PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kinderwunsch - bitte um Hilfe



katja
26.10.03, 10:36
Hallo,
ich habe vor ca. einem dreiviertel Jahr erfahren, dass ich unter latenter SD-Unterfunktion bzw. unter Hashi leide. Zudem habe ich PCO mit signifikat erhöhten männlichen Hormonen. Eine Zeitlang habe ich mit Hilfe von Metformin (habe kein Übergewicht und bin nicht insulinresistent) auch Eisprünge bekommen. Dann allerdings nicht mehr. Daraufhin habe ich von meinem Gyn ein Östrogen-Präparat bekommen, um meine Tage auszulösen. Das hat zwar geklappt, aber als ich kurze Zeit später meinen TSH-Wert habe testen lassen, lag der bei 14,51 (weiß die Einheit leider nicht mehr), obwohl er vorher in der Norm lag. Habe bis dahin L-Thyroxin 75 genommen. Eine Tage später habe ich den Wert noch einmal testen lassen: TSH 10,18, T3: 120 (norm 60-151); T4: 8,0 (4,5-11,5). Ich weiß, dass ich die ft3 und ft4-Werte hätte bestimmen lassen sollen, aber zu dem Zeitpunkt wusste ich das nicht.
So, nun endlich zu meinen fragen:
Kann dieser enorm hohe TSH-Wert mit der Einnahme dieses Östrogen-Präparats zu tun haben?
Imm Moment nehme ich mal wieder die Pille. Hat das auch wieder Auswirkungen auf den TSH-Wert?
Ich weiß, dass die letzte Frage vielleicht etwas vermessen ist, aber vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich in meinem Fall weiter vorgehen soll. Mit PCO und Hashi (und was mein Körper sonst noch so für Überraschungen bereithält) scheint es doch sehr schwierig zu sein, schwanger zu werden. Gibt es vielleicht Tipps, Mutmacher, Erfahrungsberichte...?
Würde mich freuen, wenn sich jemand melden würde
Vielen Dank,
Katja

HeikeH.
26.10.03, 10:55
hi katja so ganz im thema bin ich nicht, aber
wenn du östrogen medis bekommst müssen zu eindeutigen klärung die freien t‘s bestimmt werden, denn es steigen die bindungsglobuline im blut,die dann thyroxin vermehrt binden, deshalb steigt der bedarf an sd hormonen unter östrogenen/pille so um ca. 25µg........
somit kann man die werte nicht beurteilen---leider!
aber eins kann man durchaus sagen tsh ist zu hoch!!!
>Kann dieser enorm hohe TSH-Wert mit der Einnahme dieses Östrogen-Präparats zu tun haben?--- siehe oben ja kann find ich zumindest!
>Imm Moment nehme ich mal wieder die Pille. Hat das auch wieder Auswirkungen auf den TSH-Wert?
---jein aber siehe oben pille erhöht sd hormonbedarf!und somit ist es fast sicher das der tsh ansteigt bei unveränderter hormoneinnahme mit neue pilleneinnahme
>Ich weiß, dass die letzte Frage vielleicht etwas vermessen ist, aber vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich in meinem Fall weiter vorgehen soll. Mit PCO und Hashi (und was mein Körper sonst noch so für Überraschungen bereithält) scheint es doch sehr schwierig zu sein, schwanger zu werden. Gibt es vielleicht Tipps, Mutmacher, Erfahrungsberichte...?
also da bin ich kein kompetenter ansprechpartner, aber sicher melden sich noch andere--------
pco ist sicher ein hinderniss bzgl. ss aber hashi bei guter einstellung ist nicht so das problem......... nur hashis mit guter einstellung können sicher genauso gut, schnell, sicher eine ss haben wie andere frauen.......
also nicht den mut verlieren!
erstmal neue werte bestimmen lassen: tsh ft3+4 !!! besteh einfach darauf!ansonsten lies mal die inhalte seiten das bringt dich sicher schon weiter und mach oben mal diskussion durchsuchen pco zb. ..........
da kommen sicher viele informative beiträge
lg heike

Elke W.
27.10.03, 09:23
>ich habe vor ca. einem dreiviertel Jahr erfahren, dass ich unter latenter SD-Unterfunktion bzw. unter Hashi leide. Zudem habe ich PCO mit signifikat erhöhten männlichen Hormonen.
ja, die kombination hashi und PCO kommt leider oft vor.
sind bei dir die nebennieren abgeklaert worden?
faellt mir nur so ein, denn die koennen ueber umwege auch verantwortlich sein fuer erhoehte testosteronspiegel.
> Eine Zeitlang habe ich mit Hilfe von Metformin (habe kein Übergewicht und bin nicht insulinresistent) auch Eisprünge bekommen.
wenn du keine insulinrtesistenz hast, dann sollten sich einege probleme im zusammenhang mit dem PCO bei guter SD einstellung bessern.
hast du einen oGTT machen lassen? mit insulinbestimmung?
(frage in eigenem intersse: welcher doc hat dir mit welcher begruendung das metformin verschrieben? mein gyn sagt naemlich er darf das nicht, weil
nicht fuer PCO zugelassen)
> meinen TSH-Wert habe testen lassen, lag der bei 14,51 (weiß die Einheit leider nicht mehr),
der TSH ist der einzige wert, der auch ohne norm und einheit interpretier bar ist. der ist viel zu hoch. eine fette unterfunktion!
(bei dem wert laeg ich schon im koma ;-)
>obwohl er vorher in der Norm lag.
"norm" ist beim TSH immer so eine sache.
alles ueber 2 ist extrem verdaechtig (auch wenn die norm bis 4 geht)
>Habe bis dahin L-Thyroxin 75 genommen. Eine Tage später habe ich den Wert noch einmal testen lassen: TSH 10,18,
der TSH ist traege und es dauert, bis die hormone richtig wirken.
es macht erst sinn so ca. 4 wochen nach einr dosisaenderung neue blutwerte zu bestimmen (nicht nur im hinblick auf das TSH)
>So, nun endlich zu meinen fragen:
>Kann dieser enorm hohe TSH-Wert mit der Einnahme dieses Östrogen-Präparats zu tun haben?
>Imm Moment nehme ich mal wieder die Pille. Hat das auch wieder Auswirkungen auf den TSH-Wert?
vergiss den TSH ;-)
naja, nicht ganz, aber fast.
bei frauen mit gyn. problemen hat der oft keine aussagekraft mehr.
gut ist aber bei dir, das er so grosse werte erreicht und auf die unterfunktion hinweist. bei vielen frauen ist er trotz unterfunktion sehr niedrig.
>Ich weiß, dass die letzte Frage vielleicht etwas vermessen ist, aber vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich in meinem Fall weiter vorgehen soll.
ich denke die pille ist keine schlechte idee zur zeit.
damit kannst du dich in ruhe auf die einstellung der SD konzentrieren.
wenn die dann stimmt erledigen sich vielleicht auch ein paar probleme des PCO.
wichtig, wie du selbst schon erkannt hast: fT3, fT4
ciao,
Elke

