nina
04.05.01, 19:07
hallo emi und alle anderen,
super spannend der buch-auszug!
ich bin auch der meinung, dass viel zu häufig physe und psyche von einander getrennt betrachtet werden.
auch ist das wort psychosomatisch viel zu negativ beladen. denn psychosomatisch bedeutet ja nicht, dass mensch sich seine beschwerden einbildet, wie häufig gedacht wird. die beschwerden sind real, auch eine psychosomatische erkrankung ist eine körperliche!
wie der auszug, den du geschickt hat zeigt, wird häufig viel zu wenig auf das zusammenspiel zwischen immun- und nervensystem geachtet.
die these: wenn mein körper beginnt antikörper gegen sich selbst zu bilden, dann muss der doch genauso auch wieder damit aufhören können?!
das klingt logisch?! aber ist ganz und gar nicht einfach umzusetzen für unseren körper! ich versuche mal, zu verdeutlichen (mit meinem medizinischen halbwissen), in welcher zwickmühle unser körper sich da befindet.
das immunsystem hat die sinnvolle aufgabe, fremde, potentiell gefährliche eindringlinge (oder entartetet körpereigene zellen) daran zu hindern, uns zu schaden. deshalb werden antikörper gebildet. diese antikörper werden auf jeden fall solange gebildet, wie die suspekten objekte im körper vorhanden sind. allerdings danach auch noch einige zeit weiter, um den körper vor einem erneuten angriff zu schützen, deshalb funktionieren ja auch schutzimpfungen. einige antikörper werden in einem gewissen umfang auch immer weiter gebildet, ein leben lang. diese produktion von antikörpern ist also irgendwo im immun- (oder nerven?)system gespeichert, wie auf einer festplatte.
ähnlich wird es auch bei der bildung von autoantikörpern ablaufen: aus irgendeinem grund hat sich unser immunsystem plötzlich die meinung gebildet, unsere schilddrüsenzellen sind gefährlich und müssen folglich bekämpft werden. vielleicht war der auslöser z.b. eine infektion mit den yersinien bakterien oder aber auch ein extremes stresserlebnis oder die hormonumstellungen bei einer schwangerschaft oder etwas ganz anderes, da kann es tausend gründe geben, und einige hängen bestimmt auch mit der psyche zusammen. aber egal, was der auslöser auch war, unser immunsystem fährt nun das programm "zerstöre diese gefährlichen schilddrüsenzellen". und ich bin sehr skeptisch, dass wir es allein durch unsere psychischen und physischen fähigkeiten davon überzeugen können, dass dieses programm blödsinn ist. damit würden wir das immunsystem, krass ausgedrückt, in seinen grundfesten erschüttern. denn wie gefährlich wäre es für unseren körper, wenn das immunsystem bei wirklich gefährlichen krankheitserregern etwa ebenso handeln und einfach mal die antikörperproduktion einstellen würde, weil es plötzlich findet, der erreger ist doch ganz sympathisch? der sympathische erreger würde sich freuen und sich ungehindert ans werk machen. so etwas kann sich das immunsystem einfach nicht erlauben und deshalb wird es, solange es dazu in der lage ist, gegen die objekte kämpfen, die es einmal als gefährlich eingestuft hat.
ich weiß nicht, wie es umzuprogrammieren wäre. ob es dazu überhaupt eine chance gibt? das immunsystem wird also fröhlich (oder auch weniger fröhlich) weiter die bösen schilddrüsenzellen bekämpfen, wahrscheinlich bis keine (oder nur noch sowenige, dass sie nicht mehr als bedrohung erkannt werden) mehr da sein. dann wird wohl auch die antikörperproduktion eingestellt werden.
für mich ergibt sich aus diesen logischen schlüssen (für deren richtigkeit ich allerdings nicht garantiere), dass die hoffnung auf eine spontane heilung der hashimoto thyreoiditis (und auch aller anderen autoimmunkrankheiten) trotz aller ganzheitlich, alternativ, selbstheilungs etc.p.p. versuche, eher minimal scheint.
