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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Werte meiner Tochter, kein Hashi ?



Xandria
30.01.06, 09:03
Frage zu den Werten:

Hallo erstmal,
seit 2,5 Jahre habe ich Hashi und seit ca. 1,5 Jahre hat meine Tocher (21 J.) eine UF.

Hier ihre neueste Werte:

InvitroTest
FT4 i.S. 18,16 pmol/l (7-25)
FT3 i.S. 3,28 pg/ml (1,6-4,8)
TSH basal i.S. 0,22 mU/l(0,3-2,5)
Anti-TOP i.S. 2133,15 U/ml (<60)
TSH-Rezeptor-Antikörper i.S. 2,60 U/l (<10)

Schilddrüsensonographie:
Die Abmessungen des linken lappens betragen: Tiefe ca. 9,0 mm, Breite ca. 15,3 mm, Länge ca. 36,7 mm, diejenigen des rechten Lappens ca. 15,4 mm, ca. 14,5 mm, ca. 40,9 mm. Inhomogenes und diffus echoarmes Schallmuster in beiden Lappen. Im rechten Lappen zwei benachbarte kleine echoarme Herdbefunde.

Beurteilung:
Struma nodosa Grad I mit grenzwertig hyperthyreoter Stoffwechsellage. Die Dosis des L-Thyroxin sollte reudziert werden auf L-Thyroxin 75 1x1 Tabl. tägl.

Nach bohrenden Nachfrage meiner Tochter woher ihre UF denn kommt, meinte der Arzt: Bei deiner Mutter ist das was anderes, die hat eine zerstörte Schilddrüse aber du hast nur ein UF weil wir hier bei uns Jodmangel haben.

Stimmt das so?

Ist der Anti-TPO nicht viel zu hoch und ein Zeichen für Hashi?

Würde mich freuen, wenn jemand was Vernünftiges hierzu sagen könnte, denn ich kenn mich nicht so gut aus.

Danke
Xandria

Ingma
30.01.06, 09:13
Hi Xandria,

Auch Deine Tochter ist Clubmitglied. Herzlich willkommen.
Die Stichworte heißen: echoarm, inhomogen, deutlich erhöhter Anti-TPO
Keine andere Krankheit produziert diese Zusammenstellung.

Die Werte sind OK. Wenn Deine Tochter sich damit wohlfühlt, würde ich an der Dosierung nichts ändern. Zu beachten:
--> Jod meiden
--> regelmäßige Kontrollen. ggf. Ferritin überprüfen lassen

lg Ingma

Anke
30.01.06, 09:15
deine Tochter soll bitte den Arzt wechsel, sie hat Hashi.

Werte sehen o.k. aus, hat sie irgendwelche Beschwerden?

FT4 i.S. 18,16 pmol/l (7-25)........i.O.
FT3 i.S. 3,28 pg/ml (1,6-4,8)..................i.O.
TSH basal i.S. 0,22 mU/l(0,3-2,5)............i.O.
Anti-TOP i.S. 2133,15 U/ml (<60)............Hashi-Antikörper
TSH-Rezeptor-Antikörper i.S. 2,60 U/l (<10)......Antikörper


inhomogenes und diffus echoarmes Schallmuster in beiden Lappen. Hashitypisch.

Kein Jodmangel sondern Hashi und bitte keine Reduktion der Hormone, wenn sie sich wohl fühlt, ansonsten natürlich Arztwechsel.

Ciao Anke :) :) :)

Elfchen
30.01.06, 09:21
hallo xandria,

eine frage vorneweg: wie viel thyroxin nimmt deine tochter zurzeit?

der TPO ist eindeutig erhöht. und der ultraschall ist inhomogen und echoarm. das sind beides eindeutige zeichen für hashimoto. ich kann mir nicht erklären warum der arzt die laborwerte nicht richtig deuten kann. :confused:
ist er denn (k)ein SD-spezialist?

die schilddrüse (SD) kann bei hashimoto verkleinert (atrophe form), noch normal groß und vergrößert (hypertrophe form) sein bzw. im verlaufe der erkrankung (fast) nicht mehr vorhanden sein.

deine tochter hat die hypertrophe form der hashimoto thyreoiditis. die SD ist vergrößert. zur zeit ist sie laut TSH leicht in der überfunktion (ÜF). welche beschwerden hat sie? oder fühlt sie sich wohl?
sollte sich deine tochter wohl fühlen und keinerlei ÜF-symptome haben, kann sie ihre jetzige thyroxindosis beibehalten.

lg, elfchen :)

Xandria
30.01.06, 09:38
Meine Tochter nimmt seit ca. 6 Wochen L-Thyroxin 100 doch aufgrund dieser Werte hat sie nun reduziert auf 75.
Sie fühlt sich wohl, will auch gar nicht viel von SD-Krankheite wissen, denn sie meint, damit macht man sich nur verrückt.
Trotzdem meine ich, dass es wichtig ist zu wissen ob man hashi hat oder nicht

Was ist Ferritinwert? hab ich auch noch nie prüfen lassen
Danke, für eure schnelle antworten !
LG
Xandria

Elfchen
30.01.06, 10:06
also wenn sie unter 100 µg thyroxin keine beschwerden (überfunktionssymptome) hatte, würde ich an der dosis nix machen. kann durchaus sein, dass ihr die 75 auf dauer nicht reichen und sich UF-symptome einstellen.

ferritin ist der langzeiteisenspeicher und ist der aussagekräftige wert zur beurteilung des eisenstatus. wenn er niedrig ist, fühlt man sich müde, schlapp, unkonzentriert, die haare können vermehrt ausgehen, die abwehr ist geschwächt (häufige infekte) usw.
viele hashis haben eine niedrigen ferritinspiegel (entweder unter der norm oder nur knapp darüber) und nehmen daher eisenpräparate ein, wodurch der ferritinspiegel und das wohlbefinden steigt.

