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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Depressionen und Angstzustände nach OP



Minne
17.06.05, 23:38
Hallo Leute,

brauche dringend eure Hilfe. Habe seit 1992 MB der mehrere Male mit Favistan antherapiert wurde.Habe mich mit Homöopathie über Wasser gehalten. Mein Ex-HA hat mir dann massiv Angst gemacht. Am 21.01.05 subtotale OP.2 NSD fehlen.
Direkt nach OP gings gut bis auf einige Heulkrämpfe.Bei Entlassung 100 mcg Thyroxin bekommen. Nicht vertragen. Seitdem gings bergab.Leide unter Schlafstörungen, Erschöpfung, Angst, Depresssionen, Sehstörungen. Kann nicht allein sein. Auch Knochen- und Muskelschmerzen bei Anstrengung und kribbeln in Armen und Beinen (restless legs). Verspannungen in Kiefer und Nacken.
Die Hormondosis ist ständig geändert worden. rauf, runter . Mein HA meinte, es sei eh egal wieviel ich einnehme, würde sich nicht auf mein Befinden auswirken. Daraufhin Arzt gewechselt. Neuer HA gibt sich mehr Mühe, schickt mich aber zur Psychologin.
Bei 150mcg fühlte ich mich einigermaßen wohl, aber meine Nuk meinte, es sei ihr egal wie ich mich fühlte , ich müsse runter auf 125mcg. Die nehm ich seit 6 Wochen und es geht mir wieder schlechter. Trotz homöopath. Behandl. und 4 monatiger Einnahme von Johanniskraut. Auch mein Menstruationszyklus hat sich stark verändert. Die Blutungen dauern an die 12 Tage, teilweise sehr stark. Es liegen nur 10 Tage dazwischen. Folge davon:Schwindel,Blutdruck zu niedrig und harter Puls. Unerträglicher Tinnitus.
Laut meinen Ärzten hat all das nichts mit den Hormonen zu tun. Nach OP müsste alles o.k. sein. Laut letztes Labor alles o.k. , auch Calcium,Parath. u.s.w.
Neuste Werte erst Montag oder Dienstag da.
Bekomme mein Leben nicht mehr auf die Reihe. Bin sicher.ihr könnt mir weiterhelfen. Vielen Dank.
Minne

gertraud
18.06.05, 00:37
Hallo Minne,

da hast du aber bis jetzt noch keine guten Ärzte angetroffen.

Wie warn denn die letzten Werte als du noch 150 genommen hast?
Deine Symptome hören sich nach Unterfunktion an.

In welcher Gegend wohnst du? Vieleicht wissen wir einen guten Arzt in deiner Nähe.

Laß es Dir trotz allem gut gehen es kommen wieder bessere Zeiten

LG gertraud

Heike
18.06.05, 14:16
Hallo Minne,
ohje da hast Du ja einen tollen NUK. Ihr sei es egal wie Du Dich fühlst????
Normalerweise hättest Du da aufstehen und gehen sollen.
Gerade die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient ist bei MB sehr wichtig!
Ich kenne Deine Probleme nur zu gut.
Mein Endo meinte auch immer reduzieren, reduzieren. Mir ging es allerdings immer schlechter. Mein Zustand war echt unerträglich. Den Tinnitus hatte ich auch. Ist mitlerweile für mich ein erstes Anzeichen wenn ich zu wenig Hormone habe.
Damals als mein Arzt meinte reduzieren war ich auch bei 150 L-Thyroxin. Habe nicht reduziert bin um 12,5 höher und es wird endlich etwas besser bei mir. :)
Warte d8e nächsten Werte ab und stelle sie doch hier rein.
Hier helfen Dir sicherlich einige.
Du solltest den NUK wechseln.
Dir alles Gute
Heike

Minne
18.06.05, 21:21
Vielen Dank für eure Antworten.

Wohne ganz in der Nähe von Münster / Westfalen. Meine Nuk ist Dr. Neubauer in Münster. Wie ich weiß die einzige auf SD Spezialisierte.
Fühle mich auch ziemlich allein gelassen von den Ärzten. Wer weiß einen guten. Kann ruhig etwas weiter weg sein. Vielleicht Ruhrpott oder so?

Habe leider keine Werte da.Montag gibts die aktuellen und die alten . dann mehr.

