Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : @Anne, @Rudi: Richtigstellung/Erklärung was ist HPU
Hallo Anne,
Rudi schrieb:
<b><i>Bei HPU handelt es sich um einen verebten Gendefekt von einen (einiger?) Leberenzym(e) die bei der Eisensynthese in der Leber eine Rolle spielt.</b></i>
Sorry Rudi, das liegt etwas daneben. HPU nennen die Holländer vom Klinisch Ecologischen Allergie Centrum KEAC (<a href="http://www.hputest.nl/deutsch.htm" target="_blank">www.hputest.nl/deutsch</a>) die Kryptopyrrolurie (auch KPU abgekürzt), eine noch relativ wenig bekannte aber sehr häufig vorkommende (10% der gesunden Bevölkerung) eher chronische Verlaufsform von hepatischen Porphyrien. Auf gut deutsch: Leber ist richtig, Enzymdefekt(e) ist richtig, erblich ist auch richtig, aber nicht Eisen wird in der Leber synthetisiert sondern Häm, der rote Blutfarbstoff also, der zwar Eisen enthält, aber noch für viele andere Funktionen im Körper benötigt wird (u.a. ist Häm auch der zentrale Baustein des Enzyms in der Schilddrüse, welches die Hormone herstellt, namentlich die TPO, gegen die bei Hashi und MB auch Antikörper gebildet werden.
<b><i>Dadurch können die verbrauchten Pyrrole, die sich mit den Eisen verbunden haben, nicht mehr über den Stuhl ausgeschieden werden, sondern vergiften das Nervensystem und binden sich an Zink und Vitamin B6 im Körper, bevor sie im Harn ausgeschieden werden. Das Ergebnis: ein Mangel an Zink, Vitamin B6, Chrom, Mangan, Magnesium und bestimmter Aminosäuren. Dadurch wird man überempfindlich gegen alles was in den Zellen oxidativen Stress erzeugt, wie: Umweltgifte (Amalgam, Blei usw), psychischen Stress, Elektrosmog (Handymasten, Computer, Radiowecker). </b></i>
Fast richtig! Die Pyrrole sind keine verbrauchten Pyrrole, sondern eben gerade NICHT verbrauchte Zwischenstufen auf dem Weg zum fertigen Endprodukt (= Häm = Eisen-Porphyrin), die sich durch den Enzymdefekt anreichern wie die unfertigen Rohlinge bei einem kranken Fliessbandarbeiter der mit dem üblichen Arbeitstempo nicht mehr mitkommt. Ergebnis in diesem Beispiel: zu wenig Tagesproduktion an fertigen Endprodukten, dafür ein Berg halbfertige Rohlinge (= Pyrrole) am Arbeitsplatz des kranken Fließbandarbeiters (= einer von acht Arbeitern = Enzyme für die Hämsynthese = wichtigstes Produkt der Porphyrinsynthese). Diese Rohlinge könne aber nicht einfach liegenbleiben, weil der kranke Fliessbandarbeiter krank bleibt und nicht einfach ersetzt werden kann und sie sich daher immer weiter anhäufen würden (und sie sind in der Tat giftig). Also müssen sie aufwändig entsorgt werden, und das kostet einen sehr hohen Preis (u.a. hauptsächlich Zink und B6). Die von Rudi genannten Folgen sind dagegen weitgehend richtig wiedergegeben, nur beim Elekrosmog ist das noch nicht so eindeutig geklärt (meine ich jedenfalls).
<b><i>Nebenbei fehlen dem Immunsystem über 200 Enzyme (Zinkmangel)</b></i>
Es sind nach neuesten Erkenntnissen sogar über 300 Enzyme die von Zink abhängig sind ... Daneben hat Zink noch viele andere extrem wichtige Funktionen, z.B. das Auslesen der Erbinformation aus der DNA und die Reparatur beschädigter DNA, die Stabilisierung der Struktur von Proteinen, die Bildung von speziellen Immunzellen (Lymphozyten), den Abtransport gefährlicher Schwermetalle wie Quecksilber und Cadmium uvm.
Infos z.B. unter: <a href="http://www.livol.de/zink.html" target="_blank">www.livol.de/Zink</a>
<b><i>... und auch die Steuerung der Enzyme (Vit.B6) so daß es sich dagegen nicht mehr wehern kann. Dadurch kommt es zu Autoimmunkrankheiten, Rheuma und Allergien. Außerdem (vielleicht durch den Mangel an Aminosäuren und dadurch auch Kreatinmangel?) haben die Gelenke zu viel Spiel.</b></i>
B6 ist die Schlüsselsubstanz für den Aminosäure-/Eiweissstoffwechsel schlechthin.
