvana

Monika K.
29.03.06, 10:01
Hallo Ellen,

ich kann gut verstehen, dass Du Dich wahnsinnig erschreckt hast und möchte mal kurz mitsenfen.

Vorweg: ich habe mich auch mal um Autoimmunhepatits gesorgt, weil ich meinem Doc nicht glauben konnte - ich habe da einiges gelesen, bin jedoch nicht sehr bewandert darin.

Ich hatte letztes Jahr auch erhöhte Leberwerte - der Befund liegt leider zuhause - hier im Büro habe ich keine Kopie.

Ich weiß: GOT, GPT und AP waren sicherlich dabei - und zwar erhöht!

Nun steht da unter www.netdoktor.de einiges zu den Laborwerten zur Leber - und selbstverständlich auch immer wieder was zu Autoimmunhepatitis und andere weniger schöne Krankheiten.

Bei mir war dies nichts anderes als Gallenblasenstau!
Steht bei den bei mir erhöhten Laborparametern auch immer drin beim Netdoktor.

Zu den ANAs habe ich gefunden, dass bei diesem Titer 1:80 auch andere, nicht autoimmune Entzündungen dafür in Frage kommen - war bei mir auch diese beginnende Gallenblasengeschichte.

ADNA hbe ich nicht gefunden - weiß nicht, was das war.


Naja - egal - also meine Frage ist: wurde Deine Leber denn auch per Ultraschall gesichtet? Mein Arzt hat den Gallenblasenstau dort gesehen und mich sofort beruhigt.

Ich wurde behandelt und nach ca. 4 Monaten waren die Werte wieder in Ordnung.

Keine Ahnung, wie lange schon vorher die Werte aus dem Ruder waren, da die nie mitbestimmt wurden.

Daumendrückend

Monika

Ellen aus HH
29.03.06, 11:31
Liebe Nirvana,

Ja, ja, es gibt schon tolle Ärzte. Ein kurzer Blick - und sie wissen alles. Die reinsten Hellseher. Aber lassen wir das.
Du hast Recht: Wenn die Leber von AK angegriffen wird, kann sie nicht mehr voll arbeiten und ist ja dann auch eigentlich schon krank. Ich hab`da nicht zu Ende gedacht.
Den Gedanken mit der Thymusdrüse finde ich einen Super-Ansatz. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Nachforschung in diese Richtung ein Schritt weiter in die richtige Richtung ist. Vor einiger Zeit hatte ich mich auch schon mal damit beschäftigt, bin aber dann irgendwie davon abgekommen. Danke für die Links. Damit werde ich mich später in Ruhe befassen, auch mit dem von Norbert. Wenn Du etwas im UKE darüber erfährst, bitte ich darum, mir das unbedingt mitzuteilen.
Du hattest 9 Ärzte in eimen 3/4 Jahr ??!! Hilfe, da hattest Du aber gute Nerven! Vielleicht kannst Du mir ja mal den Namen Deiner jetzigen Ärztin mitteilen. Ich hab`auch einen "guten" Hausarzt. Aber in dem Sinne gut, dass er 1. bei mir ganz in der Nähe ist und 2. mir alle Überweisungen gibt (allerdings nur nach pers. Rücksprache) die ich benötige.
Tschüßi
Ellen


Liebe Kassandra

ich hab mal GOT durch GPT dividiert und dabei kam folgendes heraus:

05.09.2005 55 : 38 = 1,447
11.10.2005 54 : 35 = 1,542

Muss ich da etwa auf einen schweren Leberschaden schließen, obwohl die Werte nicht so sehr erhöht sind?
Auf dem Blutbild vom 11.10.2005 sind 24 Werte angegeben. Da ich jetzt aber an meinem Arbeitsplatz bin, kann ich die nicht alle eingeben. Falls es nötig wäre, würde isch das allerdings in der Mittagspause machen. Ich hab`da aber auch unter den von Dir genannten wichtigen Werten nur die ANA (< 1:80 - 1:80) gefunden und Leber-Niere-Mikros.-Ak (LKM) (<1:20 - negativ). Sind das die Anti-LKM 1 ?
Ich versuch`mal jetzt ruhig zu bleiben und einen besseren Leberspezialisten zu finden.

Ganz liebe Grüße an Dich
Ellen

b.doolmann
29.03.06, 11:36
:)


....bin ich jetzt im falschen Film, oder was? ;)
Auf dieser Seite erfährt man doch lediglich, welche Autoimmunerkrankungen es gibt. Details zur Autoimmunhepatitis (hier ist doch der Name bereits Programm, dafür bedarf es keiner Auflistung), so wie man sie sich erhofft als Betroffener, jedoch nicht.

LG Kassandra :)


Liebe Kassandra,

leider scheinst Du im falschen Film zu sein. Der Link steht für alle Autoimmunkrankheiten. Wenn Du auf die betreffende Krankheit klickst, bekommst Informationen darüber, die verständlich sind.