Heute beim Schwimmen haben meine Muskeln total versagt.Schmerzen auch heftig. Hat mir Angst gemacht.

Übrigens ist mein Name Petra. Minne, mein Freund hat die E-Mail Adresse und sich angemeldet. Deshalb in Zukunft: Petra, Freundin von Minne

Schönen Abend noch

gertraud
18.06.05, 23:25
Hallo Petra,

wie wäre es mit

48653 Coesfeld Reinhold Haase Allgemeinarzt und Heilpraktiker Süringstr. 39
Tel: 02541/82466

Bin mal gespannt auf deine Werte am Montag.
Wenn du jetzt 6 Wochen die 125 er Dosis hast könntest du nochmal Werte kontrollieren lassen.

LG gertraud

Ben
19.06.05, 00:40
Schau mal hier:

www.arztliste.raistra.de

Da sind Ärzte aufgelistet, mit denen von Beteiligten gute Erfahrungen gemacht wurden; wenn einner in deiner Nähe dabei ist, kannst du ja auch noch mal gezielt hier nachfragen

LG
Ben

Froschfrau
19.06.05, 08:09
Hallo, Minne (süßer nichname), ich kenne Deine Symptome nur zu gut, Schmerzen habe ich seit ziemlich genau 4 Jahren. manchmal waren sie so schlimm, dass ich morgends nicht schnell genug auf die Toilette kam...Kribbeln in den Händen habe ich erst (?!?!??) seit Januar diesen Jahres -nach langer Tortour hatte mein Endo mal so`ne Bemerkung fallen lassen, vielleicht hätte ich auch Hashi (zum MB dazu - sowas solls ja geben), kribbelte aber auch in den Beinen, und schmerzte - manchmal wie Messerstiche. Also, auf zur Nervenleitmessung und siehe da, der Neurologe war selbst erstaunt, als er maß, dass die Nerven wohl kaputt sind - Polyneuropathie - haben oft Diabetiker oder Alkoholiker als Folgeerkrankung. Also habe ich mich schlau gemacht - Diabetesist eine Folgeerscheinung bei UF und die Leberwerte verändern sich ebenfalls bei UF. Kribbeln und Schmerzen sind eine sehr häufige Folge der UF - schipft sich "Karpaltunnelsyndrom", wenn es zu schlimm wird kann man operieren und ansonsten mit Vit. B (6/12) substituieren.- aber nochmal einen Neurol. fragen so voel weiß ich sdarüber noch nicht. Deine Zyklusstörungen hangen damit nat. auch zusammen, viel Frauchen in den Wechseljahren haben auch dieses Händekribbeln, deswegen sollte man auch immer zu einem Gyn, der sich gut mit Hormonen auskennt, also mal viel Spaß beim Suchen. Schwindel und auch Tinnitus habe ich nat. ( ;-) auch, das kommt wohl viel vom Nacken, da hilft bei mir manchmal meine echt gute Physiotherapeutin, die mich richtig durchknetet, aber vorsicht, danach ist Schwindel erst mal einen Tag - bis 2 noch viel schlimmer, immer nur dran denken - das ist icht schlimm, du packst Dich schon nicht und, und wenns so wäre, wäre es auch nicht schlimm - immer optimistisch bleiben.

Zum Thema Psycho - ich bin selbst Psychologin und höre mir jeden Tag ganz viele schlimme GEschichten an, manchmal denke ich auch, naja, und deswegen gehen "SIE" zum PSycho - da gehts mir aber echt schlimmer, aber einigen denke ich, kann ich sehr gut helfen, ob MB, Krebs oder "nur" was rein psychisches - die beste Krankheit taugt nix, aber man muss halt damit leben, wenn man leben will. Und manchmal tut es einem glaube ich ganz gut, wenn da jmd. ist, den man vorbehaltlos mit seinen Problemen kommen kann - versuchs doch mal - wir sind doch alle nur Menschen - aber such DIr eine/n Guten!!!!


Ich wünsch Dir was, Kopf hoch, es kommen acuh wieder bessere Tage und die genießt Du dann - ok?!