Beim Aufbau anderer Vitamine, wie Niacin oder Pantothensäure, spielt Vitamin B6 eine wichtige Rolle, genauso hinsichtlich etlicher ungesättigter Fettsäuren. Niacin - ein weiteres Vitamin - kann durch die. Umwandlung der Aminosäure Tryptophan hergestellt werden. Als Mittler ist allerdings Vitamin B6 notwendig.
Vitamin B6 fungiert u. a. als Erhalter des Blutzuckerspiegels und als Schutz der Nervenummantelungen. Ferner ist es am gesamten Eiweißstoffwechsel und Stoffwechsel von Nervensubstanzen beteiligt. Bei schlechter Verdauung durch Schadstoffe oder einhergehendem Durchfall wird die Vitamin – B6-Aufnahme vermindert. Durch seine Wechselwirkung mit Aminosäuren hat es auch wesentlichen Einfluss aufs Kollagen. Dieses wiederum ist für die Bindegewebe- und Blutaderngesundheit unerlässlich. Die Bildung des roten Blutfarbstoffs (Häm) benötigt B6 ebenso wie die Bildung so extrem wichtiger Neurotransmitter (Botenstoffe im Gehirn und Nervensystem)wie Serotonin, Dopamin und (Nor-)Adrenalin. Die Hypophyse (eine Drüse im Gehirn), benötigt sehr hohe Mengen an Vitamin B6. Stehen sie nicht zur Verfügung, kommt es zu einer Verringerung der Hormonausschüttung dieser Drüse, was weitreichende Folgen hat (z.B. TSH, ACTH).
Infos z.B. unter: <a href="http://www.livol.de/vitamin_b6.html" target="_blank">www.livol.de/B6</a>
Weitere Infos findest du beim Durchsuchen der Diskussion (z.B. Autor "Mic " (mit angehängtem Leerzeichen, Groß-/Kleinschreibung beachten, Eingabe interpretieren: als Phrase, dann findest du wirklich nur Beiträge von mir und nix wo noch "mic" drin vorkommt) oder Inhalt: "Pyrrol" oder "HPU" bzw. "KPU")
LG, Mic
Hallo Mic,
danke für die genaue Erklärung. Daß das Zink einen Einfluss auf die DNA hat, wusste ich nicht, aber ich bin kürzlich auf eine Page gestoßen, wo ich gelesen habe daß eine bestimmte Aminosäure DNS Schäden reparieren kann:
"Glutathion kann außerdem der Leber helfen, eine Reihe von Chemikalien und Schadstoffen zu entgiften, das gilt beispielsweise für das Schwermetall Cadmium. Glutathion trägt weiter zur Reparatur von DNS-Schäden bei."
Da Glutathion ebenso wie Cystein eine schwefelhaltige Aminosäure ist und wir bei HPU einen Mangel an Cystein haben, liegt es nahe daß wir vielleicht auch einen Mangel an Glutathion haben?
Liebe Grüße
Rudi
>Hallo Anne,
>
>Rudi schrieb:
><b><i>Bei HPU handelt es sich um einen verebten Gendefekt von einen (einiger?) Leberenzym(e) die bei der Eisensynthese in der Leber eine Rolle spielt.</b></i>
>Sorry Rudi, das liegt etwas daneben. HPU nennen die Holländer vom Klinisch Ecologischen Allergie Centrum KEAC (<a href="http://www.hputest.nl/deutsch.htm" target="_blank">www.hputest.nl/deutsch</a>) die Kryptopyrrolurie (auch KPU abgekürzt), eine noch relativ wenig bekannte aber sehr häufig vorkommende (10% der gesunden Bevölkerung) eher chronische Verlaufsform von hepatischen Porphyrien. Auf gut deutsch: Leber ist richtig, Enzymdefekt(e) ist richtig, erblich ist auch richtig, aber nicht Eisen wird in der Leber synthetisiert sondern Häm, der rote Blutfarbstoff also, der zwar Eisen enthält, aber noch für viele andere Funktionen im Körper benötigt wird (u.a. ist Häm auch der zentrale Baustein des Enzyms in der Schilddrüse, welches die Hormone herstellt, namentlich die TPO, gegen die bei Hashi und MB auch Antikörper gebildet werden.
