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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zu den Halbwertzeiten von Quecksilber



Rudi
09.10.03, 10:41
Hallo!
Da das Bayrische Gesundheitsministerium auf ihrer Homepage Halbwertzeiten für Quecksilber von nur bis zu 90 Tagen angibt, möchte ich einige Seiten zitieren, die man ebenso ernst nehmen muß wie ein Ministerium. Z.B. das Gesundheitsamt: http://www.gapinfo.de/gesundheitsamt/alle/umwelt/chemie/met/hg/infobl.htm
Zitat: "Die biologische Halbwertzeit hängt von der Art der Quecksilberverbindung ab: Für elementares Quecksilber beträgt sie etwa 60 Tage, für anorganisches Hg etwa 40 Tage und für organische Quecksilberverbindungen mehrere (1 - 18) Jahre"
Zwar ist das Quecksilber in den Amalgamplomben anorganisch, aber es ist ja allgemein bekannt daß Pilze und Bakterien das anorganische Quecksilber in organisches umwandeln.
Auch die Universität Wien sollte man ernst nehmen:
http://www.univie.ac.at/Toxikologie/TU172071/6Metalle.pdf
Zitat: "Quecksilberdampf oder Zufuhr anorganischer Salze wird
ein großer Teil des Quecksilbers in der Niere deponiert (50-
90%). Quecksilber wird durch Urin und Fäces wieder
ausgeschieden, die Hauptmenge mit einer Halbwertzeit von
einigen Tagen bis Wochen, ein kleinerer Teil scheint über
lange Zeit (Jahre) gespeichert zu werden."
Auch nicht ganz unseriös :-) diese Seite: http://www.dentist-online.de/docs/amverz.html
Zitat: "Amalgam schadet dem Menschen", so Frau Dr. Pfeiffer. Als Kronzeugen führte sie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BIAM) an, dessen Vorgänger, das Bundesgesundheitsamt (bga) bereits 1992 Risikogruppen definiert und Amalgam zum "3. Therapiemittel der Wahl" erklärt hatte.
Das BIAM habe selbst in Vorbereitung einer Experten-Anhörung zu Amalgam auf die Frage:
"lst Quecksilber, das aus Amalgamfüllungen abgegeben wird, besonders gefährlich?" unter anderem geantwortet: "ln Folge seiner hohen Fettlöslichkeit kann das elementare Quecksilber über die Atemorgane resorbiert oder im Speichel gelöst verschluckt werden und somit über den Magen-Darmkanal in die Blutbahnen gelangen." Und an anderer Stelle: "ln den Körper gelangtes Quecksilber wird über das Blut in verschiedene Organe, wie z. B. Niere, Gehirn und Leber aufgenommen ...". "Die Halbwertzeit des im Zentralnervensystem gespeicherten Quecksilbers beträgt bis zu 18Jahre."
Auf das ZNS ist das Bayrische Gesundheitsamt gar nicht eingegangen.
Liebe Grüße
Rudi