trotzdem finde ich es wichtig, sich mehr mit den möglichen ursachen der erkrankung ausseinanderzusetzen. und zwar offen auf allen gebieten psychisch wie physisch. denn was passiert, wenn die sd nun weg ist, oder herausgenommen wurde? ist dann die ursache für die entgleisung des immunsystem immer noch vorhanden, so besteht doch die gefahr, dass sich das immunsystem nun eine neue "dummheit" ausdenkt und andere autoantikörper bildet. hier liegt vielleicht auch der grund, dass einige autoimmunerkrankungen sich gerne zu einander gesellen?
deshalb habe ich z.b. auch angst vor einer op. nicht nur wegen der risiken. sondern vor allem, weil ich meinem körper und damit mir auch nicht traue, dass er danach brav ist. vielleicht ist es nicht das schlimmste, dass mein immunsystem sich die sd ausgesucht hat. mir geht es zwar wirklich nicht gut, aber ich denke, es könnte viel schlimmer sein. mag sich mein immunsystem also an der sd austoben. ich hoffe, dass ich ich die ursache der dummheit beseitigt habe, bis es mit der sd fertig ist. vielleicht helfen hierbei auch alternative methoden. im moment mache ich klassische homöopathie. es wirkt nicht, aber wenn meine ideen stimmen, kann es das ja auch nicht. vielleicht wirkt es aber auf der ebene, dass ich vor weiteren dummheiten meines immunsystems verschont bleibe?!
die erste entgleisung meines immunsystems begann übrigens schon in meiner kindheit, ich bekam neurodermitis, dabei spielen auch autoimmunprozesse eine rolle. die neurodermitis ist mir auch bis heute erhalten geblieben, zum glück in einer milden form. aber ihr seht, die angst vor weiteren spinnereien der immunsystems ist nicht ganz unbegründet... doch vielleicht ist auch diese angst eine/die ursache????
was haltet ihr von alledem?
ich bin gespannt auf euer ansichten zu meinen doch ziemlich gewagten(?) spekulationen!
viele liebe grüße,
nina:)
super spannend der buch-auszug!
ich bin auch der meinung, dass viel zu häufig physe und psyche von einander getrennt betrachtet werden.
auch ist das wort psychosomatisch viel zu negativ beladen. denn psychosomatisch bedeutet ja nicht, dass mensch sich seine beschwerden einbildet, wie häufig gedacht wird. die beschwerden sind real, auch eine psychosomatische erkrankung ist eine körperliche!
wie der auszug, den du geschickt hat zeigt, wird häufig viel zu wenig auf das zusammenspiel zwischen immun- und nervensystem geachtet.
die these: wenn mein körper beginnt antikörper gegen sich selbst zu bilden, dann muss der doch genauso auch wieder damit aufhören können?!
das klingt logisch?! aber ist ganz und gar nicht einfach umzusetzen für unseren körper! ich versuche mal, zu verdeutlichen (mit meinem medizinischen halbwissen), in welcher zwickmühle unser körper sich da befindet.
das immunsystem hat die sinnvolle aufgabe, fremde, potentiell gefährliche eindringlinge (oder entartetet körpereigene zellen) daran zu hindern, uns zu schaden. deshalb werden antikörper gebildet. diese antikörper werden auf jeden fall solange gebildet, wie die suspekten objekte im körper vorhanden sind. allerdings danach auch noch einige zeit weiter, um den körper vor einem erneuten angriff zu schützen, deshalb funktionieren ja auch schutzimpfungen. einige antikörper werden in einem gewissen umfang auch immer weiter gebildet, ein leben lang. diese produktion von antikörpern ist also irgendwo im immun- (oder nerven?)system gespeichert, wie auf einer festplatte.