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><b><i>Dadurch können die verbrauchten Pyrrole, die sich mit den Eisen verbunden haben, nicht mehr über den Stuhl ausgeschieden werden, sondern vergiften das Nervensystem und binden sich an Zink und Vitamin B6 im Körper, bevor sie im Harn ausgeschieden werden. Das Ergebnis: ein Mangel an Zink, Vitamin B6, Chrom, Mangan, Magnesium und bestimmter Aminosäuren. Dadurch wird man überempfindlich gegen alles was in den Zellen oxidativen Stress erzeugt, wie: Umweltgifte (Amalgam, Blei usw), psychischen Stress, Elektrosmog (Handymasten, Computer, Radiowecker). </b></i>
>Fast richtig! Die Pyrrole sind keine verbrauchten Pyrrole, sondern eben gerade NICHT verbrauchte Zwischenstufen auf dem Weg zum fertigen Endprodukt (= Häm = Eisen-Porphyrin), die sich durch den Enzymdefekt anreichern wie die unfertigen Rohlinge bei einem kranken Fliessbandarbeiter der mit dem üblichen Arbeitstempo nicht mehr mitkommt. Ergebnis in diesem Beispiel: zu wenig Tagesproduktion an fertigen Endprodukten, dafür ein Berg halbfertige Rohlinge (= Pyrrole) am Arbeitsplatz des kranken Fließbandarbeiters (= einer von acht Arbeitern = Enzyme für die Hämsynthese = wichtigstes Produkt der Porphyrinsynthese). Diese Rohlinge könne aber nicht einfach liegenbleiben, weil der kranke Fliessbandarbeiter krank bleibt und nicht einfach ersetzt werden kann und sie sich daher immer weiter anhäufen würden (und sie sind in der Tat giftig). Also müssen sie aufwändig entsorgt werden, und das kostet einen sehr hohen Preis (u.a. hauptsächlich Zink und B6). Die von Rudi genannten Folgen sind dagegen weitgehend richtig wiedergegeben, nur beim Elekrosmog ist das noch nicht so eindeutig geklärt (meine ich jedenfalls).
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><b><i>Nebenbei fehlen dem Immunsystem über 200 Enzyme (Zinkmangel)</b></i>
>Es sind nach neuesten Erkenntnissen sogar über 300 Enzyme die von Zink abhängig sind ... Daneben hat Zink noch viele andere extrem wichtige Funktionen, z.B. das Auslesen der Erbinformation aus der DNA und die Reparatur beschädigter DNA, die Stabilisierung der Struktur von Proteinen, die Bildung von speziellen Immunzellen (Lymphozyten), den Abtransport gefährlicher Schwermetalle wie Quecksilber und Cadmium uvm.
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>Infos z.B. unter: <a href="http://www.livol.de/zink.html" target="_blank">www.livol.de/Zink</a>
>
><b><i>... und auch die Steuerung der Enzyme (Vit.B6) so daß es sich dagegen nicht mehr wehern kann. Dadurch kommt es zu Autoimmunkrankheiten, Rheuma und Allergien. Außerdem (vielleicht durch den Mangel an Aminosäuren und dadurch auch Kreatinmangel?) haben die Gelenke zu viel Spiel.</b></i>
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>B6 ist die Schlüsselsubstanz für den Aminosäure-/Eiweissstoffwechsel schlechthin.
>Beim Aufbau anderer Vitamine, wie Niacin oder Pantothensäure, spielt Vitamin B6 eine wichtige Rolle, genauso hinsichtlich etlicher ungesättigter Fettsäuren. Niacin - ein weiteres Vitamin - kann durch die. Umwandlung der Aminosäure Tryptophan hergestellt werden. Als Mittler ist allerdings Vitamin B6 notwendig.