Mic
09.10.03, 13:02
Hallo Rudi,
diesen Thread hättest du nun aber wirklich nicht nach vorne holen müssen, hier ist nicht das Amalgamforum, die HWZ von Hg interessiert hier nur peripher. Du hast meine E-Mailadresse wenn du das mit mir ausdiskutieren willst ...
Das was du jetzt hier schreibst klingt doch schon ganz anderes als dein Satz im ursprünglichen Posting:
Hallo Chris,
wenn Du viel Amalgam hattest, dann ist eine Ausleitung zu empfehlen, da das Quecksilber viele Jahre im Körper bleibt. Im Gehirn und Hypophyse hat es sogar eine Halbwertzeit von über 20 Jahre.
Wie wär&lsquo;s also wenn du in Zukunft schreiben würdest: da ein <b>kleiner Teil</b> des Quecksilbers <b>evtl.</b> viele Jahre im Körper bleibt, würde <b>ich persönlich</b> dir eine Ausleitung empfehlen. Nur so als Vorschlag. Das wäre wesentlich objektiver als obige Aussage. Im übrigen hab ich ja auch nichts anderes gesagt als dass einige Quellen von Halbwertszeiten im Gehirn bzw. im ganzen ZNS im Bereich von Jahren ausgehen aber eben nicht alle. Für alle übrigen Teile des Körpers sind sich aber alle Quellen weitgehend einig dass hier Halbwertszeiten von nur wenigen Tagen bis maximal 2-3 Monaten relevant sind. Wo ist da also der Widerspruch?
Bei den Toxikologen der Universität hast du den letzten Satz abgeschnitten:
>"[Nach Inhalation von] Quecksilberdampf oder Zufuhr anorganischer Salze wird
>ein großer Teil des Quecksilbers in der Niere deponiert (50-
>90%). Quecksilber wird durch Urin und Fäces wieder
>ausgeschieden, die Hauptmenge mit einer Halbwertzeit von
>einigen Tagen bis Wochen, ein kleinerer Teil <b>scheint</b> über
>lange Zeit (Jahre) gespeichert zu werden."
<b>Die Eliminationshalbwertzeit von Methylquecksilber beträgt rund 70 Tage.</b>
Das deckt sich vollkommen mit den Angaben in meiner Quelle (<a href="http://www.umweltministerium.bayern.de/service/umwberat/ubbama.htm" target="_blank">www.umweltministerium.bayern.de/service/umwberat/ubbama.htm</a>
), die ihre Zahlen aus <b>Hörsted-Bindslev, P., et al. (1993): Amalgam - eine Gefahr für die Gesundheit? - Deutscher Ärzte-Verlag, Köln</b> bezieht. Der Hörsted-Bindslev ist absolute Standardliteratur zu dem Thema und wird von beiden Seiten in der Amalgamdiskussion zitiert. Wenn dich das Thema so beschäftigt solltest du dir den mal in einer Bibliothek ausleihen. Hörsted-Bindslev gibt für Methylquecksilber eine HWZ von 50-90 Tagen an. Also kein Widerspruch zur Uni Wien die im übrigen vorbildlich zurückhaltend schreibt "ein kleinerer Teil <b>scheint</b> über lange Zeit (Jahre) gespeichert zu werden". Man beachte das kleine Wörtchen "scheint" - damit wird ausgedrückt dass es Hinweise auf eine solch langlebige Speicherung in einigen Geweben gibt, aber die wissenschaftliche Diskussion darüber noch nicht abgeschlossen ist. Unbekannt ist z.B. noch ob dieser kleine Teil überhaupt toxikologisch aktiv ist oder ob es sich hierbei nicht eher um z.B. selengebundenes und damit unschädliches Quecksilber handelt, dass nur sehr langsam ausgeschieden wird.
Sehr schön finde ich übrigens die Zusammenstellung von Pro und Kontra Amalgam auf der von dir als Quelle zitierten Seite des Zahnarztes Dr. med. dent. Dieter Köstlinger: <a href="http://www.dentist-online.de/docs/tabelle1.html" target="_blank">Patienteninformationen im Überblick</a> bzw. alle <a href="http://www.dentist-online.de/docs/frame1.html" target="_blank">Themen im Überblick</a>.
Man muss auch die Gegenseite hören will man objektiv bleiben. Ich bitte dich weiteren Meinungsaustausch zu dieser Sache auf E-Mail zu beschränken, denn es geht dir ja sicher nicht um Rechthaberei und Selbstdarstellung. In diesem Fall ist nämlich eine weitere Diskussion hier in diesem Forum unangebracht, da das viel zu weit in Details führt, die für Hashimoto nicht wirklich relevant sind. Dass Amalgamfüllungen nicht gerade gesundheitsförderlich sind ist hier unbestritten denke ich, fraglich ist nur ob man sich mit Radikalmaßnahmen wie alle Plomben rausreißen lassen und DMPS-Ausleitung wirklich einen Gefallen tut. Ich bin da eher für sanften Schutz durch Zink, Selen und B-Vitamine und natürliche schwefelhaltige Komplexbildner wie Cystein und die Schwefelverbindungen in Bärlauch, Koriander und Co. Wenn eine Plombe ohnehin ausgetauscht werden muss, sollte man rechtzeitig über Alternativen nachdenken und evtl. nur provisorisch mit Zement versorgen bis alles Amalgam nach und nach entfernt ist, damit man nicht Amalgam und andere Metalle gleichzeitig im Mund hat - sofern sich Metalle wie Gold nicht ohnehin ganz vermeiden lassen. So würde ich es heute machen - aus eigener leidvoller Erfahrung, und ich denke das wäre auch für die meisten Hashis hier der beste Weg.
Gruß, Mic
P.S. das ZNS ist nicht anderes als die Gesamtheit von Gehirn und Rückenmark.