Grüße aus BErlin...

rita
19.06.05, 08:44
Hallo liebe minne,

ich habe mich sehr gut in deinem bericht wieder erkannt. Mir ging es ähnlich wie dir nach der op. All die sympthome, die du aufgezählt hast, kommen mir sehr bekannt vor. Dieses kribbeln hatte ich auch, es beschränkte sich aber nicht nur auf die arme und beine, ich hatte es am ganzen körper. Panikattacken und angstzustände, seit dem ersten tag nach der op, ich verließ fluchtartig das krankenhaus, ohne, dass noch die stimmbanduntersuchung gemacht werden konnte. ich lag nur noch zu hause und wusste nicht mehr, was mit mir geschieht. ich konnte drei monate lang nicht mehr das haus verlassen. Bei mir stellte sich aber sehr schnell heraus, dass ich einen rückfall hatte und ich wurde fünf jahre später dann noch bestrahlt. Ich weiß aber von anderen, dass sie sich ähnlich, wie du fühlen, nach einer op oder bestrahlung. Ein jahr nach der op begann ich eine therapie, bei einer ärztin und psychologin, die mir über zwei jahre sehr half, mit all dem zurecht zu kommen.

Inzwischen sind seit meiner op 14 jahre vergangen, ich habe zwei therapien gemacht, die mir sehr geholfen haben, .ich fühle mich mittlerweile sehr gut, habe sehr gute ärzte, die mich betreuen. Mein chef und meine chefin, selber ärzte, passen auch sehr gut auf mich auf. Konzentriere mich auch nicht mehr so auf den basedow, arbeite wieder 35 bis 40 stunden in der woche und genieße einfach nur das leben! Ich kann dir auch sagen, ……….mit der zeit reguliert sich alles wieder, die ängste und depris werden weniger, auch das kribbeln hat sich auf ein erträgliches maß bei mir reduziert, ist aber nie ganz verschwunden. Du schreibst ja auch, dass deine nsd mit entfernt wurde, dein kribbeln könnte daher kommen und du müßtest doch dann auch ein medik. Bekommen?

Eines kann ich aus eigener erfahrung berichten, man muß herausfinden, was die richtige dosis an hormonen, für sich selbst ist und bei welchen werten ich mich am wohlsten fühle. Inzwischen brauche ich nicht mehr alle sechs wochen eine blutuntersuchung, die mir sagt, wo meine werte liegen, ich habe so ein gutes körpergefühl entwickelt, sodass ich in etwa sagen kann, wo meine werte liegen und wie ich mich fühle.

Johanniskraut solltest du nicht einnehmen, da es die lichtempfindlichkeit bei mb noch verstärkt.
Was ich ansonsten noch bei dir sehen kann, du bis wahrscheinlich nach der op, mit einer zu hohen dosis angefangen. Meines wissens, fängt man nach einer op mit einer kleineren dosis an. Bei mir waren es 50µ euthyrox. Damals euthyrox, heute nehme ich l-thyroxin. Ich bin auch bis heute nie richtig mit einer konstanten dosis einstellbar gewesen, schwanke immer so zwischen 100µ 125µ oder zur zeit 112,5µ l-thyroxin.

Ich wünsche dir, dass du in diesem tiefen tal, in dem du momentan steckst wieder rauskommst. Ach, ich weiß, dass du es schaffen wirst und da muß ich wieder mal so einen standardsatz gebrauchen, den man tag-täglich hier im forum lesen kann,…man muß ein bischen geduld haben und es stimmt auch.

Ich wünsche dir alles, alles gute :)

rita

Heike
19.06.05, 19:59
Hallo Petra,
der heutige Stand in den meisten Krankenhäusern sind 100 L-Thyroxin.
Manche KH geben sogar noch mehr, da die Gefahr in eine Unterfunktion zu rutschen sehr goss ist und dies sich auch negativ auf die Augen auswirken kann. Eine Dosisanpassung ist sicher nötig.

LG Heike

Minne
19.06.05, 22:14
Hi,liebe Leute


Dank für eure Antworten.


Getraud, coesfeld ist ganz nah. werde ich direkt morgen mal anrufen.

Ben,da schau ich mal rein.brauche neuen gyn und endo oder so.

Heike,mittlerweile bin ich auf 125 µg.mit den augen wird es immer schlechter.
meine Nuk meinte nur,das könnte nicht sein. die hat so viele sd-patienten, ihr scheint noch niemand mit ähnlicher symtomatik untergekommen zu sein.

Rita, seit der OP bin ich echt krank. das war mit SD anders. Oft bereue ich die OP. weiß allerdings nicht.was dann passiert wäre.