>
>Vitamin B6 fungiert u. a. als Erhalter des Blutzuckerspiegels und als Schutz der Nervenummantelungen. Ferner ist es am gesamten Eiweißstoffwechsel und Stoffwechsel von Nervensubstanzen beteiligt. Bei schlechter Verdauung durch Schadstoffe oder einhergehendem Durchfall wird die Vitamin – B6-Aufnahme vermindert. Durch seine Wechselwirkung mit Aminosäuren hat es auch wesentlichen Einfluss aufs Kollagen. Dieses wiederum ist für die Bindegewebe- und Blutaderngesundheit unerlässlich. Die Bildung des roten Blutfarbstoffs (Häm) benötigt B6 ebenso wie die Bildung so extrem wichtiger Neurotransmitter (Botenstoffe im Gehirn und Nervensystem)wie Serotonin, Dopamin und (Nor-)Adrenalin. Die Hypophyse (eine Drüse im Gehirn), benötigt sehr hohe Mengen an Vitamin B6. Stehen sie nicht zur Verfügung, kommt es zu einer Verringerung der Hormonausschüttung dieser Drüse, was weitreichende Folgen hat (z.B. TSH, ACTH).
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>Infos z.B. unter: <a href="http://www.livol.de/vitamin_b6.html" target="_blank">www.livol.de/B6</a>
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>Weitere Infos findest du beim Durchsuchen der Diskussion (z.B. Autor "Mic " (mit angehängtem Leerzeichen, Groß-/Kleinschreibung beachten, Eingabe interpretieren: als Phrase, dann findest du wirklich nur Beiträge von mir und nix wo noch "mic" drin vorkommt) oder Inhalt: "Pyrrol" oder "HPU" bzw. "KPU")
>
>LG, Mic
>
>Hallo Rudi,
du schriebst:
<i><b>... danke für die genaue Erklärung. Daß das Zink einen Einfluss auf die DNA hat, wusste ich nicht, aber ich bin kürzlich auf eine Page gestoßen, wo ich gelesen habe daß eine bestimmte Aminosäure DNS Schäden reparieren kann:
"Glutathion kann außerdem der Leber helfen, eine Reihe von Chemikalien und Schadstoffen zu entgiften, das gilt beispielsweise für das Schwermetall Cadmium. Glutathion trägt weiter zur Reparatur von DNS-Schäden bei."
Da Glutathion ebenso wie Cystein eine schwefelhaltige Aminosäure ist und wir bei HPU einen Mangel an Cystein haben, liegt es nahe daß wir vielleicht auch einen Mangel an Glutathion haben?</i></b>
Ja, den haben wir mit Sicherheit bei einem ausgeprägten B6-Mangel. Und was die Reparatur der DNS angeht: Das Zink macht das auch nicht isoliert sondern gebunden an Proteine an die es über die Schwefelgruppe (SH-Gruppe) der Aminosäure Cystein gebunden wird. Ein Beispiel sind die sogenannten Zink-Finger-Motive von Proteinen die mit diesen Zinkfingern an die DNA andocken und sie ablesen oder auch reparieren helfen. Glutathion ist keine Aminosäure sondern ein Peptid (quasi ein Miniprotein) aus 3 Aminosäuren. Die wichtigste in der Mitte der 3er-Kette ist Cystein, welches auch dem Glutathion die berühmte SH-Gruppe zur Verfügung stellt. Glutathion ist wegen dieser SH-Gruppe eines der wichtigsten Systeme der Zelle zum Schutz vor oxidativem Stress (und noch einigem mehr). Das Zinkfingerprotein hilft den Schaden an der DNA aufzuspüren und repariert ihn dann (wenn es ein Oxidationsschaden ist) u.U. mit Hilfe von Glutathion.
Daneben entgiftet Glutathion auch, wie du ganz richtig gelesen hast. Glutathion ist also extrem wichtig für jede einzelne Zelle und in der Tat folgt aus dem Mangel an B6 auch ein Mangel an Cystein (dafür ein Überschuss an Homocystein) und in dessen Folge auch ein Mangel an Glutathion. Das versuche ich schon seit Wochen in die Köpfe der Leute zu bekommen, wie extrem weitreichend die Konsequenzen einer Stoffwechselstörung wie HPU sein können.
LG, Mic
>Hallo Mic,
>danke für die genaue Erklärung. Daß das Zink einen Einfluss auf die DNA hat, wusste ich nicht, aber ich bin kürzlich auf eine Page gestoßen, wo ich gelesen habe daß eine bestimmte Aminosäure DNS Schäden reparieren kann:
>
>"Glutathion kann außerdem der Leber helfen, eine Reihe von Chemikalien und Schadstoffen zu entgiften, das gilt beispielsweise für das Schwermetall Cadmium. Glutathion trägt weiter zur Reparatur von DNS-Schäden bei."
>
>Da Glutathion ebenso wie Cystein eine schwefelhaltige Aminosäure ist und wir bei HPU einen Mangel an Cystein haben, liegt es nahe daß wir vielleicht auch einen Mangel an Glutathion haben?