ähnlich wird es auch bei der bildung von autoantikörpern ablaufen: aus irgendeinem grund hat sich unser immunsystem plötzlich die meinung gebildet, unsere schilddrüsenzellen sind gefährlich und müssen folglich bekämpft werden. vielleicht war der auslöser z.b. eine infektion mit den yersinien bakterien oder aber auch ein extremes stresserlebnis oder die hormonumstellungen bei einer schwangerschaft oder etwas ganz anderes, da kann es tausend gründe geben, und einige hängen bestimmt auch mit der psyche zusammen. aber egal, was der auslöser auch war, unser immunsystem fährt nun das programm "zerstöre diese gefährlichen schilddrüsenzellen". und ich bin sehr skeptisch, dass wir es allein durch unsere psychischen und physischen fähigkeiten davon überzeugen können, dass dieses programm blödsinn ist. damit würden wir das immunsystem, krass ausgedrückt, in seinen grundfesten erschüttern. denn wie gefährlich wäre es für unseren körper, wenn das immunsystem bei wirklich gefährlichen krankheitserregern etwa ebenso handeln und einfach mal die antikörperproduktion einstellen würde, weil es plötzlich findet, der erreger ist doch ganz sympathisch? der sympathische erreger würde sich freuen und sich ungehindert ans werk machen. so etwas kann sich das immunsystem einfach nicht erlauben und deshalb wird es, solange es dazu in der lage ist, gegen die objekte kämpfen, die es einmal als gefährlich eingestuft hat.
ich weiß nicht, wie es umzuprogrammieren wäre. ob es dazu überhaupt eine chance gibt? das immunsystem wird also fröhlich (oder auch weniger fröhlich) weiter die bösen schilddrüsenzellen bekämpfen, wahrscheinlich bis keine (oder nur noch sowenige, dass sie nicht mehr als bedrohung erkannt werden) mehr da sein. dann wird wohl auch die antikörperproduktion eingestellt werden.
für mich ergibt sich aus diesen logischen schlüssen (für deren richtigkeit ich allerdings nicht garantiere), dass die hoffnung auf eine spontane heilung der hashimoto thyreoiditis (und auch aller anderen autoimmunkrankheiten) trotz aller ganzheitlich, alternativ, selbstheilungs etc.p.p. versuche, eher minimal scheint.
trotzdem finde ich es wichtig, sich mehr mit den möglichen ursachen der erkrankung ausseinanderzusetzen. und zwar offen auf allen gebieten psychisch wie physisch. denn was passiert, wenn die sd nun weg ist, oder herausgenommen wurde? ist dann die ursache für die entgleisung des immunsystem immer noch vorhanden, so besteht doch die gefahr, dass sich das immunsystem nun eine neue "dummheit" ausdenkt und andere autoantikörper bildet. hier liegt vielleicht auch der grund, dass einige autoimmunerkrankungen sich gerne zu einander gesellen?
deshalb habe ich z.b. auch angst vor einer op. nicht nur wegen der risiken. sondern vor allem, weil ich meinem körper und damit mir auch nicht traue, dass er danach brav ist. vielleicht ist es nicht das schlimmste, dass mein immunsystem sich die sd ausgesucht hat. mir geht es zwar wirklich nicht gut, aber ich denke, es könnte viel schlimmer sein. mag sich mein immunsystem also an der sd austoben. ich hoffe, dass ich ich die ursache der dummheit beseitigt habe, bis es mit der sd fertig ist. vielleicht helfen hierbei auch alternative methoden. im moment mache ich klassische homöopathie. es wirkt nicht, aber wenn meine ideen stimmen, kann es das ja auch nicht. vielleicht wirkt es aber auf der ebene, dass ich vor weiteren dummheiten meines immunsystems verschont bleibe?!
die erste entgleisung meines immunsystems begann übrigens schon in meiner kindheit, ich bekam neurodermitis, dabei spielen auch autoimmunprozesse eine rolle. die neurodermitis ist mir auch bis heute erhalten geblieben, zum glück in einer milden form. aber ihr seht, die angst vor weiteren spinnereien der immunsystems ist nicht ganz unbegründet... doch vielleicht ist auch diese angst eine/die ursache????
was haltet ihr von alledem?
ich bin gespannt auf euer ansichten zu meinen doch ziemlich gewagten(?) spekulationen!
viele liebe grüße,
nina:)