Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage/vielleicht @mic/nebennierenrinde
Hallo Ihr Lieben,
hatte hier vor einiger zeit schon mal gepostet. nehme jetzt seit vier wochen zusätzlich zu t4 noch 15 t3. obwohl meine werte schon vor der t3 einnahme mittig in der norm waren und der tsh supprimiert-hab sie damals auch gepostet-hat sich an meiner entsetzlichen müdigkeit nix verändert. mein neuer endo hat den stimulationstest der nebennierenrinde mit mir gemacht, und wir können mit dem ergebnis nichts anfangen. meinnbasaler cortisolwert ist absolut in der norm, aber der erwünscvhte anstieg funktioniert nicht. der ddoc schliesst damit morbus addison aus.
ich habe bereits 2 autoimmunkrankheiten(diab.mell. typ1 seit 30 jahren und hashimoto seit 7 jahren) von der schildrüse her weiss ich, daSS BEIM AUTOIMMUNZERSTÖRUNGSPROZESS zuerst verstärkt hormone freigesetzt werden. gibt es das bei morbus addison auch? macht es sinn, die antikörper zu untersuchen? bin inzwischen rel. verzweifelt-meine diabetes einstellung ist recht gut(pumpe), meine schilddrüse eher auch-und trotzdem geht es mir seit ca. 2 jahren immer mieser...fühl nmich eher wie 76 als wie 36. ferritin und b12 sind in ordnug. vielleicht kann mir hier jemand einen tip geben.vielen dank und ganz liebe grüsse, Dorothee
bin zwar nicht mic, aber vielleicht schaust du erst mal hier!?
<a href="http://www.medizinfo.com/endokrinologie/nniere/nebenniere1.htm" target="_blank">www.medizinfo.com/endokrinologie/nniere/nebenniere1.htm</a>
lg heike
Hallo Dorothee,
du schreibst:
<i>mein neuer endo hat den stimulationstest der nebennierenrinde mit mir gemacht, und wir können mit dem ergebnis nichts anfangen. meinnbasaler cortisolwert ist absolut in der norm, aber der erwünscvhte anstieg funktioniert nicht. der ddoc schliesst damit morbus addison aus.</i>
Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Wenn der basale Cortisolwert in der Norm ist, macht man einen Stimulationstest mit ACTH um eine latente NNR-Insuffzienz aufzudecken. Ganz analog zum TRH-Test der SD. Wenn bei einem ACTH-Test die NNR nicht ausreichend reagiert und der Cortisolspiegel nicht normgerecht ansteigt, dann schliesst das einen Morbus Addison nicht aus, sondern zeigt ganz im Gegenteil, dass hier eine latente primäre NNR-Insuffizienz vorliegt. Wie kommt dein Doc zu dieser Aussage??? Noch dazu als Endokrinologe!
Hier mal ein Ausschnitt aus <a href="http://www.dld-diagnostika.de/diseases/morbus-addison/morbus-addison_d.htm" target="_blank">www.dld-diagnostika.de/diseases/morbus-addison/morbus-addison_d.htm</a> (Hervorhebung durch Unterstreichung von mir):
<table cellspacing="0" border="0" cellpadding="4" width="283"><tr><td valign="top" align="left" height="381"> <p><strong><font face="Arial" size="4">Diagnostik</font></strong></p><p align="JUSTIFY"><font face="Arial" size="2">Bei Verdacht auf eine primäre Nebennierenrinden-Insuffizienz sollte sofort entweder der ACTH-Test (Stimulation mit ACTH und Bestimmung des Plasma-Cortisols vor und 60 Minuten nach Stimulation) oder die gleichzeitige Bestimmung von Plasma-Cortisol und ACTH- Basalwert durchgeführt werden. Zusätzlich kann auch Aldosteron und die Plasma-Reninaktivität bestimmt werden.<br>Mit zunehmender Zerstörung der Nebennierenrinde (NNR) fallen die Cortisol-Konzentrationen im Plasma ab. Das freie Cortisol im Urin ist erniedrigt bzw. nicht nachweisbar. Die Aldosteron-Werte sind erniedrigt oder im unteren Normbereich.