Xandria
30.01.06, 19:25
Wenn ich euch so lese, scheint die Diagnose Hashimoto eindeutig zu sein !?!
Warum stellt das ihr Arzt nicht fest? Der Mann hat das schließlich studiert !
*Ärger*
Xandria

Michael D'Angelo
30.01.06, 19:56
Hallo Xandria!

Du schreibst:

Frage zu den Werten:

Hallo erstmal,
seit 2,5 Jahre habe ich Hashi und seit ca. 1,5 Jahre hat meine Tocher (21 J.) eine UF.

Hier ihre neueste Werte:

InvitroTest

FT4 i.S. 18,16 pmol/l (7-25)

=> Da hat Deine Tochter noch Platz nach oben!

FT3 i.S. 3,28 pg/ml (1,6-4,8)

=> Sie hat da auch noch Platz nach oben!!!!

TSH basal i.S. 0,22 mU/l(0,3-2,5)

=> Der ist niedrig, aber bei Hashi spinnt sehr häufig der TSH und hat somit keinerlei Aussagekraft. Wichtig sind die Ft4 und FT3-Werte und die sagen, daß Deine Tochter noch höher dosieren könnte, wenn sie möchte, wenn sie sich noch unterfunktioniert fühlt!

Anti-TOP i.S. 2133,15 U/ml (<60)

=> HALLO! ABER EINDEUTIG EINE HASHIMOTO-THYREODITIS! Bei der Höhe der Antikörper ist das wohl ganz eindeutig!!!!!


TSH-Rezeptor-Antikörper i.S. 2,60 U/l (<10)

=> TRAK sind niedrig, aber es soll ja Hashi sein und nicht Morbus Basedow.


Schilddrüsensonographie:
Die Abmessungen des linken lappens betragen: Tiefe ca. 9,0 mm, Breite ca. 15,3 mm, Länge ca. 36,7 mm, diejenigen des rechten Lappens ca. 15,4 mm, ca. 14,5 mm, ca. 40,9 mm. Inhomogenes und diffus echoarmes Schallmuster in beiden Lappen. Im rechten Lappen zwei benachbarte kleine echoarme Herdbefunde.

=> Ja das sagt doch eindeutig, daß dies eine Hash-SD ist: Inhomoges und echoarmes SD-Gewebe!!!! Das kann fast nur von Hashi kommen und weil Hashi-Antikörper vorhanden sind, ist es Hashimoto-Thyreoiditis! EINDEUTIG!!!


Beurteilung:
Struma nodosa Grad I mit grenzwertig hyperthyreoter Stoffwechsellage. Die Dosis des L-Thyroxin sollte reudziert werden auf L-Thyroxin 75 1x1 Tabl. tägl.

=> Schon wieder ein irrtum. Nur weil der TSH-Wert niedrig ist, heißt es nicht automatisch, daß sie eine Überfunktion hat!!!!!!!!
Was hatte sie den vorher eingenommen? 100 µg Thyroxin am Tag?
Wie fühlt sie sich im Moment, daß ist das wichtigste, was man wissen muss.
Wenn sie immer noch müde, kaputt und energielos ist, starke Leistungsschwankungen hat, würde ich die Dosis nicht reduzieren, denn sie hat ja bei den richtigen SD-Werten massiv Platz nach oben. Der TSH-Wert ist hier vollkommen uninteressant!!!


[QUOTE=Xandria]Wenn ich euch so lese, scheint die Diagnose Hashimoto eindeutig zu sein !?!

=> EINDEUTIGER GEHT ES NICHT MEHR!!!

Warum stellt das ihr Arzt nicht fest? Der Mann hat das schließlich studiert !
*Ärger*

=> FRAG IHN EINFACH! Warum er nicht dazu schreibt, daß Deine Tochter Hashimoto-Thyreoiditis hat. Du musst ihn schon selber fragen, ob er es versehentlich nicht geschrieben hat oder das es für ihn feststand, daß es Hashimoto ist und Du ja auch Hashimoto hsat, daher wollte er es nicht mehr nochmals schreiben, weil es ja klar war.

Frag ihn bitte selber!!!!


Liebe Grüße

Michael D'Angelo

Ingma
01.02.06, 16:46
Hallo Xandria,

Schließe mich Michael an. Der TSH ist vermutlich nicht aussagekräftig, weil Deine Tochter TRAK hat. Ich habe selbst auch TRAK. Bei TRAK-Hashis ist der TSH in 90 % der Fälle supprimiert. Das bedeutet nicht, dass eine ÜF vorliegt.

Umfrage im Forum (bitte auch Auswertung anschauen):
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1035100

Der wissenschaftliche Hintergrund ist in folgendem Artikel nachzulesen:
http://jcem.endojournals.org/cgi/content/full/88/9/4135

Der Artikel bezieht sich zwar auf Basedow-Patienten, aber der Mechanismus ist bei Hashis identisch. Dies hat der Verfasser bestätigt:
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.php?t=1035443

Langer Rede kurzer Sinn: nur nach fTs einstellen.

lg Ingma