LG Brigitte

Ellen aus HH
29.03.06, 12:00
Liebe Monika,

Danke für Deine Antwort und Dein "Daumendrücken" :) .

Ultraschall wurde schon mal gemacht. Ich war im letzten Jahr zur Darmspiegelung im KH. Dort wurde auf Grund meiner erhöhten Leberwerte eine Ultraschall-Untersuchung veranlassst - o.B.
In der letzten Zeit habe ich tatsächlich öfter in der Gallengegend Schmerzen. Die ziehen herunter bis in die Leiste und manchmal sogar bis in den Oberschenkel. Ich dachte zuerst, es käme von der Leber, aber mir wurde gesagt, dass die Leber nicht schmerzt. Die Schmerzen kämen entweder von der Galle oder doch wohl eher vom Darm. Das ist gut möglich, denn der Darm macht mir auch schon seit Jahrzehnten Probleme. Na gut, da komme ich also auch nicht weiter.
Meine Leberwerte sind schon seit Jahren erhöht und ich wurde von Ärzten schon öfter gefragt, ob ich trinken würde. Nein, nein, nein und jetzt erst recht nichts mehr.
Ich muss mir unbedingt ein fitten Leberspezialisten suchen.
Ganz liebe Grüße auch an Dich
Ellen

Kassandra
29.03.06, 12:18
:)


Hallo Brigitte,

genau da bin ich gewesen u. hatte festgestellt, daß es wirklich nur eine sehr grobe Zusammenfassung ist. Ähnlich wie bei Hashi, wo dann auf das alte Hashiforum verwiesen wird.
Aber das macht nichts, im Archiv findet man ohnehin recht viel über die Leber, da NASH schon des öfteren ein Thema war.
Danke für die Mühe!

LG Kassandra :)

Kassandra
29.03.06, 12:24
:)


Hallo Ellen,


ich hatte hier vor einiger Zeit neuere Untersuchungsmethoden eingegeben, und zwar zu dem Zeitpunkt, als Ibeji ein aktuelles Leberproblem hatte.
Werde nachher nochmal separat was eingeben, damit es hier nicht untergeht. Vielleicht schaust Du dann auch mal dort rein. Jedenfalls sind das sehr vielversprechende Untersuchungsmethoden.

Meinst Du die AK, die hier aufgelistet sind?
http://www.dr-walraph.de/autoanti.htm (Leber)

Ansonsten:

* Hepatitis (Basisprogramm)
GPT, GOT, g-GT, AP,
Bilirubin, gesamt (direkt und indirekt),
CHE, Quick-Test, Eiweiß-Elektrophorese,
Blutbild, großes

* Hepatitis A
Anti-HAV-Screening (lgG + lgM)
Stuhl (Prodromalphase):
Hepatitis A-Ag

* Hepatitis B
HBs-Ag, HBe-Ag, Anti-HBc,
Anti-HBc-IgM-spez., Anti-HBe,
Anti-HBs, HBV-DNA

* Hepatitis, autoimmune Autoantikörper gegen:
ANA, AMA, SMA, LKM, LP, SLA

* Hepatitis, chronisch aktive
GPT, GOT, g-GT, AP, Bilirubin,
direkt, Eiweiß-Elektrophorese,
lgA, lgG, lgM, Laminin-AK,
Prokollagen-lll-Peptid,
ANA, AMA, Glatte Muskulatur-AK
(ASMA), ggfs. weitere
spezielle Autoantikörper,
Abklärung Hepatitis-B, -C, -D
u. andere
Quelle: ana-labor

LG Kassandra :)

Ellen aus HH
29.03.06, 14:24
Hallo Kassandra,

vielen Dank, Du gibst Dir immer so viel Mühe.
Die Untersuchungsmethoden habe ich schon gefunden und gleich den Test gemacht. Danach habe ich eine Lebererkrankung, die wohl der umgehenden Behandlung bedarf.
Von den von Dir genannten Blutwerten sind bei meinen Blutbild etliche dabei. Ich wollte die bisher nicht eingeben, weil es zum einen eine Menge "Schreibgram" ist und zum anderen wollte ich hier nicht mit endlosen Werte-Listen nerven, die letztendlich nicht nötig sind.
Ich schreib jetzt aber einfach mal auf um welche Werte es sich handelt :
ANA, ADNA, Gamma-GT, AMA, Ak gg. PR3, Ak gg. MPO, ANCA (IFT), GOT (ASAT), GPT (ALAT), Anti-n-RNP, Anti-SS-A, Anti-SS-B, Anti-Sm, Anti-Scl-70, Anti-Jo-1, AP, Billirubin gesamt, Leber-Niere-Mikros.-Ak (LKM), anti HAV-IgM, anti-HAV-IgG, anti-HBs, anti-HBc, Hepatitis C - Ak-Screening. Mit einem + versehen, also demnach zu hoch, sind nur GOT, GPT und AP. Alle anderen sind wohl in der Norn, da sie ja sonst auch mit einen + oder - versehen wären.
Kannst Du dazu etwas sagen?

LG
Ellen