>Liebe Grüße
>Rudi
>
>
>
>>Hallo Anne,
>>
>>Rudi schrieb:
>><b><i>Bei HPU handelt es sich um einen verebten Gendefekt von einen (einiger?) Leberenzym(e) die bei der Eisensynthese in der Leber eine Rolle spielt.</b></i>
>>Sorry Rudi, das liegt etwas daneben. HPU nennen die Holländer vom Klinisch Ecologischen Allergie Centrum KEAC (<a href="http://www.hputest.nl/deutsch.htm" target="_blank">www.hputest.nl/deutsch</a>) die Kryptopyrrolurie (auch KPU abgekürzt), eine noch relativ wenig bekannte aber sehr häufig vorkommende (10% der gesunden Bevölkerung) eher chronische Verlaufsform von hepatischen Porphyrien. Auf gut deutsch: Leber ist richtig, Enzymdefekt(e) ist richtig, erblich ist auch richtig, aber nicht Eisen wird in der Leber synthetisiert sondern Häm, der rote Blutfarbstoff also, der zwar Eisen enthält, aber noch für viele andere Funktionen im Körper benötigt wird (u.a. ist Häm auch der zentrale Baustein des Enzyms in der Schilddrüse, welches die Hormone herstellt, namentlich die TPO, gegen die bei Hashi und MB auch Antikörper gebildet werden.
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>><b><i>Dadurch können die verbrauchten Pyrrole, die sich mit den Eisen verbunden haben, nicht mehr über den Stuhl ausgeschieden werden, sondern vergiften das Nervensystem und binden sich an Zink und Vitamin B6 im Körper, bevor sie im Harn ausgeschieden werden. Das Ergebnis: ein Mangel an Zink, Vitamin B6, Chrom, Mangan, Magnesium und bestimmter Aminosäuren. Dadurch wird man überempfindlich gegen alles was in den Zellen oxidativen Stress erzeugt, wie: Umweltgifte (Amalgam, Blei usw), psychischen Stress, Elektrosmog (Handymasten, Computer, Radiowecker). </b></i>
>>Fast richtig! Die Pyrrole sind keine verbrauchten Pyrrole, sondern eben gerade NICHT verbrauchte Zwischenstufen auf dem Weg zum fertigen Endprodukt (= Häm = Eisen-Porphyrin), die sich durch den Enzymdefekt anreichern wie die unfertigen Rohlinge bei einem kranken Fliessbandarbeiter der mit dem üblichen Arbeitstempo nicht mehr mitkommt. Ergebnis in diesem Beispiel: zu wenig Tagesproduktion an fertigen Endprodukten, dafür ein Berg halbfertige Rohlinge (= Pyrrole) am Arbeitsplatz des kranken Fließbandarbeiters (= einer von acht Arbeitern = Enzyme für die Hämsynthese = wichtigstes Produkt der Porphyrinsynthese). Diese Rohlinge könne aber nicht einfach liegenbleiben, weil der kranke Fliessbandarbeiter krank bleibt und nicht einfach ersetzt werden kann und sie sich daher immer weiter anhäufen würden (und sie sind in der Tat giftig). Also müssen sie aufwändig entsorgt werden, und das kostet einen sehr hohen Preis (u.a. hauptsächlich Zink und B6). Die von Rudi genannten Folgen sind dagegen weitgehend richtig wiedergegeben, nur beim Elekrosmog ist das noch nicht so eindeutig geklärt (meine ich jedenfalls).
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>><b><i>Nebenbei fehlen dem Immunsystem über 200 Enzyme (Zinkmangel)</b></i>
>>Es sind nach neuesten Erkenntnissen sogar über 300 Enzyme die von Zink abhängig sind ... Daneben hat Zink noch viele andere extrem wichtige Funktionen, z.B. das Auslesen der Erbinformation aus der DNA und die Reparatur beschädigter DNA, die Stabilisierung der Struktur von Proteinen, die Bildung von speziellen Immunzellen (Lymphozyten), den Abtransport gefährlicher Schwermetalle wie Quecksilber und Cadmium uvm.