Tara
09.10.03, 13:57
Hallo Mic!
Ich finde Deine Antwort an Rudi etwas gereizt. Wenn Dich die Quecksilberdiskussion nicht interessiert, überlies den Beitrag doch einfach...
Gruß
Tara

Homo erectus
09.10.03, 15:49
Hallo Tara!!!!
Permanent wird gesagt, daß dies nicht der Themenschwerpunkt bei Hashimoto ist, aber permanent wird es von ganz wenigen dieses Thema immer und immer und immer wieder, fast bis zum Erbrechen, hochgeputscht! Da soll man sich nicht aufregen??? Rudi ist auf diesem Forum ist nicht für besondere Feinfühligkeit bekannt, er wird wohl diese Antwort verkraften können.
Gruß
Ein aufrecht Gehender

Hannibal
09.10.03, 16:01
>Hallo Tara!!!!
>
>Permanent wird gesagt, daß dies nicht der Themenschwerpunkt bei Hashimoto ist, aber permanent wird es von ganz wenigen dieses Thema immer und immer und immer wieder, fast bis zum Erbrechen, hochgeputscht! Da soll man sich nicht aufregen??? Rudi ist auf diesem Forum ist nicht für besondere Feinfühligkeit bekannt, er wird wohl diese Antwort verkraften können.
>
>Gruß
>
>Ein aufrecht Gehender

Kerstin
09.10.03, 16:59
... Unterstellungen von feigen anonymen Schreiberlingen gehen mir echt auf die Nerven!
Grußlos
Kerstin