<br><u>Bei beginnender NNR-Insuffizienz liegen die Steroid-Konzentrationen allerdings noch im Normbereich, so daß niedrig normale Cortisol-Werte die Diagnose einer NNR-Insuffizienz nicht ausschließen. In diesem Fall ist der ACTH-Test ausschlaggebend für die Diagnose.</u><br>Bei ausgeprägter NNR-Insuffizienz ist der ACTH-Basalspiegel wegen des negativen Feedback-Mechanismus erhöht (bei der sekundären NNR-Insuffizienz sind die Plasma-ACTH-Werte niedrig oder niedrig-normal). Die Reninaktivität ist in fast allen Fällen erhöht.</font></p><p><font face="Arial" size="2">Nach Betterle [7,8] läßt sich der Verlauf einer NNR-Insuffizienz mit Hilfe endokrinologischer Parameter in 4 Stadien einteilen.</font></p><div align="center"><center><table border="0" cellspacing="0" width="100%"><tr><td width="79" valign="top"><font face="Arial" size="2">Stadium 0</font></td><td width="654" valign="top"><font face="Arial" size="2">normale NNR-Funktion</font></td></tr><tr><td width="79" valign="top"><font face="Arial" size="2">Stadium 1</font></td><td width="654" valign="top"><font face="Arial" size="2">erhöhte Plasma-Reninaktivität mit normaler bis erniedrigter Serum-Aldosteronkonzentration</font></td></tr><tr><td width="79" valign="top"><font face="Arial" size="2">Stadium 2</font></td><td width="654" valign="top"><font face="Arial" size="2">geringer oder kein Anstieg des Plasma-Cortisols nach ACTH-Test</font></td></tr><tr><td width="79" valign="top"><font face="Arial" size="2">Stadium 3</font></td><td width="654" valign="top"><font face="Arial" size="2">erhöhte ACTH-Basalwerte</font></td></tr><tr><td width="79" valign="top"><font face="Arial" size="2">Stadium 4</font></td><td width="654" valign="top"><font face="Arial" size="2">erniedrigte Plasma-Cortisol-Spiegel und Auftreten ausgeprägter Symptome eines NNR-Versagens</font></td></tr></table>
Nach dieser Stadieneinteilung befindest du dich ggf. in Stadium 2. In fortgeschritteneren Stadien müsste man ausser deiner Symptomatik noch weitere Laborwerte finden die auf eine NNR-Insuffzienz hinweisen (z.B. hohes ACTH, niedriges Natrium, hohes Kalium). Eine erhöhte Plasma-Reninaktivität findet man eigentlich auch in fast allen Fällen schon im frühestem Stadium. Insbesondere findet man aber bei fast 100% aller Patienten mit mehreren Autoimmunerkrankungen gegen die 21-Hydroxylase gerichtete Autoantikörper. Auf diese würde ich unbedingt mal untersuchen lassen.
<i>[...] von der schildrüse her weiss ich, dass beim autoimmunprozess zuerst verstärkt hormone freigesetzt werden. gibt es das bei morbus addison auch?</i>
Nein, bei einer Autoimmunadrenalitis werden durch den Zerstörungsprozess keine Hormone freigesetzt, weil diese nirgends gespeichert werden. Bei der SD liegen die Verhältnisse ganz anders, hier sind die Hormone in den Follikeln gespeichert und können durch die Zerstörung daraus freigesetzt werden.
<i>macht es sinn, die antikörper zu untersuchen? </i>
Ja, unbedingt auf 21-Hydroxylase-Antikörper untersuchen lassen. Diese werden bei Patienten mit polyglandulärem Autoimmunsyndrom Typ II (wie bei dir) in 97-98% der Fälle gefunden. Oft findet man auch Veränderungen im Sono die hinweisend auf einen Autoimmunprozess sind.
Du solltest dich auch dringend mal mit Ernährung/Nährstofftherapie/Orthomolekularmedizin beschäftigen. Deine mehrfachen Autoimmunerkrankungen hängen ziemlich sicher mit einer Mangelversorgung an wichtigen Nährstoffen wie Zink, Selen und B-Vitaminen zusammen. Gerade Diabetes verschärft diese Mängel ganz erheblich. Wenn du da nicht gegensteuerst wird sich dein Gesundheitszustand trotz aller Hormonsubstitutionen weiter verschlechtern, denn an den Ursachen setzt diese Therapie ja nicht an.