Über eure Aufmunterungen freue ich mich. jedoch scheint eine gute Hormoneinstellung fast unmöglich ??

schönen abend :)
Petra (Minne)

gertraud
19.06.05, 22:20
Hallo Petra,

hast du dich mit den 150 wohler gefühlt? Kann sein, dass du jetzt Unterfunktion hast und deshalb die Augen wieder mucken.

Warum solltest du die Dosis senken? Auch du wirst es schaffen die richtige Dosis zu finden.

Also laß dir neue Werte machen ich drück Dir die Daumen dass du schnell einen guten Arzt findest.

liebe Grüße

gertraud

Minne
21.06.05, 21:26
Hallo Getraud,

hier die aktuellen Werte vom 10.06.05


fT4 RIA 1,3 ng/dl (norm 0,85 -111,95 ng/dl )

fT4 RIA 2,6 pg/ml (norm 2,20 - 5,80 pg/ml )

TSH I IRMA 0,11 µIE/ml (norm 0,3 - 4,0 µIE/ml )


erstellt von meiner NUK mit der dringenden empfehlung , die dosis von 125µg euthyrox auf 100 µg zu reduzieren. Hilfe!!!
Ich verstehe das nicht,was bedeuten diese RIA und so?


Zudem meint mein HA, ich solle doch bitte ein Antidepressivum einnehmen,
was ich auf jeden Fall vermeiden will.

Hilfe dringend erbeten!!!!

Petra (Minne)

Heike
21.06.05, 21:44
Hallo Petra,
das RIA und so bedeuten die verschiedenen Messmethoden die ein Labor anwendet.
Wo ist Dein FT3 Wert?

Sandra H
22.06.05, 10:51
Hallo Minne,
sind bei der OP Deine Nebenschilddrüsen verletzt oder "beleidigt" worden? Vielleicht hängt das Kribbeln und die Schmerzen mit einem zu niedrigen Calciumwert zusammen?
Liebe Grüße
Sandra

saskia (MB)
22.06.05, 11:08
Hallo Petra,

schaust du dir deine Werte noch mal an ?

> fT4 RIA 1,3 ng/dl (norm 0,85 -111,95 ng/dl ) -> stimmt hier das Komma bei dem oberen Normwert ?
> fT4 RIA 2,6 pg/ml (norm 2,20 - 5,80 pg/ml ) -> ist das ev. Ft3 ?

Dein TSH ist supprimiert, das deutet dein Arzt wohl als UEF. Bei Basedow und bei Hormonsubstitution kann das TSHa aber auch keunstlich supprimiert sien, dann hat es keine Aussagekraft. Deine FTs liegen eher am unteren Rand des Normbereichs, vermutlich hast du zu wenig Hormone, das passt auch zu deinen Symptomen. Ich wuerde eher steigern als reduzieren. LG, Saskia

Jutta K.
22.06.05, 22:20
Hallo Petra!

Ich nehme an, Du hast Dich bei Deinen Werten verschrieben und bei dem Normwert für fT4 hat Deine 1 auf der Tastatur etwas geprellt. Richtig heißt der Normbereich wohl 1,95 (111,95 ergibt keinen Sinn). Und ich nehme an, der zweite Wert soll fT3 sein (du hattest zweimal fT4 geschrieben).

Bei Deinen Werten solltest Du auf keinen Fall reduzieren, denn Deine fT3 und fT4-Werte sind auf keinen Fall zu hoch (eher das Gegenteil, insbesondere fT3 ist ziemlich down). Nur wenn sie zu hoch wären, wärest Du in Überfunktion, das sind sie aber nicht.

Wie Saskia schon schrieb, hat Dein Arzt wohl leider nur auf den TSH-Wert geguckt. Der ist zwar supprimiert (weswegen Dein Arzt denkt, Du hättest eine Überfunktion), aber das kann unter Hormoneinnahme schon mal vorkommen. Eine Überfunktion hast Du aber bei Deinen Symptomen und bei Deinen ft-Werten mit Sicherheit nicht. Daher bitte nicht reduzieren, Du würdest damit nur noch alles schlimmer machen, denn dann würden Deine ohnehin nicht besonders "prallen" fT-Werte noch weiter absacken und Deine UF-Symptome würden noch schlimmer werden.