Monika J.
09.10.03, 21:50
und zwar mit einem recht langen Beitrag inkl. Halbwertzeittabelle.
D.h., Du nimmst hier für Dich Rechte in Anspruch, die Du anderen nicht zugestehen willst, oder wie ist das zu verstehen?
Wenn hier falsche oder unvollständige Darstellungen von Halbwertzeiten abgegeben werden, finde ich es für alle Beteiligten wichtig, daß sie korrigiert werden.
L G
Monika
>Hallo Rudi,
>
>diesen Thread hättest du nun aber wirklich nicht nach vorne holen müssen, hier ist nicht das Amalgamforum, die HWZ von Hg interessiert hier nur peripher. Du hast meine E-Mailadresse wenn du das mit mir ausdiskutieren willst ...
>
>Das was du jetzt hier schreibst klingt doch schon ganz anderes als dein Satz im ursprünglichen Posting:
>
>Hallo Chris,
>wenn Du viel Amalgam hattest, dann ist eine Ausleitung zu empfehlen, da das Quecksilber viele Jahre im Körper bleibt. Im Gehirn und Hypophyse hat es sogar eine Halbwertzeit von über 20 Jahre.
>
>Wie wär&lsquo;s also wenn du in Zukunft schreiben würdest: da ein <b>kleiner Teil</b> des Quecksilbers <b>evtl.</b> viele Jahre im Körper bleibt, würde <b>ich persönlich</b> dir eine Ausleitung empfehlen. Nur so als Vorschlag. Das wäre wesentlich objektiver als obige Aussage. Im übrigen hab ich ja auch nichts anderes gesagt als dass einige Quellen von Halbwertszeiten im Gehirn bzw. im ganzen ZNS im Bereich von Jahren ausgehen aber eben nicht alle. Für alle übrigen Teile des Körpers sind sich aber alle Quellen weitgehend einig dass hier Halbwertszeiten von nur wenigen Tagen bis maximal 2-3 Monaten relevant sind. Wo ist da also der Widerspruch?
>
>Bei den Toxikologen der Universität hast du den letzten Satz abgeschnitten:
>>"[Nach Inhalation von] Quecksilberdampf oder Zufuhr anorganischer Salze wird
>>ein großer Teil des Quecksilbers in der Niere deponiert (50-
>>90%). Quecksilber wird durch Urin und Fäces wieder
>>ausgeschieden, die Hauptmenge mit einer Halbwertzeit von
>>einigen Tagen bis Wochen, ein kleinerer Teil <b>scheint</b> über
>>lange Zeit (Jahre) gespeichert zu werden."
><b>Die Eliminationshalbwertzeit von Methylquecksilber beträgt rund 70 Tage.</b>
>
>Das deckt sich vollkommen mit den Angaben in meiner Quelle (<a href="http://www.umweltministerium.bayern.de/service/umwberat/ubbama.htm" target="_blank">www.umweltministerium.bayern.de/service/umwberat/ubbama.htm</a>
>), die ihre Zahlen aus <b>Hörsted-Bindslev, P., et al. (1993): Amalgam - eine Gefahr für die Gesundheit? - Deutscher Ärzte-Verlag, Köln</b> bezieht. Der Hörsted-Bindslev ist absolute Standardliteratur zu dem Thema und wird von beiden Seiten in der Amalgamdiskussion zitiert. Wenn dich das Thema so beschäftigt solltest du dir den mal in einer Bibliothek ausleihen. Hörsted-Bindslev gibt für Methylquecksilber eine HWZ von 50-90 Tagen an. Also kein Widerspruch zur Uni Wien die im übrigen vorbildlich zurückhaltend schreibt "ein kleinerer Teil <b>scheint</b> über lange Zeit (Jahre) gespeichert zu werden". Man beachte das kleine Wörtchen "scheint" - damit wird ausgedrückt dass es Hinweise auf eine solch langlebige Speicherung in einigen Geweben gibt, aber die wissenschaftliche Diskussion darüber noch nicht abgeschlossen ist. Unbekannt ist z.B. noch ob dieser kleine Teil überhaupt toxikologisch aktiv ist oder ob es sich hierbei nicht eher um z.B. selengebundenes und damit unschädliches Quecksilber handelt, dass nur sehr langsam ausgeschieden wird.
>
>Sehr schön finde ich übrigens die Zusammenstellung von Pro und Kontra Amalgam auf der von dir als Quelle zitierten Seite des Zahnarztes Dr. med. dent. Dieter Köstlinger: <a href="http://www.dentist-online.de/docs/tabelle1.html" target="_blank">Patienteninformationen im Überblick</a> bzw. alle <a href="http://www.dentist-online.de/docs/frame1.html" target="_blank">Themen im Überblick</a>.
>
>Man muss auch die Gegenseite hören will man objektiv bleiben. Ich bitte dich weiteren Meinungsaustausch zu dieser Sache auf E-Mail zu beschränken, denn es geht dir ja sicher nicht um Rechthaberei und Selbstdarstellung. In diesem Fall ist nämlich eine weitere Diskussion hier in diesem Forum unangebracht, da das viel zu weit in Details führt, die für Hashimoto nicht wirklich relevant sind. Dass Amalgamfüllungen nicht gerade gesundheitsförderlich sind ist hier unbestritten denke ich, fraglich ist nur ob man sich mit Radikalmaßnahmen wie alle Plomben rausreißen lassen und DMPS-Ausleitung wirklich einen Gefallen tut. Ich bin da eher für sanften Schutz durch Zink, Selen und B-Vitamine und natürliche schwefelhaltige Komplexbildner wie Cystein und die Schwefelverbindungen in Bärlauch, Koriander und Co. Wenn eine Plombe ohnehin ausgetauscht werden muss, sollte man rechtzeitig über Alternativen nachdenken und evtl. nur provisorisch mit Zement versorgen bis alles Amalgam nach und nach entfernt ist, damit man nicht Amalgam und andere Metalle gleichzeitig im Mund hat - sofern sich Metalle wie Gold nicht ohnehin ganz vermeiden lassen. So würde ich es heute machen - aus eigener leidvoller Erfahrung, und ich denke das wäre auch für die meisten Hashis hier der beste Weg.
>
>Gruß, Mic
>
>P.S. das ZNS ist nicht anderes als die Gesamtheit von Gehirn und Rückenmark.

Guido
09.10.03, 22:23
Ja?