Liebe Grüße und baldige Besserung,
Mic
Mist - ohne Vorschaufunktion gibt es hier leicht Fehler :-( Daher jetzt nochmal ein korrigierter Versuch:
Hallo Dorothee,
du schreibst:
<i>mein neuer endo hat den stimulationstest der nebennierenrinde mit mir gemacht, und wir können mit dem ergebnis nichts anfangen. meinnbasaler cortisolwert ist absolut in der norm, aber der erwünscvhte anstieg funktioniert nicht. der ddoc schliesst damit morbus addison aus.</i>
Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Wenn der basale Cortisolwert in der Norm ist, macht man einen Stimulationstest mit ACTH um eine latente NNR-Insuffzienz aufzudecken. Ganz analog zum TRH-Test der SD. Wenn bei einem ACTH-Test die NNR nicht ausreichend reagiert und der Cortisolspiegel nicht normgerecht ansteigt, dann schliesst das einen Morbus Addison nicht aus, sondern zeigt ganz im Gegenteil, dass hier eine latente primäre NNR-Insuffizienz vorliegt. Wie kommt dein Doc zu dieser Aussage??? Noch dazu als Endokrinologe!
Hier mal ein Ausschnitt aus <a href="http://www.dld-diagnostika.de/diseases/morbus-addison/morbus-addison_d.htm" target="_blank">www.dld-diagnostika.de/diseases/morbus-addison/morbus-addison_d.htm</a> (Hervorhebung durch Unterstreichung von mir):
<table cellspacing="0" border="0" cellpadding="4" width="800"><tr><td valign="top" align="left" height="381"> <p><strong><font face="Arial" size="4">Diagnostik</font></strong></p><p align="JUSTIFY"><font face="Arial" size="2">Bei Verdacht auf eine primäre Nebennierenrinden-Insuffizienz sollte sofort entweder der ACTH-Test (Stimulation mit ACTH und Bestimmung des Plasma-Cortisols vor und 60 Minuten nach Stimulation) oder die gleichzeitige Bestimmung von Plasma-Cortisol und ACTH- Basalwert durchgeführt werden. Zusätzlich kann auch Aldosteron und die Plasma-Reninaktivität bestimmt werden.<br>Mit zunehmender Zerstörung der Nebennierenrinde (NNR) fallen die Cortisol-Konzentrationen im Plasma ab. Das freie Cortisol im Urin ist erniedrigt bzw. nicht nachweisbar. Die Aldosteron-Werte sind erniedrigt oder im unteren Normbereich.<br><u>Bei beginnender NNR-Insuffizienz liegen die Steroid-Konzentrationen allerdings noch im Normbereich, so daß niedrig normale Cortisol-Werte die Diagnose einer NNR-Insuffizienz nicht ausschließen. In diesem Fall ist der ACTH-Test ausschlaggebend für die Diagnose.</u><br>Bei ausgeprägter NNR-Insuffizienz ist der ACTH-Basalspiegel wegen des negativen Feedback-Mechanismus erhöht (bei der sekundären NNR-Insuffizienz sind die Plasma-ACTH-Werte niedrig oder niedrig-normal). Die Reninaktivität ist in fast allen Fällen erhöht.</font></p><p><font face="Arial" size="2">Nach Betterle [7,8] läßt sich der Verlauf einer NNR-Insuffizienz mit Hilfe endokrinologischer Parameter in 4 Stadien einteilen.</font></p><div align="center"><center><table border="0" cellspacing="0" width="100%"><tr><td width="79" valign="top"><font face="Arial" size="2">Stadium 0</font></td><td width="654" valign="top"><font face="Arial" size="2">normale NNR-Funktion</font></td></tr><tr><td width="79" valign="top"><font face="Arial" size="2">Stadium 1</font></td><td width="654" valign="top"><font face="Arial" size="2">erhöhte Plasma-Reninaktivität mit normaler bis erniedrigter Serum-Aldosteronkonzentration</font></td></tr><tr><td width="79" valign="top"><font face="Arial" size="2">Stadium 