Ich würde an Deiner Stelle sogar die Dosis erhöhen und wieder zurück auf die alten 150 µg. Nicht in einem Schritt, sondern in 2 Schritten á 12,5 µg (mit jeweils 14 Tagen Abstand dazwischen). Oder wenn Du besonders empfindlich auf Steigerungen reagierst, evtl. auch nur in Schritten á 6,25 µg.

Das Antidepressivum würde ich vorerst nicht nehmen, sondern erstmal zusehen, daß die fT-Werte wieder hochkommen. Deine Beschwerden, die Schmerzen und auch die Depressionen werden dann mit Sicherheit wieder besser werden bzw. sogar ganz verschwinden. Verstehe immer nicht, wie Hausärzte immer mit solchen Psychopharmaka wild um sich schmeißen, anstatt mal eine etwas höhere Dosis vom vergleichsweise harmlosen L-Thyroxin zu probieren?!?!?

Und Deine "liebe" NUK solltest Du mal ganz schnell in den Wind schießen. Was ist denn das für eine Ärztin, wenn es ihr egal ist, wie du Dich fühlst?!?!? Sie soll nicht deine Werte, sondern DICH [U]behandeln, verdammich noch mal! DU bist wichtig und die Ärztin ist dazu da, Dir zu helfen und nicht schöne Werte auf dem Papier zu produzieren, bei denen es Dir miserabel geht!

Nebenbei würde ich darauf wetten, daß sie - wenn Du tatsächlich auf 100 reduzieren würdest - das nächste Mal bei der Wertekontrolle ganz entsetzt gucken würde, wenn sie dann sehen würde, was für einen hohen TSH Du dann hast, denn ich garantiere Dir, daß der unter 100 nicht nur ein bißchen, sondern dramatisch (über die Norm) ansteigen würde. Und dann würde sie Dir wieder mehr Hormone verschreiben und Dein TSh würde wieder in den Keller gehen. Und dann würde sie Dir wieder sagen, daß Du reduzieren mußt u.s.w., u.s.w. Das "Spielchen" könntest Du endlos weiterspielen ... allerdings auf Kosten Deiner Gesundheit und Deines Befindens :mad:

Also mach einfach nicht mehr mit und laß den TSH TSH sein und suche Dir die Dosis, bei der es Dir gutgeht, einerlei ob der TSH dabei supprimiert ist oder in Kiel fällt ein Sack Reis um. Ein supprimierter TSH bei in der Norm liegenden fT3/fT4-Werten ist nicht mit einem erhöhten Risiko für Osteoporose oder Herzproblemen verbunden, das ist hinreichend durch Studien an SD-Krebspatienten (bei denen muß der TSH dauerhaft supprimiert sein) bewiesen.

Wegen deiner häufigen/verlängerten Regelblutung solltest Du übrigens auch mal Deinen Ferritinwert checken lassen, um zu sehen, ob Du evtl. Eisenmangel hast. Ich habe selbst gerade eine ziemlich lange Regelblutung hinter mir (wegen Cortisoneinnahme und Umstellung auf T3) und ich war heute zu meiner Ärztin, die mir sagte, daß mein erhöhter, harter Puls auch damit zu tun haben könnte, daß ich aufgrund der langen Blutung jetzt Eisenmangel habe. Sie wollte mein Ferritin dann auch mitbestimmen.

Liebe Grüße
Jutta

Heike
22.06.05, 22:40
Hallo Jutta,

also über diesen Satz musste ich nun doch schmunzeln.

Verstehe immer nicht, wie Hausärzte immer mit solchen Psychopharmaka wild um sich schmeißen, anstatt mal eine etwas höhere Dosis vom vergleichsweise harmlosen L-Thyroxin zu probieren?!?!?

Habe es natürlich auch bei mir in der Schublade liegen. Schön eingepackt ;)

Mein Hausarzt hat mir nun auch ein Antirheumatikum verschrieben. Diclac. Aufgrund meiner ständigen Schmerzen in den Gelenken und Knochen. Habe mir den Beipackzettel durchgelesen und weiss nun wirklich nicht ob ich es nehmen soll. :confused: Auf der einen Seite wäre es mal angenhem ohne Schmerzen. Auf der anderen Seite stehen da so viele Nebenwirkungen und unter anderem sollte es nur unter besonderer Vorsicht bei bestimmten Autoimmunkrankheiten (Lupus, Kollagnosen) genommen werden.