Gudrun-LB
27.10.03, 10:29
Hallo Katja,
ich habe auch eine SD-Unterfunktion (gehabt), dazu Borreliose und mich in diesem Zusammenhang sehr intensiv mit Hormonstörungen befasst.
Dadurch bin ich inzwischen der Meinung, dass viele Hormonstörungen, besonders aber PCO, PMS und Myome etc. von einem Progesteronmangel und dadurch entstehende Östrogendominanz verursacht werden.
Unter Progesteronmangel hat man alle möglichen anderen Hormonstörungen, z. B. Schilddrüsenunterfunktion, einen erhöhten Prolaktinspiegel oder auch erhöhten Testosteronspiegel, Insulinresistenz, einen hohen Cholesterinwert etc. etc. Unter Progesteronbehandlung normalisiert sich meist alles wieder. Progesteron gibt es als Gel zum Auftragen auf die Haut. In Anti-Baby-Pillen enthaltenes Gestagen ist chemisch verändert und kein Progesteron mehr. Es kann von Körper nicht verwendet werden. Leider wissen das die meisten Ärzte nicht.
Wenn Du ein Baby haben willst :-) dann würde ich dir gerne raten, es vielleicht mal mit einer Progesterontherapie zu versuchen. Spreche doch deinen Gyn mal darauf an. Der SD-Hormonbedarf sinkt übrigens stark ab, wenn man (wieder) genügend Progesteron bildet bzw. bekommt, weil die Hormonrezeptoren der Körperzellen durch das P. wieder empfindlicher für alle anderen Hormone werden. Es könnte also sein, dass sich deine UF wieder normalisiert unter P. Übrigens noch was: P. wird nur gebildet, wenn man auch einen Eisprung hat. Ohne Eisprung kein P., und auch keine Schwangerschaft. Eine Pille verschärft m. E. das Problem nur, weil der Körper dann letztlich auch noch in eine Östrogendominanz gerät.
Ich hoffe, ich habe dich nicht zu sehr verwirrt.
LG Gudrun

katja
27.10.03, 12:10
Hallo Elke,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
>sind bei dir die nebennieren abgeklaert worden?
NNR sind abgeklärt worden - sowohl die Hormonwerte als auch das MRT gaben keinen Hinweis auf Auffälligkeiten.
>
>hast du einen oGTT machen lassen? mit insulinbestimmung?
Alles gemacht - (noch) negativ. Keine Insulinresistenz. Bin ich auch ganz froh drum. Mir ging es ja nur darum, das Met zu bekommen.
>
>(frage in eigenem intersse: welcher doc hat dir mit welcher begruendung das metformin verschrieben? mein gyn sagt naemlich er darf das nicht, weil
>nicht fuer PCO zugelassen)
Ja, das sagen bei mir auch alle Ärzte. Ich bekomme es von der Uniklinik in Gießen verschrieben. Die beteiligen sich an dieser Therapie auch erst sei kurzer Zeit, glaube ich.
>
>"norm" ist beim TSH immer so eine sache.
>alles ueber 2 ist extrem verdaechtig (auch wenn die norm bis 4 geht)
Ich weiß, dass die "Norm" beim TSH besonders in Sachen Kinderwunsch kein Richtwert ist. Nur war ich halt vorher gut eingestellt (ca. 1) und konnte mir diese Wahnsinnserhöhung nicht erklären - und kann es eigentlich immer noch nicht.
Nochmal: vielen Dank,
katja

Alexandra
27.10.03, 13:55
>Hallo Katja,
das mag jetzt ein bischen albern klingen, aber auch mein mittlerweile leider Expartner hatten einen unerfüllten Kinderwunsch. Ich ging zum Gyn, bekam meine Hashi-Diagnose und wurde fortan eingestellt. Also nach 8 Monaten immer noch nix passiert war, außer daß ich eingestellt war, hat sich mein Partner untersuchen lassen und der hat auch ein sehr negatives Spermiogramm bekommen und muß sich jetzt behandeln lassen.
Außerdem sagen sehr viele, daß Hashi-Frauen einen TSH um die 1 , zumindest im unteren Drittel haben sollten - auch wenn andere Dir sehr ausführliche Antworten geschrieben haben.
Euch alles Gute.
Alexandra