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>>Infos z.B. unter: <a href="http://www.livol.de/zink.html" target="_blank">www.livol.de/Zink</a>
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>><b><i>... und auch die Steuerung der Enzyme (Vit.B6) so daß es sich dagegen nicht mehr wehern kann. Dadurch kommt es zu Autoimmunkrankheiten, Rheuma und Allergien. Außerdem (vielleicht durch den Mangel an Aminosäuren und dadurch auch Kreatinmangel?) haben die Gelenke zu viel Spiel.</b></i>
>>
>>B6 ist die Schlüsselsubstanz für den Aminosäure-/Eiweissstoffwechsel schlechthin.
>>Beim Aufbau anderer Vitamine, wie Niacin oder Pantothensäure, spielt Vitamin B6 eine wichtige Rolle, genauso hinsichtlich etlicher ungesättigter Fettsäuren. Niacin - ein weiteres Vitamin - kann durch die. Umwandlung der Aminosäure Tryptophan hergestellt werden. Als Mittler ist allerdings Vitamin B6 notwendig.
>>
>>Vitamin B6 fungiert u. a. als Erhalter des Blutzuckerspiegels und als Schutz der Nervenummantelungen. Ferner ist es am gesamten Eiweißstoffwechsel und Stoffwechsel von Nervensubstanzen beteiligt. Bei schlechter Verdauung durch Schadstoffe oder einhergehendem Durchfall wird die Vitamin – B6-Aufnahme vermindert. Durch seine Wechselwirkung mit Aminosäuren hat es auch wesentlichen Einfluss aufs Kollagen. Dieses wiederum ist für die Bindegewebe- und Blutaderngesundheit unerlässlich. Die Bildung des roten Blutfarbstoffs (Häm) benötigt B6 ebenso wie die Bildung so extrem wichtiger Neurotransmitter (Botenstoffe im Gehirn und Nervensystem)wie Serotonin, Dopamin und (Nor-)Adrenalin. Die Hypophyse (eine Drüse im Gehirn), benötigt sehr hohe Mengen an Vitamin B6. Stehen sie nicht zur Verfügung, kommt es zu einer Verringerung der Hormonausschüttung dieser Drüse, was weitreichende Folgen hat (z.B. TSH, ACTH).
>>
>>Infos z.B. unter: <a href="http://www.livol.de/vitamin_b6.html" target="_blank">www.livol.de/B6</a>
>>
>>Weitere Infos findest du beim Durchsuchen der Diskussion (z.B. Autor "Mic " (mit angehängtem Leerzeichen, Groß-/Kleinschreibung beachten, Eingabe interpretieren: als Phrase, dann findest du wirklich nur Beiträge von mir und nix wo noch "mic" drin vorkommt) oder Inhalt: "Pyrrol" oder "HPU" bzw. "KPU")
>>
>>LG, Mic
>>
>Guten Morgen Mic!
Danke dir für die richtigstellung,für mich ist das alles neu ,trotztem das ich ein alter Basedowler und Hashi bin. Muss mich erst richtig einlesen.
Habe sehr viel gelernt seit ich bei euch im Forum lese. Vorher wusste ich nur was mir mein Arzt sagte.
Viele Grüsse Von Anna aus Wien
Guten Morgen Anna,
das ist für alle hier neu, selbst für mich. Ich beschäftige mich auch erst seit meiner Diagnose damit, aber mir wurde sehr schnell klar, dass die Stoffwechselstörung der ideale Nährboden für Autoimmunerkrankungen insbesondere der Schilddrüse ist (auch weil diese in unserer Familie extrem gehäuft vorkommen) und ich vermutete, dass ich nicht der einzige Betroffene hier bin - gerade auch, weil ich mich in den Krankheitsverläufen der anderen so oft 100 %ig wiedergefunden habe. Und die ersten Testergebnisse scheinen mir Recht zu geben. Erst gestern wieder habe ich ein Mail von einer betroffenen Hashimutter bekommen, die nicht nur selbst ein positives Testergebnis hat, sondern auch ihr Sohn (Hashi) und ihre Tochter (MB). Jetzt hoffe ich nur noch, dass die entsprechende Behandlung auch bereits bestehende Hashimoto- und Basedowerkrankungen positiv beeinflusst. Zumindest aber wird das Risiko an weiteren (Autoimmun-)Erkrankungen oder gar Krebs zu erkranken gesenkt wie ich hoffe, und Probleme, die sich nicht alleine durch eine gute Hormoneinstellung lösen lassen, durch die Behandlung dieser Grunderkrankung minimiert. Das ist zumindest die Hoffnung bislang, wir werden sicher weiter über Erfolge oder Misserfolge hier berichten.