Wie geht es Dir ohne Cortison? Konntest Du nun schon eine Besserung mit T3 verspühren? Sicherlich muss sich der Körper auch zuerst einmal daran gewöhnen.

Dir alles Liebe
Heike

Jutta K.
23.06.05, 18:37
Hallo Heike!

Ich finde es wirklich sehr befremdlich, wenn Ärzte, die keine Fachausbildung im Bereich Psychologie/Psychiatrie haben, Psychopharmaka verschreiben, allerdings auch aus persönlicher Betroffenheit, weil es bei meiner Mutter leider auch so war. Ihr hat die Hausärztin wegen ihrer Schlafstörungen und Depris über Jahre hinweg immer schön Tranqulizer verschrieben, obwohl ich heute davon überzeugt bin, sie hatte ebenfalls SD-Probleme (Hashi). Ist aber leider zu spät, der damaligen Ärztin noch einen "Einlauf" dafür zu verpassen, denn meine Mutter ist schon einige Jahre tot (Schlaganfall mit 65, der - wie ich überzeugt bin - mit großer Wahrscheinlichkeit Folge einer jahrelangen, unbehandelten UF war). :mad:

Ich will Psychopharmka zwar auch nicht verteufeln, sie haben sicherlich ihre Berechtigung und können vielen Patienten bestimmt auch sehr gut helfen, wenn sie wirklich bei entsprechender Indikation und nach Ausschluß aller erdenklicher anderer Ursachen für die psychischen Probleme verschrieben werden.

Nur finde ich es eben zweifelhaft, wenn ein Arzt diese "einfach so" verschreibt, nur weil er für die Depris, Ängste, Schmerzen etc. keine andere Erklärung als "psychisch" findet, aber auch nicht bereit ist, mögliche andere Ursachen zu untersuchen bzw. dem Patienten nicht vertraut, wenn der die Ursache seiner Probleme in einem anderen Bereich als der Psyche vermutet.

Es ist ja nicht nur, daß Psychopharmaka oft erhebliche Nebenwirkungen haben (und ein Versuch der Behandlung damit in meinen Augen allemal riskanter ist, als zu versuchen, jemandem mit UF-Symptomen etwas mehr Thyroxin zu verabreichen), sondern mit ihrer Wirkung auch das tatsächliche Problem "zudecken" können, so daß die eigentliche Ursache unentdeckt und unbehandelt bleibt, was weitere gesundheitliche Folgen (auch tödliche - wie bei meiner Mutter) nach sich ziehen kann.


Habe es natürlich auch bei mir in der Schublade liegen. Schön eingepackt
Da würde ich es auch lassen ;)

Mein Hausarzt hat mir nun auch ein Antirheumatikum verschrieben. Diclac. Aufgrund meiner ständigen Schmerzen in den Gelenken und Knochen.
Diclac - das dürfte den Wirkstoff Diclofenac haben, richtig? Würde ich an Deiner Stelle - wenn überhaupt - nur kurzzeitig nehmen. Ich hab ja bedingt durch meine Bandscheibenvorfälle schon einiges an Schmerzen durch und kann Dir sagen, daß die Wirkung von Diclofenac mich bisher nicht sonderlich überzeugen konnte. Es wirkt entzündungshemmend und etwas schmerzlindernd, jedoch nicht sehr stark.

Da es die Magenschleimhaut sehr stark reizt, sollte es grundsätzlich nur zusammen mit einem Magenschutzmittel (z. B. Pantozol) eingenommen werden (hat mir mein früherer HA auch nicht gesagt, hab ich erst in der Klinik erfahren, daß man Diclofenac nie ohne Magenschutz nehmen sollte, nachdem ich dort erwähnte, daß ich nach der Einnahme von Diclofenac mehrfach erbrechen mußte und ständig Magenschmerzen hatte). Außerdem hatte ich bei Diclofenac immer Muskelschwäche, was zwar einerseits gut gegen Verspannungen hilft, andererseits ist es auch nicht so toll, wenn man das Gefühl hat, es hängen Bleigewichte an den Armen, wenn man sie hochhebt.

Außerdem ist Diclofenac bei Schilddrüsenerkrankungen nicht ganz unproblematisch, da es die Werte verändern kann aufgrund seines Einflusses auf die Eiweißbindung der Schilddrüsenhormone. fT4 kann unter Diclofenac abfallen.