2</font></td><td width="654" valign="top"><font face="Arial" size="2">geringer oder kein Anstieg des Plasma-Cortisols nach ACTH-Test</font></td></tr><tr><td width="79" valign="top"><font face="Arial" size="2">Stadium 3</font></td><td width="654" valign="top"><font face="Arial" size="2">erhöhte ACTH-Basalwerte</font></td></tr><tr><td width="79" valign="top"><font face="Arial" size="2">Stadium 4</font></td><td width="654" valign="top"><font face="Arial" size="2">erniedrigte Plasma-Cortisol-Spiegel und Auftreten ausgeprägter Symptome eines NNR-Versagens</font></td></tr></table></center></div></table>
Nach dieser Stadieneinteilung befindest du dich ggf. in Stadium 2. In fortgeschritteneren Stadien müsste man ausser deiner Symptomatik noch weitere Laborwerte finden die auf eine NNR-Insuffzienz hinweisen (z.B. hohes ACTH, niedriges Natrium, hohes Kalium). Eine erhöhte Plasma-Reninaktivität findet man eigentlich auch in fast allen Fällen schon im frühestem Stadium. Insbesondere findet man aber bei fast 100% aller Patienten mit mehreren Autoimmunerkrankungen gegen die 21-Hydroxylase gerichtete Autoantikörper. Auf diese würde ich unbedingt mal untersuchen lassen.
<i>[...] von der schildrüse her weiss ich, dass beim autoimmunprozess zuerst verstärkt hormone freigesetzt werden. gibt es das bei morbus addison auch?</i>
Nein, bei einer Autoimmunadrenalitis werden durch den Zerstörungsprozess keine Hormone freigesetzt, weil diese nirgends gespeichert werden. Bei der SD liegen die Verhältnisse ganz anders, hier sind die Hormone in den Follikeln gespeichert und können durch die Zerstörung daraus freigesetzt werden.
<i>macht es sinn, die antikörper zu untersuchen? </i>
Ja, unbedingt auf 21-Hydroxylase-Antikörper untersuchen lassen. Diese werden bei Patienten mit polyglandulärem Autoimmunsyndrom Typ II (wie bei dir) in 97-98% der Fälle gefunden. Oft findet man auch Veränderungen im Sono die hinweisend auf einen Autoimmunprozess sind.
Du solltest dich auch dringend mal mit Ernährung/Nährstofftherapie/Orthomolekularmedizin beschäftigen. Deine mehrfachen Autoimmunerkrankungen hängen ziemlich sicher mit einer Mangelversorgung an wichtigen Nährstoffen wie Zink, Selen und B-Vitaminen zusammen. Gerade Diabetes verschärft diese Mängel ganz erheblich. Wenn du da nicht gegensteuerst wird sich dein Gesundheitszustand trotz aller Hormonsubstitutionen weiter verschlechtern, denn an den Ursachen setzt diese Therapie ja nicht an.
Liebe Grüße und baldige Besserung,
Mic
Hallo Dorothee
vielleicht bringt dir ein Speicheltest (www.salivatest.com, www.antox.de) mehr Aufschluss als all die Bluttests, denn die können ja die aktiven Hormone nicht messen. Die Sache mit dem Kortisol ist äusserst kompliziert, ich finde was Mic geschrieben hat ist "erste Sahne" und vielleicht hilft dir das. Denke bitte aber auch immer daran, dass du auch an einer Östrogendominanz leiden kannst, auch die macht solche Symptome. (Bei Lydie weiter oben habe ich dazu schon was geschrieben). Müde kann man leider auch durch Infektionskrankheiten werden, z. B. durch eine Borreliose. Auch die verursachte Symptome, die von denen einer Hormonstörung kaum zu unterscheiden sind (www.borreliose-und-co.de)
Ich hoffe, es geht dir bald wieder gut.
LG, Gudrun
Powered by vBulletin® Version 4.1.9 Copyright ©2013 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.