Liebe Grüße, Mic
Hallo Mic,
ja ist ist unglaublich wie gezielt die Auswirkungen von HPU ausgerechnet das beeinflussen was wir brauchen um mit oxidativen Stress fertig zu werden und dann auch noch dazu das kaputt geht was wir brauchen um diese Schäden wieder zu reparieren.
Es ist nur die Frage wie wir das in den Köpfen der Ärzte rein bringen. Ich war gestern bei der Pensionsversicherungsanstalt, weil ich um Arbeitsunfähigkeitspension angesucht habe (was bleibt einem anders übrig) zweck Untersuchung und als ich meinen Verdacht äußerte daß ich HPU habe und im groben Zügen erklärte was das ist, schaute die Internistin erst ein mal wie ein Autobus und diktierte der Schreibkraft "Patient glaubt Erbkrankheit zu haben" und natürlich muss ich jetzt noch ein mal dort hin zwecks Termin beim Neurologen/Psychiater. Sollte mein Test jetzt negativ sein, bin ich für denen also DAS Psycherl, aber wenn der Test positiv ist, sende ich den Befund an die Ärztin mit dem Vermerk "Sie können jetzt die Textstelle ändern und anstelle von, Patient glaubt Erbkrankheit zu haben, schreiben Patient HAT Erbkrankheit und wenn Sie die Krankheit auch beim Namen nennen, spricht das für Ihre Qualifikation, die jene Ärzte bei denen ich bis jetzt war nicht hatten."
Eigentlich denke ich daß ich HPU haben muß, aber was ist wenn ich ein Falsch/negatives Ergebnis habe? Z.B. knapp unter dem Grenzwert, denn B-Vitamine sind auch in meinen Eiweisspräparat (Power Play) in geringen Mengen vorhanden.
Liebe Grüße
Rudi
>>Hallo Rudi,
>
>du schriebst:
><i><b>... danke für die genaue Erklärung. Daß das Zink einen Einfluss auf die DNA hat, wusste ich nicht, aber ich bin kürzlich auf eine Page gestoßen, wo ich gelesen habe daß eine bestimmte Aminosäure DNS Schäden reparieren kann:
>
>"Glutathion kann außerdem der Leber helfen, eine Reihe von Chemikalien und Schadstoffen zu entgiften, das gilt beispielsweise für das Schwermetall Cadmium. Glutathion trägt weiter zur Reparatur von DNS-Schäden bei."
>
>Da Glutathion ebenso wie Cystein eine schwefelhaltige Aminosäure ist und wir bei HPU einen Mangel an Cystein haben, liegt es nahe daß wir vielleicht auch einen Mangel an Glutathion haben?</i></b>
>
>Ja, den haben wir mit Sicherheit bei einem ausgeprägten B6-Mangel. Und was die Reparatur der DNS angeht: Das Zink macht das auch nicht isoliert sondern gebunden an Proteine an die es über die Schwefelgruppe (SH-Gruppe) der Aminosäure Cystein gebunden wird. Ein Beispiel sind die sogenannten Zink-Finger-Motive von Proteinen die mit diesen Zinkfingern an die DNA andocken und sie ablesen oder auch reparieren helfen. Glutathion ist keine Aminosäure sondern ein Peptid (quasi ein Miniprotein) aus 3 Aminosäuren. Die wichtigste in der Mitte der 3er-Kette ist Cystein, welches auch dem Glutathion die berühmte SH-Gruppe zur Verfügung stellt. Glutathion ist wegen dieser SH-Gruppe eines der wichtigsten Systeme der Zelle zum Schutz vor oxidativem Stress (und noch einigem mehr). Das Zinkfingerprotein hilft den Schaden an der DNA aufzuspüren und repariert ihn dann (wenn es ein Oxidationsschaden ist) u.U. mit Hilfe von Glutathion.
>Daneben entgiftet Glutathion auch, wie du ganz richtig gelesen hast. Glutathion ist also extrem wichtig für jede einzelne Zelle und in der Tat folgt aus dem Mangel an B6 auch ein Mangel an Cystein (dafür ein Überschuss an Homocystein) und in dessen Folge auch ein Mangel an Glutathion. Das versuche ich schon seit Wochen in die Köpfe der Leute zu bekommen, wie extrem weitreichend die Konsequenzen einer Stoffwechselstörung wie HPU sein können.
>
>LG, Mic
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