Meiner Erfahrung nach ist Ibuprofen hinsichtlich der Wirkung bei Schmerzen und auch der Verträglichkeit wesentlich besser. Es wirkt bei mir auch bei starken Schmerzen gut, geht nicht so auf den Magen (höchstens bei Daueranwendung über lange Zeit), macht keine Muskelschwäche und es beeinflußt die SD-Werte auch nicht. Es wirkt wie Diclofenac auch bei entzündlichen Schmerzen (ist auch ein sogenanntes nichtsterioides Antirheumatika).


Wie geht es Dir ohne Cortison? Konntest Du nun schon eine Besserung mit T3 verspühren? Sicherlich muss sich der Körper auch zuerst einmal daran gewöhnen.

Das Cortison hatte zwar eine kurzzeitige Besserung gebracht, aber mittlerweile ist schon wieder so ziemlich alles beim alten in Sachen Schmerzen. Kann keine 5 Minuten schmerzfrei stehen, maximal 15 Minuten am Stück ohne Schmerzen gehen :( *seufz*.

Dafür sind aber auch die doofen Nebenwirkungen vom Cortison mittlerweile abgeklungen, mein Blutdruck ist endlich wieder normal und ich seh auch nicht mehr so furchtbar aufgedunsen aus. Mein Zyklus spinnt aber immer noch etwas rum, hatte grad wieder eine Schmierblutung.

Gestern war ich wieder bei meiner Ärztin, sie sagte mir dann, daß es schon richtig war, daß ich nicht ihre vorgeschlagene Dosierung beibehalten habe (sie hatte 150 T4 +20 T3 vorgeschlagen). Sie hat glücklicherweise überhaupt kein Problem damit, daß ich selbst an der Dosis gebastelt hab (nehme im Moment 181,25 T4 -15 T3), sondern meinte, das muß man durchprobieren, in welchem Verhältnis man T4 und T3 zueinander braucht.

Meine neuen Werte bekomme ich dann erst nächsten Mittwoch, bin schon sehr gespannt drauf, auch wie mein Eisen liegt. Meine Vermutung ist, daß ich wohl etwas wenig T4 habe und evtl. etwas zuviel T3, aber sicher bin ich mir da wegen des vorangegangenen Cortison-Kuddelmuddels auch nicht. Mal sehen, was die Werte sagen, danach werde ich die Dosis sicherlich noch mal ändern, so ist es im Moment jedenfalls noch nicht gut (müde, lustlos, etwas erhöhter, harter Puls).

Liebe Grüße
Jutta

Heike
24.06.05, 11:00
Hallo Jutta,
das mit Deiner Mutter tut mir sehr leid.
Verstehe auch nicht warum die Ärzte so schnell zu AD greifen. Vielleicht weil sie nicht mehr weiter wissen?

Bei meinem Vater bin ich auch davon überzeugt, dass er etwas mit der SD hatte. Bin leider nie an die Unterlagen ran gekommen. Sein Arzt stellte auch etwas mit der SD fest. Ein anderer Arzt sagte er hätte nichts an der SD.
Ich habe immer auf meinen Vater eingeredet (war oft agressiv und sehr schlank). Aber er meinte nur ich würde spinnen :mad:
Er verstarb letztes Jahr an einem Nierenzellkarzinom. Von der Diagnose bis zu seinem Tod vergingen gerade mal 6 Monate.
Immer wieder habe ich gelesen, dass Hormonelle Veränderung auch zu einem Nierenzellkarzinom führen können. Sicherlich nicht alleinig und noch andere Faktoren spielen eine Rolle.
Nun ist es eh zu spät und man kann nichts mehr daran ändern.

Von meiner Cortisonzeit her kann ich nur sagen ich hatte da verstärkt UFSymptome. War da völlig neben mir gestanden.

Du nimmst ja das T3 noch nicht so arg lange? Könnte schon sein, dass es Anfangs zu einem eröhten T3 Wert kommt ,dies sich allerdings mit der Zeit reguliert.
Harter Puls und müde spricht ja eher für UF. Wobei dies sicherlich von Mensch zu Mensch auch unterschiedlich sein kann.
Schmerzen sind was blödes. Allerdings merke ich auch, dass man sich daran gewöhnen kann.
Diclac werde ich nicht nehmen. Ist mir zu riskant.
Wünsche Dir ein einigermassen beschwerdefreies Wochenende
LG Heike